Die Destillation von Schnaps

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abdichten eines sk-topfes

jan am 27.07.2010 13:42:59 | Region: hamburg
hallo,

ja, ich habe die suchfunktion schon benutzt.
aber eine konkrete antworte hab ich noch nicht gefunden.

ich frage mich, wie ich den spalt zwischen deckel und kochtopf am besten abdichten soll.
gummi oder silikon möchte ich nicht nehmen, dazu kommt ja noch, das der deckel abnehmbar sein muss, und ich möchte nicht regelmäßig die dichtung erneuern.

kann ich die mitgelieferten topfdichtungen einfach mit teflonband umwickeln? oder gibt es andere werkstoffe?

das gleiche problem habe ich beim t-stück, welches oben auf den deckel draufgesetzt wird, wo in das ende, an welches nicht das geistrohr kommt, ein thermometer eingesetzt werden soll. ich kenne im grunde nur die gummi-propfen mit loch in der mitte, wo das thermometer reingesteckt wird. aber auch hier will ich nicht gummi o.ä. nehmen.

hat jemadn erfahrung mit teflonband?
oder tipps, zum alternativen abdichten?

danke schonmal,

jan

RE: abdichten eines sk-topfes

Karlchen am 27.07.2010 17:40:15 | Region: Flachland
Hallo Jan u. a.,
Meine Erfahrungen mit der Abdichtung eines Schnellkochtopfes in zeitlicher Reihenfolge:

Als erstes habe ich (lustig, weil ich schon Schmickl´s Buch gelesen hatte) die mitgelieferte Dichtung (grau-gelblich) benutzt und damit, genau wie der "Meister" es vorausgesagt hat, einen "phantastischen Gummischnaps" für die Autowaschanlage hergestellt.

Als zweites habe ich zwei Schläuche (sicher KEIN Silikon oder Teflon) von 10mm und 8mm (weil der Deckel ja gekrümmt ist) in Form der beabsichtigten Dichtung nebeneinander gelegt und mindestens 6-8 mal mit Teflonband umwickelt. Mittels eines Bügels und Druck ist das auch meistens, nicht immer, dicht geworden. Im Kopf hatte ich aber immer noch die Aussage, daß das Teflonband nicht diffusionsdicht ist. Es war also nicht die beabsichtigte Endlösung.
Geschmacksmäßig habe ich keine störenden Nachteile erkannt. Ich muß aber sagen, dass ich mich noch als Anfänger fühle und noch nicht die geschmacklichen Feinheiten beherrsche.

Dritte und vorerst letzte Variante:
Eine Form durch Aussägen hergestellt aus einer 10mm dicken Sperrholzplatte. (Außendurchmesser der Form besser 1-2 mm größer als das Innenmaaß des Deckels, als zu klein). Form ausgegossen mit Lebensmittelsilikon, das ich im Baumarkt (OBI) entdeckt habe, nicht ganz billig. Unbedingt Trennmittel benutzen! Ich habe Spülmittel benutzt, das hat aber nicht ausreichend funktioniert, besser ist vielleicht Speiseöl. Der Dichtungsring ist also 10mm dick und 20mm breit.
Das benutzte Silikon ist zugelassen für Abdichtungen in Bereichen, in denen Trinkwasser u. a. Lebensmittel gelagert und hergestellt, also auch erhitzt, werden. Kein Hinweis allerdings auf Alkohol, geschweige denn auf heißen Alkoholdampf. (Risiko??)
Meine Erfahrungen damit sind bisher gut, es wird mit leichtem Bügeldruck dicht.(Wenn die Dichtung doch ein wenig zu klein geraten ist, vor der Verwendung einige min in heißes Wasser legen!)
Vom Geschmack her gilt das unter Variante 2 gesagte.

Vielleicht kann sich ja mal einer der Chemiker, die es zweifellos in dieser Gemeinde gibt, den Eigenschaften o.g. Lebensmittelsilikons widmen.
Wäre bestimmt von allgemeinem Interesse!

Gruß Karlchen

PS: Thermometerdurchführung: Versuchs doch mal mit einem durchbohrten Korken, (Dritter Versuch gelingt) falls Du einen mit passendem Durchmesser findest. Ich benutze ein 22-mm T-Stück, da passen übliche gebrauchte Weinflaschenkorken. Meine Laborthermometer aus Glas haben 8-10mm Durchmesser.
G.K.

RE: abdichten eines sk-topfes

Da Schwiaza am 27.07.2010 22:04:42 | Region: aus dem Wald
Hallo Jan,

meine Lösung ist folgende:
Ich habe ein ca. 8 mm starkes Edelstahl Rundprofil auf den Durchmesser des Topfes rundgebogen, damit es in die Aussparung der ursprünglichen Dichtung passt, die Enden miteinander verschweißt und sehr dick mit Teflonband umwickelt. Das hat zwar ein paar Rollen gekostet, das Ergebnis ist aber sehr zufriedenstellend.

Problematisch ist nur das genaue Rundbiegen, dass die Dichtung auch in die Rille des Topfes passt. Aber mit viel Probieren und etwas Aufwand geht das.

Den Aufsatz auf dem Deckel (Steigrohr) habe ich mit Hilfe einer 2 mm dicken Teflonplatte abgedichtet, welche ich bei einem bekannten Online-Auktionshaus billigst erworben habe.

Am T-Stück oben, wo das Thermometer reinkommt habe ich einen Korken aus einer Weinflasche reingesteckt und hier das Thermometer (Einstichthermometer) durchgesteckt. Das Material Kork, so glaube ich sollte hier unbedenklich sein.

Mich würde auch interessieren, wie das andere gelöst haben, da ja hier im Forum in der Vergangenheit bereits viel zu dem Thema diskutiert wurde.

Grüße aus dem bayrischen Wald

Da Schwiaza

RE: abdichten eines sk-topfes

Maik am 27.07.2010 23:59:09 | Region: Oben
Hallo Jan,

am besten ist Teflonband geeignet. Kostet wenig und es gibt im jedem Baumarkt zu kaufen, Heizung und Sanitärabteilung.

Deckel dichtet am besten wenn du Teflonband zusammen rollst das eine Art von Dichtung entsteht, cca 1-2mm im Durchmesser. (Ende des Bandes bindest Du am Türklinke, andere ende drehst du im Uhrzeigesinn, nasse Hände erleichtern Dir das Job).

Dieser „Dichtung“ wickelst Du erst um die Deckelrand, Anzahl von Drehungen ist von Spalt zwischen Deckel und Topf abhängig.
Wenn Deckel jetzt dicht am Topf passt, mache mit Band noch ein Drehung um Deckeland (quasi das „Dichtung“ mit Band bedeckt ist, damit wir sichergestellt das „Dichtung“ beim aufsetzen nicht wegrutscht). Breche den Band nicht, setzte Deckel auf dem Topf und wickle weiter das Band bis äußeren Spalt zwischen Deckel und Topf komplett bedeckt ist.
Mit einem Gepäck Spanngurt die Du zwischen Topfgriffen anspannst sicherst und druckst Du das Deckel noch zusätzlich.


Servus

RE: abdichten eines sk-topfes

jan am 28.07.2010 09:31:43 | Region: hamburg
Ich las gerade, dass es doch Silikone gibt, die alkoholdampfbeständig sind - finden konnte ich jedoch leider noch keine.
Kennt jemand eine Marke, die das ist?

RE: abdichten eines sk-topfes

Andreas am 30.07.2010 20:40:16 | Region: Hinten Links
Hallo Jan,
ich benutze zum herstellen sämtlicher Dichtungen lebensmittelverträgliches Silikon vom Mike-Krüger-Baumarkt (kostet ca. 10€ die Kartusche). Ich nehme dünnes Papier und schneide mir daraus einen Ring zurecht, der ein wenig größer ist als der Topfrand.
Dann lege ich den Papierring über den Topfrand und befeuchte ihn mit Wasser aus einer Blumenspritze, sodas er schön nass ist und sich glatt auf den Rand legt. Dann säubere ich den Deckelrand mit Aceton, lege eine ca. 10mm Wulst Silikon drauf, und setze den Deckel vorsichtig auf den Topf. Fertig ist die Dichtung. Ich habe bisher alle Dichtungen auf diese Weise hergestellt und sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn die Dichtung mal nicht so dicht sein sollte, einfach noch einmal auf gleicher Weise nachdichten. Mit freundlichem Gruß, euer "Dichter".

RE: abdichten eines sk-topfes

Josef am 28.07.2010 11:37:01 | Region: NRW
Hallo,

eine Dichtung aus einem lebenmittelechten, aufgeschnittenem Silikonschlauch oder eine Dichtung aus Teflonband ist in Ordnung.

Ich habe es mit einem aufgeschnittenem Silikonschlauch probiert. Es hat aber bei mir nicht gut geklappt, da der Schlauch zu dick war und somit der Topfdeckel nicht mehr zum Topf passte.

Jetzt nehme ich einfach 3 Lagen Teflonband über den Rand des Topfes, Deckel darauf und mit Gummispannern angedrückt (wie in der Fotogallerie Nr. 158 u. 115) - klappt sehr gut und ist dicht.(Übrigens auf dem Foto158 ist die Variante mit dem Silikonschlauch zu sehen.)

Gruß Josef

RE: abdichten eines sk-topfes

Action Dan am 02.08.2010 13:03:03 | Region: ch
schau dir mal miene anlage an 171, habe auch einen aufgeschnittenen silikonschlauch genommen. habe aber keinen dampfkochtopf sondern einer bei dem der deckel einfach aufgelegt wird. mit wäscheklammern rund um den topf ist das dicht.