Diskussion zum Schnapsbrennen



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Eiche vom Baumarkt
von: Marc Rieß am 07.Mär.2018 11:59:41
Region: Ontario

Hallo ihr Lieben!

Ich habe meine Maische auf 65% Neutralalk gebrannt. jetzt möchte ich mal mit Eiche lagern. Nun die Frage: kann ich einfach eine unbehandelte Holzleiste (Eiche) vom Baumarkt meines Vertrauens im Backofen "toasten" und dann rein in die 65% oder muss ich unbedingt die "Chips" holen? Ausgangsmaische war nach Wineos' Rezept.

Liebe Grüße
Marc
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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: der wo am 08.Mär.2018 11:14:35
Region: da wer

Ich persönlich hab da immer Bedenken, da ich nicht weiß, wie das Holz behandelt wurde. Fungizide oder so. Daher würde ich immer entweder zu "Jack Daniels Smoking blocks" greifen (leider sind die aber nicht immer erhältlich) oder zu Weinfassdauben (aus der Bucht schicken lassen). Die sind ja quasi "lebensmittelecht". Und es ist Kernholz und es ist lange gelagert. Es hat also auch eine höhere Qualität. Ob schmeckbar? Wer weiß.
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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: aragones am 08.Mär.2018 16:11:01
Region: mittelerde

.. ich habe vom Brennholzstapel ein Stück Eiche genommen ein paar Scheiben runtergesägt
( natürlich entrindet) und in den Toaster gesteckt.. ( im Freien). Danach noch ein paar Wochen in Rotwein eingelegt und dann für mittlerweile 5 Monate in neutral Alk mit 65% eingelegt ..ist braun geworden schmeckt nach Eiche/ Holz .... :-)
eine Verkostung von unterschiedlichen Holzdosierungen und ein Quervergleich zu Neutalalk und verschieden gekauften, Eichenchips aus dem " Fachhandel für Spirutousen" steht noch aus ....
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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: Marc Rieß am 08.Mär.2018 18:56:44
Region: Ontario

@der wo
Das habe ich mir gedacht allerdings bieten die Baumscheiben (unbehandelt) an. Ich komme leider an den "Smoking blocks" nicht ran und das nächste wäre dann die "Weber Räucherchips", und laut deren Seite...Die Räucherchips Whiskey werden aus Whiskeyfässern hergestellt und verleihen Fleisch- und Geflügelgerichten das perfekte intensiv-süßliche Aroma.

Aber jetzt hast du mich verunsichert da ich irgendwo hier gelesen habe dass die Einlagerung eine sehr geschmacksvolle Note in die Neutralen bringt. Was meinst du, kann ich auch diesen chips benutzen? Natürlich erst "getoastet"
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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: Bilbaino am 08.Mär.2018 20:34:49
Region: Costa Blanca

Eichen gibt es ja fast überall.Ein kräftiges Aststück lagern. Unser Hobby ist ja sowieso recht zeitaufwändig. Einmaischen, abwarten,destillieren, lagern. Bis dahin ist das Holz abgelagert, trocken. Dann wie aragonés schreibt.
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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: Whisky-Leerer am 08.Mär.2018 22:42:39
Region: Chemieraum

Die Weber Chips sind brauchbar, wenn auch weniger geschmacksintensiv als die Jack blocks, mit leicht srohiger Note wenn direkt verwendet(meiner Meinung nach). Ich vermute, das sind alle möglichen Fässer und Eichensorten, die irgendwie mal mit Whisky in Berührung gekommen sind. Man kann sie aber toasten und dann ganz passable Ergebnisse erzielen. Einzelne dicke Schnipsel lassen sich sogar kurz mit der Flamme ankohlen.
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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: der wo am 09.Mär.2018 12:21:22
Region: da wer

Marc,
unbehandelte Baumscheiben. Einerseits hast du damit natürlich gut Zugriff auf Kernholz, andererseits wozu bieten die das an? Zum Verfeuern? Als Dekor? Zum Basteln? Ich glaub nicht, daß das Holz gut gelagert ist. Holz für Fässer wird in Rohform gesägt und dann dem Wetter ausgesetzt 1-2 Jahre gelagert. Dananch sind Tannine und Wandschrank-Geschmack ausgewaschen. Wie Konstruktionsholz aus dem Baumarkt gelagert wird, weiß ich nicht. Eine gewisse Lagerung wird sicher gemacht worden sein, da sich das Holz ja nicht mehr groß verändern darf.

Und Chips aus Fässern haben meiner Meinung nach das Problem, daß die Stücke zu klein sind. Nicht nur, um eine Kohleschicht anzubringen ohne daß nichts übrigbleibt, sondern auch, um sie erstmal zu reinigen. Die Fässer standen jahrelang auf irgendeinem dreckigen Boden. Spinnweben. Rost oder Zink von den Fassreifen. Irgendwelcher Schimmel hat das Holz außen geschwärzt. Wenn man das in den Rohwhisky gibt, wird der ersteinmal grau. Fassdaubenholz sollte man ersteinmal abschleifen. Dann wärmebehandeln. Geht das mit Chips ohne daß man nur noch ein Häufchen Spreisel in der Hand hat?

Wie gesagt "Fassdaube" in der Bucht eingeben und du findest Wein-, Cognac-, und Whiskydauben. Vekohlte Dauben sind amerikanische Weißeiche, hellere sind europäische Eiche.
Oder mit "Whisky Chunks" findest du schon kleingesägte Kleinmengen.
Sticks daraus sägen oder abspalten, rundherum abschleifen (Winkelschleifer, Bandschleifer).

Hier...
http://schnapsbrennen.at/diskussion/20151121120512.html
...Kapitel "Reifung mit Sticks" und "Toasten im Backofen"
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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: Marius am 09.Mär.2018 16:04:57
Region: eu

der wo,
ich habe mehrere Weinfassdauben, Rotweinfassdauben um genau zu sein.
Diese würde ich gerne für die Destillatveredelung nutzen. Hierzu habe ich sie bereits im letzten Jahr ordentlich, mit dem Dampfstrahler von dem von dir erwähnten teilweise Schimmelbesatz auf der Außenseite gereinigt. Den Winter haben sie dann trocken im Haus verbracht.
Ein paar Millimeter auf der Innenseite der Dauben ist deutlich sichtbar vom Rotwein durchzogen.

Wie gehe ich nun weiter vor?
a) Muss die Rotweinschicht auf der Innenseite komplett wie die Außenseite der Fassdauben abgeschliffen werden?
b) In welche Maße würdest du die Dauben sägen?
c) Sollten sie, z.B. für eine anstehende Whiskybehandlung getoastet werden?
d) Würdest du alle Sticks toasten oder auch welche ungetoastet verwenden?
e) Welche Sticks -getoastet / ungetoastet- wofür?
f) Würdest du auch welche, z.B. in Sherry, Portwein, .... einlegen um sie nach einiger Zeit zur Aromatisierung eigener Destillate zu verwenden?
g) Wie lange würdest du diese Sticks in den Aromaträgern -Sherry, Portwein, ....- belassen, bevor du sie in die zu aromatisierenden Destillate gibst?

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 RE: Eiche vom Baumarkt
von: der wo am 10.Mär.2018 11:38:11
Region: da wer

a) Wenn die Innenseite einen außer vom Wein sauberen Eindruck macht, kann sie bleiben, finde ich. Aber wie du willst. Es wird keinen großen Unterschied machen, glaube ich.
b) Ich zersäge die Daube erst quer in verschiedene Längen, damit man dann verschieden lange Sticks hat, so 5-10cm. Und dann spalte ich diese "Chunks" längs mit einer Axt, so daß ich dann max 2cm breite Sticks bekomme. Die Dauben sind ja auch immer so 2cm dick. Damit diese Sticks dann in meine 1l-Weithalsflaschen passen (und ich sie irgendwann auch wieder rausbekomme, sie quellen nämlich etwas auf), muss ich die Kanten noch etwas abschnitzen. (BTW, deren Deckeldichtungen enthalten leider Weichmacher. Seitdem ich das weiß, lege ich eine Lage 0.3mm dicke Teflonfolie in die Deckel.)
c,d,e) Da bisher nur eine Seite getoastet wurde, muss man auf jeden Fall noch was machen. Wie im link beschrieben. Entweder nur mit Flamme oder kurz in den Ofen und dann Flamme. Entweder nur toasten oder verkohlen oder beides.
f,g) Die verkohlten für Bourbon nicht, die anderen schon. Wobei es mir da eher um die Auslaugung des Holzes geht, als darum, dem Holz eine bestimmte Geschmacksnote zu verpassen. Ich mag ausgelaugtes Holz für Malt Whisky. Wenn man zB eine Sherrynote im Whisky haben möchte, kann man auch direkt in den Whisky etwas Sherry geben. Ich finde, es schmeckt sehr authentisch. Mach dir halt einfach mal ein paar Sticks und lege sie in Sherry ein. In 20%igen, damit nichts gammelt. Wenn du sie dann brauchst, nimm sie. Wenn man Sticks im Vorhinein beschleunigt auslaugen möchte, kann man kochendes Wasser nehmen. Dabei wird man eher die süssen Geschmäcker los. Oder heißen hochprozentigen Neutralalk. Dabei eher die würzigen Noten.
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Helge Schmickl