Die Destillation von Schnaps

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Juni 2018:

Seit der letzten größeren Umstellung der homepage und der Foren sind inzwischen unglaubliche 16 Jahre (!) vergangen. Wenn man bedenkt, dass im Internetbereich bereits zwei bis drei Jahre eine Ewigkeit sind, ist das durchaus beachtlich. Jedenfalls hat sich inzwischen technologisch dermaßen viel getan, dass es zwingend notwendig geworden ist, nicht nur die Foren, sondern gleich den gesamten Web-Auftritt von Grund auf komplett neu zu gestalten und die Programmierung auf den letzten Stand der Technik zu bringen. Einhergehend wurden natürlich diverse neue Features eingeführt, z.B. war es längst überfällig, dass zu einem Forumsbeitrag auch Bilder hochgeladen oder die Foren mittels RSS-feed abonniert werden können. Bilder, die auf externe homepages gespeichert und dann hier mittels img-tag eingebunden wurden, haben wir selbstverständlich nachträglich eingepflegt, damit keine wertvolle Information verloren geht. Jedenfalls wünschen wir auch weiterhin viel Spaß beim Erfahrungsaustausch und Ausprobieren!

Juni 2002:

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Apfel-Quitten-Schnaps schmeckt verbrennt

Kusi am 15.12.2011 15:59:14 | Region: schweiz
Tach allerseits!

Ich habe vor ca. 4 Monaten 110 Liter Maische angesetzt 3/4 Äpfel 1/4 Quitten, etwa 15L Wasser und 2 Packete Turbohefe 20%(viel weniger als in den meisten Rezepten) und 1g Pektinase. schön langsam vergären lassen bei einer Temperatur von 16-20°C
hab insgesamt 32Kilogramm Zucker in Portionen zugegeben. Und kam damit auf einen Alkoholgehalt von ca.15% und einem Methanolgehalt von unter 0.1% die Maischen Blubbern immer noch. aber schmecken nicht mehr süss. Ich glaub ich werd noch weiter aufzuckern.

vor ca. 6 Wochen hab ich einen ersten Probebrand gemacht. Der schmeckte noch sehr hefig.

nun hab ich nochmals ein paar Brände destilliert. Dort ist mir schon aufgefallen, dass der letzte drittel viel stärker nach Quitte schmeckt als die ersten Fraktionen. (liegt wohl am einkochen der Quitten)
Da stellt sich die Frage ob man vor dem brennen evt. 1 Stunde bei 65grad sieden lässt.
Ich will auf jeden Fall nochmals 4 Monate warten mit dem Hauptteil, doch brenne schon etwas vor als Weinachtsgeschenke :-)

Egal nun zum eigentlichen Problem. Bisher sind mir alle 3 Destillationen angebrannt (stark angebrannt + 3cm Kies als anbrennschutz) jedoch kein verbrannter Geschmack im Destillat!

Beim Letzten welchen ich mit viel niedriger Stufe gebrannt habe ists mir wieder leicht angebrannt, aber der der verbrennte Geschmack ist leider im Destillat (letzter Drittel(der mit dem besten Quittengeschmack)) vorhanden.

Nun, krieg ich den Geschmack durch 2.tes Destillieren raus?

Wieviel mal destilliert ihr normalerweise eure Schnäpse?

Beste Grüsse aus der Schweiz

RE: Apfel-Quitten-Schnaps schmeckt verbrennt

were am 16.12.2011 09:06:38 | Region: eu
Ob der Brandgeschmack wieder weg geht, kann ich Dir nicht sagen.

Ich mache nun schon im 3. Jahr Quittenschnaps, allerdings ist er mir bisher noch nie angebrannt, obwohl die Maische dieses Jahr besonders fest war.

Ich habe eine kleine 2 Liter-Destille und heize mit einem Spiritusbrenner.
Ab ca. 65 Grad drehe ich immer auf kleinste Flamme herunter, ich brenne auch den Nachlauf bis ca. 20% herunter ab, den ich dann der Maische wieder zusetze.
Aufgrund meiner kleinen Mengen maische ich mit Zuckerzusatz hochprozentig ein. Meine Maischen haben dann meist 16 - 20%

Als Anbrennschutz hat sich bei mir ein simples, unbedrucktes Papoierküchentuch bewährt, das ich ganz unten in den Topf lege. So brenne ich meine Quitten, bis die Reste eine Konsistenz von Apfelmus haben ohne jemals Probleme mit Anbrennen zu bekommen.

Ich brenne meine Obstbrände nur einmal, da ich hochprozentige Maischen habe reicht mir das völlig aus um im Edelbrand ca. 60% zu erreichen. Warum sollte ich also mit einem weiteren Brand Aroma verschenken?
Lediglich meinen Whiskey habe ich 2 mal gebrannt, vor Allem weil er mir viel zu malzig geschmeckt hat.

Die gesammelten Nachläufe hingegen brenne ich meistens 3 mal um soviel Fremdaromen als möglich heraus zu bekommen

RE: Apfel-Quitten-Schnaps schmeckt verbrennt

Kellergeist am 16.12.2011 09:23:43 | Region: Wien
Hallo Kusi

Verwende bei Deinen zukünftigen Brennversuchen einen "Anbrennschutz"
Ich vermute Du hast eine "Pot-Still" Anlage.
Wenn Dein Topfdurchmesser nicht allzu groß ist, bekommst du soetwas in jeder Geschirrabteilung eines Kaufhauses.
Geschmacksfehler kann man durch 2.Brennen zwar reduzieren, das geht aber leider auch immer zu Lasten der gewünschten Aromen.
Dasselbe gilt für die Behandlung mit Aktivkohle.

Ich würde sowas nicht verschenken....

Ob weiteres Aufzuckern nur die Alkoholausbeute
erhöht, dies aber zu Lasten des Aromas geschieht,
darüber scheiden sich in diesem Forum die Geister....
Die derzeit erreichten 15% reichen allemal für
1x Brennen. Vorlaufabtennung nach Temperatur, Nase+Zunge. Nachlauf genauso.

RE: Apfel-Quitten-Schnaps schmeckt verbrennt

Kusi am 19.12.2011 11:22:09 | Region: zürich
Danke für die Tipps,
Ich hab Kies als Anbrennschutz genommen.
Gebrannt hab ich in einer 10L Kupferapparatur die auch fürs brennen hergestellt wurde und Glas-intensivkühler. (Leider ist die öffnung viel kleiner als der Boden, so das ich kein Sieb reinbringe)

Die Maische ist bei mir aber schon sehr sehr dickflüssig.

Ich hab die Nachläufe nun über Aktivkohlegeklärt, ich glaub das Zeugs kann man nun nur noch zum mit Orangensamt oder Cola mischen verwenden.

Bei einer Verkostung hat niemand was von angebranntem gerochen oder geschmeckt. höchstens eine Bittere. Für mich riechts nach wie vor angebrannt.

Ich hab ja noch 70L Maische, evt. versuch ich in der neuen Apparatur einen Rührer einzubauen.

RE: Apfel-Quitten-Schnaps schmeckt verbrennt

PTeer am 19.12.2011 14:16:28 | Region: Saxen
Hi Kusi, Es geht wie im "Buch" beschrieben: 2-3 Lagen Haushaltrolle, Zellstoff o.ä. und 2 Tassen Wasser drauf. Ich lege darauf noch eine V4A Gaze damit beim Einfüllen von der halbfesten Maische nix verrutscht. Meines ist auch wesentlich größer als der Eingang oben aber das läßt sich ja biegen. Dann vorsichtig Maische einschaufeln und los gehts. Man muß trotzdem noch dezent arbeiten mit der Heizerei. Ich habe ebenfalls bei ungeduldigem Vorgehen schwarze Stellen am Boden beobachten können aber zumindest keinen Brandgeschmack im Destillat. Einfach und wirkungsvoll. Mit Rührwerk würde ich nicht anfangen bei diesen Mengen, das gibt wesentlich mehr technische Probleme als Papier und Wasser. Ein Destillat reinigen ist auch viel Arbeit mit eventuell zweifelhaftem Augang.