Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3588:

    Hallo!
    Mit welcher Dichte von Zucker rechnet ihr Rechner auf dieser Seite? Meiner logischen Erklärung zu Folge müsste es eine Dichte von 1,425 kg/l sein. Wenn ich mit diesem Tipp richtig liegen sollte, würde ich gerne noch wissen wie dieser Wert zu Stande kommt, weil als Beispiel Saccharose eine Dichte von 1,57 kg/l hat.
    Vielen Dank für Ihre Mühen.
    MfG
    Lixe


    lixe, Baden-Würtemberg
    23.Jul.2011 22:41:57


      Wenn Sie die Zucker-Alkohol-Rechner-Seite weiter nach unten scrollen, sehen Sie die Berechnungsgrundlagen des Rechners. Die jeweiligen Umrechnungsformeln finden Sie in nahezu jeder Fachliteratur für Winzer und Kellereibedarf bzw. in der Beschreibung eines Zucker-Refraktometers. Wie ersichtlich wird die Dichte von festem Zucker für die Umrechnungen gar nicht verwendet. Anmerkung: die Dichte von festem Zucker ist nicht gleich groß wie in gelöster Form, daher auch diese Formeln.

    Eintrag Nr. 3587:

    Hallo Herr Doktor.
    Je mehr ich brenne und versuche, umso mehr Fragen entstehen :-)
    1. Kann ich Hollunder- und Vogelbeeren mit dem Stabmixer zerkleinern, wobei allerdings auch die kleinen Kerne zerstört werden?
    2. Ist der Temperaturverlauf einer Anlage immer gleich? Ich die Temp. für den Nachlaufbeginn bestimmt:90 °(im Vergleich zu Ihren Anlagen 91 °)
    Heißt das auch das bei meiner Anlage (80 L) auch der Edelbrand bereits bei ~79,5 ° beginnt (ausgehend von einer hochgradig vergorenen Maische mit ca. 18 %).zumindest wäre es ein Anhaltspunkt wann ich mit dem schnüffeln beginnen muss :-)
    3. Ich habe etwas widersprüchliches bei einem sehr bekannten und teurem Schanpsproduzenten gefunden. In seine Schnapsfibel schrebt er: "Den Vorlauf, ein hochwertiges Beiprodukt, setzen wir mit Arnika, Ringelblume, Beinwell und Rosskastanie an. Seine heilkräftigen Fruchtauszüge sind nämlich ein altbewährtes Tiroler Hausmittel zur Behandlung von Verstauchungen, Muskelkater und Sportverletzungen."
    Vorlauf enthält meines Wissens und Ihren Angaben nach jede Menge giftstoffe die auch über die Haut aufgenommen werden können oder?
    Wie immmer vielen Dank im Voraus.
    Franky


    franky_begood, Slowenien
    23.Jul.2011 13:53:36


      ad 1) ja
      ad 2) ja, das ist richtig
      ad 3) Haben wir früher bei den Seminaren auch immer erzählt, bis mich Ärtze darauf aufmerksam gemacht haben, dass der Vorlauf auch über die Haut aufgenommen wird. daher: gleiches Rezept, allerdings statt Vorlauf einen vorlauffreien Alkohol dafür verwenden.

    Eintrag Nr. 3586:

    Hallo !
    Kann mir jemand sagen, weshalb mein Kirschbrand-Ansatz (maische) einfach aufgehört hat zu gären?? Hab ich noch nie gehabt. Wäre schön wenn mir jemand helfen könnte.
    Danke im voraus


    Kansas-Peter, Hannover
    20.Jul.2011 13:33:22


      Das kann mehrere Gründe haben: für die Hefe ist keine Nahrung mehr vorhanden, daher Zucker ist aufgebraucht. Es ist zu kalt, unter ca. 14°C, es ist zu warm, über ca. 25-27°C. Sie haben zuviel Zucker auf einmal zugegeben oder Sie haben zu viel angesäuert, sodass pH unter 2,5.

    Eintrag Nr. 3585:

    Sehr geehrter Herr Schmickl
    Ich habe den Baum voll mit Kirschpflaumen (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschpflaume),
    Durchmesser ca. 2 - 3 cm.
    Mein Gedanke war, daß ich die jeweilige Menge kurz einfriere, damit sie etwas matschiger
    werden und damit sich die Kerne besser herauslösen lassen.
    Mein Kessel hat 6l Volumen und sollte, laut Ihrem Buch, ja nur zu 3/4 voll sein.
    Meine Fragen:
    1. Da ich selbst noch nie gebrannt habe, würde es mich als erstes interessieren, wie man Maische
    brennt. Das Dicke in den Aromakorb und das Dünne unten im Topf oder das Dicke UND das
    Dünne unten im Topf (und dafür frische Fruchtstücke im Aromakorb) ?? Es soll ja schließlich auch
    nicht anbrennen...
    2. Weiterhin würde es mich interessieren, wieviel kg Früchte ich für eine Charge meiner Kesselgröße
    einmaischen muß.
    3. Wieviel würden Sie, mit Ihrem Erfahrungsschatz, für eine Charge (siehe oben) von nachfolgenden
    "Zutaten" empfehlen??
    - Turbohefe
    - Pectinase (würde ich meiner Meinung nach trotzdem nutzen, wegen der Ausbeute)
    - Zucker
    - Hefenährsalz
    - anderes noch empfehlenswert?
    Gären lassen wollte ich die Maische, wie meinen Hauswein bisher, in blauen Plastikfässern mit
    schwarzem Deckel (inkl. Dichtung) und Spannring vom Baumarkt. Dort habe ich mit ner Lochkreissäge
    den Deckel für den Stopfen des Gärröhrchens präpariert.
    4. Turbohefe wird ja etwas hochprozentiger. Kann dies dem Plastik etwas anhaben oder Stoffe aus dem Plastik herauslösen oder muß ich mir da keinen Kopp machen?
    5. Gibts für einen Anfänger (für mich) noch andere Dinge zu beachten, kleine Tips vielleicht, die nicht im
    Buch stehen?
    Für Ihre Antworten danke ich im Voraus bestens.
    Gruß Ronald


    Ronald, Oberlausitz / Schweiz
    20.Jul.2011 11:15:42


      ad 1) siehe Buch: Anbrennschutz einsetzen, Maischen darüber einfüllen.
      ad 2) ca. 4 Liter Fruchtbrei.
      ad 3) steht ebenfalls im Buch: Turbohefe enthält bereits Hefenährsalz, Mengen sind im Buch angegeben und auf dem Beipackzettel der Hefe. Fass ist in Ordnung, wenn es lebensmittelecht bzw. zum Einmaischen gedacht ist.
      ad 4) Das ist kein problem
      ad 5) nein, eigentlich steht alles im Buch, ggf. nochmals durchlesen.

    Eintrag Nr. 3584:

    Eintrag 3580
    Verehrter Herr Dr. Schmickl,
    vorab einmal herzlichen Dank für ihre Bücher und dieses Forum. Es ist eine große Freude sich hier austauschen zu können.
    Eine Frage zu 3580: warum die Schokolade in den Aromakorb? Sei schmilzt doch weg und tropft in den Neutralalkohol. Ich denke es reicht die Schokolade direkt in den Neutralalkohol zu geben, bei langsamem Brennen wird die doch hoffentlich nicht am Boden festgehen und ich brauche den Aromakorb nicht zu säubern.
    Vielen Dank für ihre Antwort und so weitermachen.


    Harm Los, Irokesien
    18.Jul.2011 04:09:31


      Danke, das freut uns!
      Ja, selbstverständlich geht das auch, allerdings besteht dann die Gefahr, wie Sie auch schreiben, dass etwas anbrennt. Im Optimalfall ist der Aromakorb nach dem Brennen leer, weil alles hinuntergetropft ist bzw. sich aufgelöst hat. ;-)

    Eintrag Nr. 3583:

    Besten Dank für das interessante und informative Buch! Nach der Lektüre habe ich nun begonnen meine Früchte (Marillen) einzumaischen. Da ich jedoch meine Maischebehälter nicht auf einmal vollgebracht habe hat sich für mich eine Frage aufgeworfen.
    Schadet es der Qualität der Maische wenn sie nicht auf einmal fertiggestellt werden kann sondern erst im Laufe einer Woche fertiggestellt wird?
    Mit freundlichen Grüßen
    Felix C.


    Felix, NÖ
    14.Jul.2011 12:31:41


      Überhaupt nicht, so lange die Maische noch deutlich gärt können frische zerkleinerte Früchte zugegeben werden. Auf die sonstigen Zutaten nicht vergessen. Diese Methode ist geschmacklich sogar besser als den ganzen Baum auf einmal abzuernten und einzumaischen. Werden die Früchte nach und nach zugegeben, sind sie immer optimal reif. Wird der ganze Baum abgeerntet, sind zwangsläufig auch weniger reife Früchte dabei.

    Eintrag Nr. 3582:

    Zu 3579
    Ein Stück Baumwollleinen ( altes Bettlaken) anfeuchten und auf den Kolbenboden bugsieren. Dann Maische einfüllen und nichts brennt mehr an. Nach dem Brennen aus dem Kolben fummeln, lol. Aber es funktioniert.
    Gruß an die Gemeinde


    Kai Künstler, Baden
    08.Jul.2011 18:50:37


      Danke für den Tipp! Das mit dem "aus dem Kolben fummeln" habe ich unter 3579 gemeint.

    Eintrag Nr. 3581:

    Was kann ich mit dem Wein machen, den ich zum herstellen von Weinbrand benutzt habe.

    hejo, nrw
    07.Jul.2011 15:22:37


      Sie meinen den Rückstand im Kessel nach dem Brennen? Wegschütten.

    Eintrag Nr. 3580:

    Sehr geehrter Herr Schmickl,
    mich würde interessieren, ob sie irgendwelche Erfahrungen mit der Herstellung von Schokoladenschnaps haben. Unter "Diskussionen" gibt er diverse Ansätze, allerdings ist recht wenig zu finden. Ich habe vor 2 Wochen einen Versuch mit Bitterschokolade versucht, das Mischungsverhältnis mit Wasser beträgt 1:1. Dazu wurde wie üblich der PH-Wert eingestellt und Portweinhefe hinzugegeben. Die Maische gärt, allerdings ist ein etwas säuerlicher Geruch und Geschmack festzustellen. Im Forum wurde bereits überlegt, ob sich das enthaltene Fett negativ auswirken könnte. Falls dem so ist, würde mich interessieren, wie man in diesem Fall vorgeht. Den PH-Wert meiner gärenden Maische habe ich nochmals überprüft, er stimmte.
    Für Hinweise bezüglich dieses Experimentes wäre ich Ihnen dankbar.
    Viele Grüße,
    Maik


    Maik, München
    02.Jul.2011 10:24:13


      Das haben wir auch noch nie probiert, gemäß Ihren Angaben sollte es jedoch funktionieren. Vermute nicht, dass der Fettanteil stört. Reife Walnüsse enthalten auch Fett/Öl und können auch vergoren werden.
      Was jedoch geschmacklich sehr gut gelingt ist Schokoladegeist: dazu ca. 200 g zerkleinerte Schokolade je 1,5 Liter Alkohol mit ca. 11-13%vol in den Aromakorb geben.

    Eintrag Nr. 3579:

    Herzlichen Dank für Ihr gelungenes Buch. Ich besitze eine Glasdestille ohne einen Anbrennschutz für mene angesetzte Maische. Gibt es da dennoch Möglichkeiten? Ich dachte daran z.B. zwei Lagen Fliegengitter mit Küchenkrep dazwischen in den Glaskolben einzuführen,- wäre das eine Möglichkeit?
    Herzlichen Dank und schöne Grüße!


    Martin S., D
    23.Jun.2011 20:39:50


      Danke, das freut uns!
      Ja, natürlich geht das auch, allerdings haben Sie dann einen Einweg-Glaskolben. Denn wie bekommen Sie das Ganze durch den Flaschenhals wieder heraus?

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