Diskussion zum Schnapsbrennen



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Anfänger Rezept
von: Ich Bins Nur am 17.Mär.2017 14:59:30
Region: Nord-Süd

Hallo Lieber der wo

So ich habe dein Rezept ausprobiert,ich habe aber nur 5 Liter angesetzt und somit alles halbiert.
Die Gärung verlief sehr schön, beinahe identisch mit einer nebenstehenden Zuckermaische, gedauert
hat es zwei Wochen, danach habe ich eine Woche absetzen lassen, abgezogen und nach ein paar Tagen
wieder abgezogen in den Kessel. Durch das zweimalige abziehen hatte ich ca. 500ml Maischeverlust,
somit blieben 4,5 Liter zum Brennen.
Als Blaukorn habe ich diesen genommen: NPK 15-3-20
Das Ergebnis davon waren, 500ml. mit ca. 60% und 800ml.mit ca. 29%, bei 12% aus dem Kühler habe
ich aufgehört.
Die Maische selber war sehr schön Trocken und auch die Reduzierung des Zuckers in der Turbomaische,
so wie von dir empfohlen,scheint sehr gut zu werden, allerdings habe ich noch keine Zeit gehabt,
davon etwas zu Brennen.
Die 500ml. die ich abgetrennt habe, haben entweder nur sehr wenig oder gar keinen Hefegeschmack,
auch ist mir bei der ganzen Geschichte kein unangenehmer Geruch oder Geschmack aufgefallen.
Da ich anfangs immer ein bisschen Vorlauf abtrenne, glaube ich hier ein bisschen Klebstoff gerochen
zu haben, aber sehr wenig nur, ein Schnapsglas.
Ich werde das auf jeden Fall noch mal Probieren und würde sollte es eine neue Auflage vom Buch der
Bücher geben, unbedingt empfehlen sich mit diesem Rezept zu beschäftigen und zu überlegen ob man
das nicht mit aufnehmen sollte.

Der wo, ich danke dir für deine Mühe, es hat mir sehr viel Freude bereitet dein Rezept
auszuprobieren.

Lg.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Schmickl am 17.Mär.2017 20:06:59
Region: Kärnten

Sehr gerne werden wir das Rezept bei der nächsten Auflage im Buch aufnehmen. Bitte hier nochmals die genaue Rezeptur angeben, da dieser Eintrag hier keine Antwort auf einen bestehenden Eintrag ist. Sonst könnte es sein, dass wir das falsche Rezept erwischen.

Schmickl
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 RE: Anfänger Rezept
von: der wo am 18.Mär.2017 11:41:01
Region: da wer

Na ist doch gut gelaufen. Insgesamt hast du inkl Vorlauf so 550ml Alk rausgeholt, also waren in den 4.5l... 550 : 4500 = 12.2%
Bzw etwas mehr, falls im Kessel noch bisschen was drinnen war.

Ich würde die beiden Fraktionen zusammenschütten und nochmal brennen. Oder warten, bis du die verdünnte Turbomaische gebrannt hast, und dann alles zusammenschütten und nochmal brennen.



Es geht um dieses Rezept:
http://www.schnapsbrennen.at/diskussion/20141105225333-01-03.html#20141105225333-01-03

copy&paste:

Für 10l Maische:

Zuerst Frischhefe in 30-35°C Wasser einweichen. 1 Block für 10-20l Maische. 100-200ml Wasser pro Block.

Dann...
-2.2kg Zucker
-100g Tomatenmark
-15g/1 El Blaudünger (möglichst einer mit Spurenelementen. Irgendwie kleinmachen, mörsern zB oder in heißem Wasser einweichen)
...in den Gäreimer.

-2l kochendes Wasser drauf, durchrühren.
-mit kaltem Wasser auf insgesamt 10l auffüllen. So, daß auch Sauerstoff mit reinsprudelt. Durchrühren. 25-35°C sollte es jetzt haben.
-die eingeweichte Hefe reinkippen. Gäreimer mit Gärspund verschließen.
-nach 1/2h nochmal Sauerstoff reinrühren. Wahrscheinlich hat es vorher schon angefangen zu gären und wird nach dem rühren aber kurz unterbrechen.

Eher warm vergären. Also möglichst über 20°C. Auch 30°C ist ok. Je nach Temperatur dauert es 1-2 Wochen, bis alles vergärt ist und die Hefe sich abgesetzt hat.

Vor allem wenn das Leitungswasser sehr weich ist, kann es zu Problemen mit niedrigem pH kommen. Das heißt, die Maische schmeckt nach der Gärung zwar sauer und alkoholisch, aber auch noch ein bisschen süss. Dann sollte man beim nächsten Mal 1 geh. El Calciumcarbonat (zB Gartenkalk) von Anfang an dazugeben. Dieses löst sich nur teilweise, das ist in Ordnung. Und schadet bei hartem Wasser auch nicht.

Ohne Bodensatz raubrennen. Pauschal aus 10l Kesselinhalt 2.5l Raubrand rausholen. Vor dem Feinbrand auf 30-40% verdünnen.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Bernd am 18.Mär.2017 16:14:24
Region: EU

Findet Ihr das wirklich so gut, mit Düngemitteln einen Schnaps anzusetzen? Persönlich würde ich wohl eher darauf verzichten.

Ich kenne jedenfalls keine Bezugsquelle für "lebensmitteltauglichen" Dünger wie zB. Blaukorn. Für mich ist das pure Chemie, die ich nicht im Getränk einsetzen will.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Ich bins Nur am 19.Mär.2017 11:07:22
Region: Nord-Süd

Hallo Lieber Bernd

Du findest Blaukorn nicht so gut? hast du eine Alternative?, möglichst mit genauen Angaben, dann her damit,
ich würde es ausprobieren.

Dieses Rezept, was ich da probiert habe, ist aus diesem Thread enstanden :

http://www.schnapsbrennen.at/diskussion/20141105225333-01.html#20141105225333-01

Wen du möchtest kannst du ihn ja mal durcharbeiten, du wirst sehen das ein paar Leute sich sehr viele Gedanken
gemacht haben, das ist nicht irgendwo bei You Tube gefunden oder so.

Und wie schon gesagt, hast du etwas das funktioniert und super Gesund ist , her damit:-)

Lg. und einen schönen Sonntag
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 RE: Anfänger Rezept
von: Kellergeist am 20.Mär.2017 08:43:50
Region: wien

wenn man "Blaukorn" und "Hefenährsalz" googelt stellt man teilw. identische Inhaltsstoffe fest.
Sicherlich ist Blaukorn die kostengünstigere Alternative. Für mich persönlich gilt bei unserem Hobby aber nicht die Devise "Geiz ist geil"
Blaukorn kommt in den Garten, Hefenährsalz in die Maische.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Ich Bins Nur am 18.Mär.2017 19:12:42
Region: Nord-Süd

Hallo
An die Leute aus Kärnten
Suchfunktion benutzen!! :-)

An der wo

Die Temperatur im Raum, war während der Gährung ziemlich konstant 22 Grad (Heizungsraum)
Dann hatte ich irgendwann mal hier gelesen, Butter in denn Kessel, seitdem habe ich das
immer gemacht auch bei deinem Rezept, ob es tatsächlich etwas bringt, ich habe ja nicht
die Mengen um mal so und mal so zu Brennen , ich machs einfach mit Butter.

Dieselbe Temperatur auch für die Turbo Zuckermaische, aber wie gesagt mit weniger Zucker
viel Sauerstoff beim auffüllen und der Zucker wurde in Wasser mit Zimmertemperatur
aufgelöst.
Ich muss eben die Zeit finden, dann werde ich auch mal 4,5 Liter davon Brennen, sollte
einen schönen vergleich möglich machen.

Und wie du schon gesagt hast, ein zweites mal Brennen, im Moment läuft mir allerdings
die Zeit ein wenig weg.

Vielen Dank und ein schönes Wochende

Lg.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Ed am 19.Mär.2017 19:48:41
Region: Hier

Hallo ,
Schön so ein einfaches , günstiges Rezept zu haben . Wie entsorgt ihr den blau Dünger ?
Mit freundlichen Grüßen ed
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 RE: Anfänger Rezept
von: Bernd am 20.Mär.2017 01:45:08
Region: EU

Es gibt Priester in Afrika, die das Trinken von Domestos als körperliche Reinigung glorifizieren. Mehr sage ich zu dem Thema Dünger etc. jetzt nicht mehr.

Besinnt Euch mal auf Zeiten, in denen man mit ganz einfachen Mitteln beim Brennen zu guten Ergebnissen kam - mittelalterliche Klöster bis Popcorn Sutton...:-)
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 RE: Anfänger Rezept
von: Ich Bins Nur am 20.Mär.2017 09:28:13
Region: Nord-Süd

Hallo Bernd

Du machst es dir ja sehr einfach, rufst hier rein das alles Doof ist und hast aber selber keine Alternative.

Vielen Dank

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 RE: Anfänger Rezept
von: der wo am 20.Mär.2017 10:45:26
Region: da wer

Bernd,
dann magst du auch keine Pflanzen essen, die gedüngt wurden?
Aber ich verstehe dich schon. Und wegen solcher Bedenken wird das Rezept wohl so auch nicht den Weg ins Buch finden, würde mich zumindest überraschen.
Gärsalze sind wie schon geschrieben auch nichts anderes. Gut, im Detail nicht ganz, und auch wahrscheinlich hygienischer abgefüllt, zum Teil aber auch besser (Spurenelemente).
Aber wenn du Wein trinkst, dann wurden da wahrscheinlich auch die Nährstoffe Ammoniumsulfat und Diammoniumphosphat reingegeben, um eine gute Gärung zu garantieren. Das sind auch die Basisstoffe eines jeden mineralischen Düngers. Und wir destillieren ja noch im Gegensatz zu den Winzern. Das sind Feststoffe, die bleiben im Kessel zurück. Auch in Turbohefe ist das drin. Pure Chemie, wie du sagst.

Ed,
den Blaudünger entsorgen? Wieso das denn? Du meinst die Schlempe? Naja, Schlempe ist immer so eine Sache. Manche tun sie auf den Kompost, bei den meisten landet sie wohl im Klo.
Wie "entsorgt" der Bauer denn den Dünger? Na teilweise landet er im Lebensmittel und der Rest im Grundwasser.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Koffergriff am 21.Mär.2017 12:51:24
Region: Mitteldeutschland

Moin,

das Rezept hier ist stark angelehnt an das von birdwatcher aus dem Homedistiller Forum...
Dort wird als zusätzliche Hefenahrung Bittersalz (Epsom salt) genommen.
Das nehmen manche als Kur zu sich, kann also nicht sooo schädlich sein.
Das ist aber fakultativ.
Meine Experimente haben gezeigt dass das Tomatenmark als Nährstofflieferant hier völlig ausreicht.
Hier noch der Rechner zu besagtem Rezept, wo man die Mengen der Ingredienzen ausgerechnet bekommt:
http://shuggo.com/birdwatchers/calculator.htm
Hab es bereits mehrmals so gemacht, als Heizung einen Aquariumheizer ins Gärfass gehangen, auf 28 Grad gestellt und ab geht er.
2x brennen, fertig ist ein seeehr geschmackloser Neutralalkohol.
Geldeinsatz mit frischer Backhefe für 25 Liter Maische ca. € 5,-
Ich glaube das Rezept ist von daher schon unschlagbar.
Ausbeute nach verdünnen, etwa 5,5-6 Liter mit 45%.
Das kann man sicher durchaus mit ins Buch aufnehmen, dann wirds aber auch schwerer die Turbohefe an den Mann zu bringen, denn die kostet alleine schon fast so viel wir hier alle Zutaten zusammen. ;-)
Man sollte es nicht glauben aber es schmeckt trotz Backhefe hinterher überhaupt nicht nach Hefe.
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 RE: Anfänger Rezept
von: der wo am 22.Mär.2017 18:09:39
Region: da wer

"Meine Experimente haben gezeigt dass das Tomatenmark als Nährstofflieferant hier völlig ausreicht."
Ja? Dann hast du auch testweise mal zusätzlich Nährstoffe zugegeben und hast keine Unterschiede gemessen? Oder bist du halt einfach nur zufrieden mit dem was du erreicht hast?
Meine Experimente haben gezeigt, daß das Tomatenmark nicht ausreicht. Aber natürlich wird auch ohne Nährsalze der Großteil des Zuckers in Alkohol umgewandelt. Hast du irgendwelche Messergebnisse, eine Spindelmessung nach der Gärung zB oder einen Raubrand bis 100°C? Ich schon: -5 Oechsle ohne Dünger nach 4 Wochen. -13 Oechsle mit Dünger nach zwei Wochen. Das sind 1.1vol% mehr in der Hälfte der Zeit. Warum? Weil die Hefe mit der Gesamtsituation wesentlich besser zurechtkommt. Das wird geschmacklich eher Vorteile haben. Und Restzucker hat Nachteile, zumindest bei so etwas geschmacksarmem wie Neutralalk ist das schmeckbar. Und die schnellere Gärung bläst vielleicht mehr flüchtige Aromen aus (was in diesem Fall vorteilhaft ist) und vermindert Infektionseinflüsse, wobei auch noch anzumerken ist, daß gerade Backhefe für eine schnelle Gärung sehr geeignet ist.

Wenn man ohne Dünger/Nährstoffe auskommen will, empfehle ich weniger Zucker (max. 1.7kg auf insg. 10l aufgefüllt) und Verdoppelung der Hefemenge.

Bittersalz ja oder nein hat bei mir keinen Unterschied gemacht. Schadet sicher nicht. Aber warum gerade das seinen Weg in das birdwatchers Rezept gefunden hat und nicht irgendwas mit Stickstoff oder vielleicht auch Vitamin B1, ist mir schleierhaft. Noch dazu in dieser homöopathischen Dosierung (0.06 Teelöffel pro 10l Maische...die spinnen die Vögelbeobachter). Gibts übrigens auch für Pflanzen im Gartencenter.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Koffergriff am 23.Mär.2017 08:30:17
Region: Mitteldeutschland

Nein, meine Experimente sind nicht so ausführlich.
Und Ja, ich habe auch schon mit Hefenährsalz vergoren.
Die Ergebnisse waren für mich geschmacklich nicht weit voneinander entfernt.
Positive Tendenz aber zu dem Ergebnis ohne Nährsalz.
Mit dem Dünger produzierst Du ja wieder eine Turbohefe - das ist es was ich nicht will.
Da nehme ich weniger Ausbeute in Kauf, ich produziere auch keine Hektoliter davon...
Möglich ist dass es schneller ging und möglich ist auch dass die Ausbeute besser war.
Dafür ist es ohne Nährsalz mehr "BIO".
Ich habe aber verschwiegen dass ich etwa 10 % weniger Zucker nehme als angegeben - Hefemenge jedoch wie angegeben.
Und natürlich kommt es auch auf die Sorte und Frische der (Back)Hefe an.
Ich bin jedenfalls zufrieden und vergäre weiterhin ohne Nährsalze zu einer trockenen Maische.
Auch ging es hier ja ursprünglich um ein "Anfängerrezept" - also ohne nach dem Aldi noch zu Dehner zu müssen... ;-)
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 RE: Anfänger Rezept
von: Ich Bins Nur am 23.Mär.2017 10:50:32
Region: Nord-Süd

Hallo lieber wo, Hallo lieber Koffergriff

Es Freut mich sehr, das ihr das Thema hier Diskutiert, Ertrag sollte für einen
Anfänger, finde ich zumindest uninteressant sein, einfache machbarkeit und dann
Schritt für Schritt weitermachen.

Das ganze ist so faszinierend, ich wollte ja nie eine richtige Maische ansetzen,
habe immer nur Apfelsaft gemacht, jetzt fängt es aber an zu kribbeln und ich kann
es kaum erwarten, das die Äpfel reif werden. Ich habe selber nur einen Apfelbaum
und der ist sehr Alt, aber mittlerweile, habe ich schon einige Bäume gefunden,
die niemand aberntet :-)

Da es wohl auch ohne Dünger geht, kann sich jetzt jeder aussuchen was er möchte.
Das ist doch schön, mich freut es jedenfalls.

Vielen Dank

Lg.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Aragones am 23.Mär.2017 09:08:55
Region: Wolfsgrund

Hallo Zusammen;
Bin ja sicher kein Experte auf dem Gebiet….aber hier dennoch meine subjektiven bedenken !
Das die Hefe Nährstoffe vertragen bzw. benötigen die im Blaukorn enthalten sind will ich gar nicht anzweifeln.
( sicherlich sind dies auch in ähnlicher Form in der Turbohefe auch enthalten – dann doch hoffentlich nicht aus Blaukorn sondern anderen Quellen)
Was mich aber gegenüber den Blaukorn etwas bedenklich stimmt ist :
- Vermissen der „Lebensmitteltauglichen“ Lagerung bzw. Handhabung ( Ist Schüttgut mit meines Wissens keinen besonderen Auflagen bezüglich Lebensmittel gerechten Hygienevorschriften!?)
- Ist die Tatsache das einige meiner Bekannten aus dem Gewerbs -Obst und Gemüse Anbau akribisch darauf achten welche Sorte Blaukorn sie, – wenn überhaupt, verarbeiten da je nach Anbieter unterschiedlich starke Mengen Uran enthalten sein sollen. Leider fehlen mir hier verlässliche.
- Quellenangaben )
Auf der einen Seite wir hier im Forum über Verwendung von Silber Lot und Rotguss/ Messing Verbindungen etc. und damit einher gehenden Bedenken bezüglich Blei und anderen Eitragungen in das Endprodukt diskutiert auf der anderen Seite Blaukorn mit seinen kontrovers zu betrachtenden Eigenschaften bedenkenlos angewandt. Das irritiert mich nun schon etwas.
Ich werde dann doch lieber auf andere Nährstoffquellen zurückgreifen ! ( wollte ich einfach mal loswerden)

Dennoch danke an alle die Ihre Erfahrungen und Rezepte hier bereitwillig teilen.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Ich Bins Nur am 23.Mär.2017 14:29:10
Region: Nord-Süd

Hallo Aragones

Dann teile uns doch bitte deine anderen Nährstoffquellen mit, man kommt ja sonst nicht wirklich weiter.

Vielen Dank
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 RE: Anfänger Rezept
von: der wo am 23.Mär.2017 15:39:01
Region: da wer

Ich bin ja auch nicht grundsätzlich unzufrieden mit ungedüngtem birdwatchers.
Ab wieviel Zutaten ist es kein Anfänger-Rezept mehr? Ich hab halt Dünger im Rezept, das Original hat Zitronensäure und Bittersalz dabei, nicht wirklich einfacher.

Alles was unhygienisch im Sinne von Erregern ist, wird das Destillieren und den hohen Alk nicht vertragen. Für Wein würde ich Dünger nicht verwenden.

Über Uran in Düngern wurde hier schonmal diskutiert. Leicht mit der Suchfunktion zu finden.
Damals hab ich ua geschrieben:
"Trinkwasser in Deutschland darf bis 10yg/l Uran enthalten.
Der TDI, also was man "bedenkenlos" täglich einnehmen kann, liegt bei 0.6yg Uran pro kg Körpergewicht, also bei 60kg dann 36yg pro Tag und Nase.
Von den weltweit durchschnittlich 1.5yg pro Tag, werden etwa 1.4yg mit Lebensmitteln und nur 0.1yg mit Trinkwasser aufgenommen.
36yg täglich bedenkenlos, wir nehmen aber eh nur 1.5yg auf. Hm. Und die 10yg/l im Trinkwasser werden wohl auch längst nicht ausgeschöpft, sonst wären wir ja nach einem Glas schon über den 1.5yg, und der Großteil soll ja über die Lebensmittel kommen... Übrigens die Grenzwerte Uran/Trinkwasser sind in manchen Ländern bis zu 100x höher as in der BRD, je nachdem wieviel Uran im Boden ist, darf auch im Trinkwasser sein... und die leben dort immer noch.
Der Urangehalt in Düngern ist höchst unterschiedlich, je nachdem wo das Phosphat herkommt, angeblich bis 400mg pro kg Phosphat. Der Dünger fügt also bei meiner Rezeptur der Maische im schlimmsten Fall 53yg/l Uran hinzu (hab ich errechnet). Meine Maische entspricht also nicht mehr der deutschen Trinkwasserverordnung (wohl aber der vieler anderer Länder), wenn man die Maische nicht als Trinkwasser sondern als Lebensmittel sieht, ist der Urananteil aber (aus den 0.1y und 1.4y geschätzt) wohl deutlich geringer als zB der von Brot (Getreide nimmt relativ viele Schwermetalle aus dem Boden auf). Auch eine Frucht- oder Getreidemaische wird mehr Uran enthalten, als meine gedüngte Zuckermaische."

Da Gärsalze oft nur aus DAP bestehen und damit vollkommen unnötige 46%! Phosphat enthalten, der Dünger vom OP nur 3% Phosphat, wird in ungereinigtem Gärsalz statistisch wesentlich mehr Uran sein als in Dünger. Wie viel davon dann bei der Reinigung beseitigt wird, weiß ich nicht.

Unsere Gesamturanbelastung hängt im wesentlichen davon ab, wo wir leben und unsere Lebensmittel her beziehen. Wenn es in unserer Gegend Uranvorkommen gibt, dann werden die Lebensmittel belastet sein. Daß unsere Grenzwerte so strikt sind, liegt daran, daß sie hier so einfach ein zuhalten sind. In Osteuropa ist das anders, mehr Uranvorkommen, mehr Uran in den Lebensmitteln, laschere Grenzwerte.

Das mit dem Blei im Lötzinn und auch im Messing, da geht es halt um wesentlich höhere Mengen. Bei Messing geht es um 2-3% Blei, bei so was wie Radiolot um 40% Blei.
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 RE: Anfänger Rezept
von: Ich Bins Nur am 23.Mär.2017 17:33:27
Region: Nord-Süd

Hallo der wo

Es ist echt Klasse wie viel Arbeit du dir mit uns machst, ich finde das ganz Toll von dir.

Danke auch an die Kritiker, allerdings sollte auch Kritik nachvollziehbar sein, wir leben
ja in einer Zeit, wo wir gar nicht wissen was wir Essen oder Trinken, die Horrormeldungen
kennen wir alle, ich will gar nicht wissen, was wir noch nicht wissen.

Ich finde beide Rezepte sehr gut, jetzt hat man eine Wahl, jeder kann sich über die
Inhaltsstoffe informieren und für sich zusammenstellen, wer bedenken hat, hat einfach
ein bisschen weniger Ertrag, ist doch egal.

Vielen Dank
Lg.
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 RE: Anfänger Rezept
von: aragones am 24.Mär.2017 15:00:07
Region: Wolfsgrund

Hallo Nur,

Ich kann dir leider keine Alternative anbieten … wie gesagt bin hier auch nur Anfänger und bislang noch froh das es das „Rundumsorglos Paket Turbohefe“ gibt das mich vorläufig noch von solchen Überlegungen entbindet.
Will hier auch keinen Glaubenskrieg lostreten – fühle mich aber dennoch frei genug um hier mitzuteilen dass es mich immer noch schüttelt bei dem Gedanken „Blaukorn“ in die Maisch zu geben. Zugegeben absolut subjektiv und bar jegliche wissenschaftlicher Erklärung!
Lieg vielleicht auch an der eher abschreckenden blauen Farbe 


Hallo Wo,

Danke für Deine, fast schon wissenschaftliche Abhandlung zum Thema Uran.
Sehr aufschlussreich und beängstigend zugleich – aber das eher im allgemeinen als im Bezug auf unser Hobby.
Habe gelernt das die Zugabe von Blaukorn als Nährstoffespender wohl objektiv eher als unkritisch zu betrachten ist. Subjektiv bleibt oben genanntes Gefühl.

Damit bleibt wie „Nur“ schon geschrieben hat : jedem das seine und jeder nach seiner Fasson und eigenen Entscheidung !

Schließe mich der Danksagung von „ Nur“ an:
Danke an „ Wo“ für seine Beiträge hier (und natürlich auch an all die vielen anderen).
Selbige sind stets fundiert und zeugen von einem breiten Wissen und viel Erfahrung zu einem sehr breiten Spektrum rund um unser Hobby – Hut ab !
Ich habe hierdurch viel zum unserm Hobby lernen können und habe sicherlich noch viel zu lernen – und werde sicherlich noch die ein oder andere Frage stellen (die ggf. .schon in einem der 30.000 Beiträgen beantwortet wurde) - stehe da ja noch in den Startlöchern.

"Nix für ungut" und Grüße
Aragones
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Design und Implementierung:
Helge Schmickl