Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3581:

    Was kann ich mit dem Wein machen, den ich zum herstellen von Weinbrand benutzt habe.

    hejo, nrw
    07.Jul.2011 15:22:37


      Sie meinen den Rückstand im Kessel nach dem Brennen? Wegschütten.

    Eintrag Nr. 3580:

    Sehr geehrter Herr Schmickl,
    mich würde interessieren, ob sie irgendwelche Erfahrungen mit der Herstellung von Schokoladenschnaps haben. Unter "Diskussionen" gibt er diverse Ansätze, allerdings ist recht wenig zu finden. Ich habe vor 2 Wochen einen Versuch mit Bitterschokolade versucht, das Mischungsverhältnis mit Wasser beträgt 1:1. Dazu wurde wie üblich der PH-Wert eingestellt und Portweinhefe hinzugegeben. Die Maische gärt, allerdings ist ein etwas säuerlicher Geruch und Geschmack festzustellen. Im Forum wurde bereits überlegt, ob sich das enthaltene Fett negativ auswirken könnte. Falls dem so ist, würde mich interessieren, wie man in diesem Fall vorgeht. Den PH-Wert meiner gärenden Maische habe ich nochmals überprüft, er stimmte.
    Für Hinweise bezüglich dieses Experimentes wäre ich Ihnen dankbar.
    Viele Grüße,
    Maik


    Maik, München
    02.Jul.2011 10:24:13


      Das haben wir auch noch nie probiert, gemäß Ihren Angaben sollte es jedoch funktionieren. Vermute nicht, dass der Fettanteil stört. Reife Walnüsse enthalten auch Fett/Öl und können auch vergoren werden.
      Was jedoch geschmacklich sehr gut gelingt ist Schokoladegeist: dazu ca. 200 g zerkleinerte Schokolade je 1,5 Liter Alkohol mit ca. 11-13%vol in den Aromakorb geben.

    Eintrag Nr. 3579:

    Herzlichen Dank für Ihr gelungenes Buch. Ich besitze eine Glasdestille ohne einen Anbrennschutz für mene angesetzte Maische. Gibt es da dennoch Möglichkeiten? Ich dachte daran z.B. zwei Lagen Fliegengitter mit Küchenkrep dazwischen in den Glaskolben einzuführen,- wäre das eine Möglichkeit?
    Herzlichen Dank und schöne Grüße!


    Martin S., D
    23.Jun.2011 20:39:50


      Danke, das freut uns!
      Ja, natürlich geht das auch, allerdings haben Sie dann einen Einweg-Glaskolben. Denn wie bekommen Sie das Ganze durch den Flaschenhals wieder heraus?

    Eintrag Nr. 3578:

    Ist es auch möglich den Zirbenschnaps im Plastikkanister anzusetzten oder muss es ein Glasbehälter sein?
    Danke im voraus
    Manuela


    Manuela Ellmauer, Salzburg
    23.Jun.2011 17:23:16


      Möglich ist es schon, jedoch würde ich den Schnaps dann nicht mehr trinken. Hochprozentiger Alkohol kann aus Kunststoffen Substanzen herauslösen, die gesundheitlich nicht gerade förderlich sind.

    Eintrag Nr. 3577:

    Zum Eintrag 3575, Ernte von Tiponambur:

    Die Vegitationszeit und somit auch der Erntezeitpunkt von Topinambur entspricht in etwa dem von Kartoffeln:
    Ernte also nach Abreife der Knollen im Sommer/Herbst, dann sind sie auch wie Kartoffeln am stärkehaltigsten und lagerfähig.
    Werden Sie nicht geerntet treiben die im Vorjahr gewachsenen Knollen (soweit sie über Winter nicht erfrohren sind) im Frühjahr wieder aus und bilden eine neue Pflanze, die wieder Knollen ansetzt. Nicht gebrauchte, geerntete Knollen können auch im Frühjahr wie Kartoffeln wieder gesetzt werden.

    Interessant zu wissen ist, dass Topinambur zu den Korbblütlern gehört, und somit mit Sonnenblumen, Kopfsalat oder Margeriten mehr gemeinsam haben als mit Kartoffeln.


    ich, daheim
    23.Jun.2011 09:40:55


      ebenfalls danke, man lernt nie aus!

    Eintrag Nr. 3576:

    Hallo!
    Ich habe Kornbrand hergestellt und den Maischeabfall, die Schlempe, im Obstgarten ausgeleert.
    Das stinkt nun richtig extrem, was kann ich dagegen tun?
    Viele Grüße,
    Marcus


    Marcus, Zürich
    22.Jun.2011 13:58:26


      Eingraben oder mit Erde bedecken, mindestens 10 cm.

    Eintrag Nr. 3575:

    Hallo Hr. Schmickl,
    In Ihrem Buch nennen Sie als Erntezeitraum für Topinambur Mitte bis Ende Juni, also den späten Frühling. Das funktionierte bei mir überhaupt nicht. Die Pflanzen stehen dann schon einen Meter hoch und die Knollen sind komplett verbraucht also "damatscht". Die neuen Knöllchen sind noch winzig.
    Der richtige Erntezeitpunkt ist dann wohl eher der zeitige Frühling, wenn die Knollen unter der Erde zu spriessen beginnen.
    mfG
    jan


    Jan-Herbert Damm, Sachsen-Anhalt, BRD
    22.Jun.2011 11:39:12


      Das hängt offenbar vom jeweiligen Klima ab. Jedenfalls vielen Dank für den Hinweis, dass darauf zu achten ist, nicht zu spät zu ernten.

    Eintrag Nr. 3574:

    hallo, ich habe mal eine frage bezüglich der gewerblichen nutzung einer 0,5l destille da ich damit momentan nur für mich und freunde sehr leckeren absinth brenne habe ich mir überlegt das ganze gewerblich zu tun meine frage ist nun darf ich dies ohne ein brennrecht und eben ausschließlich mit dieser kleinen tun ? wenn nicht welche vorraussetzungen müste ich dafür haben ?
    ich danke schonmal im vorraus !
    liebe grüße
    sascha


    Sascha, thüringen
    11.Jun.2011 18:45:42


      Ohne Brennrecht dürfen Sie in Deutschland eine 0,5-Liter Anlage nur privat nutzen. Für gewerbliche Zwecke sind allerdings Anlagen kleiner als 5 Liter verboten. D.h. wenn Sie das Ganze gewerblich betreiben wollen, sollten Sie sich bei Ihrem Zollamt, Abt. Alkoholverwaltung, erkundigen und schon mal eine größere Anlage ins Auge fassen.

    Eintrag Nr. 3573:

    Ich habe vor ca. 6 Jahren in Klagenfurt einen Schnapsbrennlehrgang (mit Zertifikat gemacht) und habe nun drei Jahre infolge Scheidung nicht mehr gebrannt.
    Leiden weiß ich nicht mehr, nach wieviel Tage der Gärprozeß eingesetzt hat. Ich habe hier, wo das Faß steht ca. 24 Grad Außentemperatur und habe vor 5 Tagen Aprikosenmaische, ca. 60 Liter mit 7 Kilo Zucker angesetzt. Bisher hat sich noch nichts getan. Die Maische schmeckt noch lecker süß.
    Habe ich etwas falsch gemacht, oder muß ich noch ein paar Tage Geduld haben ?
    mfG.
    Gernot Göttig


    Gernot Göttig, Spanien, Costa Blanca
    06.Jun.2011 14:06:03


      Spätestens einen Tag nach der Hefezugabe sollte die Maische deutlich zu gären beginnen. Erkennbar am Geruch (scharf stechende Kohlensäure), dass es beim Umrühren schäumt und dass es öfters "Blubb" macht. Am deutlichsten ist der Geruch, ca. 5 cm oberhalb der Maische: wenn's gärt, bleibt einem die Luft weg. Ist dies nicht der Fall, war die Hefe, aus welchen Gründen auch immer, bereits kaputt.
      Wie beim Seminar und im Buch sehr ausführlich erklärt, sollten Sie prinzipiell immer Hefe zugeben. Aus Wildgärungen entsteht eigentlich nur ein vergorener Kompostaufen, Schade um die guten Früchte und die Arbeit. Der zugegebene Zucker verstärkt sogar noch die dann unvermeidbaren Fehlgärungen, macht das Ganze also noch grauslicher.

    Eintrag Nr. 3572:

    Hallo Herr Schmickl,
    ich habe 2 Fragen an Sie:
    Wenn Angesetzter gebrannt werden soll, muß dieser - Ihrem Buch nach - nicht vorverdünnt werden. Da zum Ansetzen ein 43%iger Schnaps verwendet wurde entsteht ja kein Vorlauf.
    - Was ist mit Nachlauf?
    Bei der Geistherstellung gemäss der Anleitung in Ihrem Buch entsteht nur ca 10% Ausbeute, wenn bei 91 - 92°C abgetrennt wird. Der Gewonnene Geist hat 65% Alc. Der Schnaps wurde vor dem Brennen auf ca 10%Alc vorverdünnt. Es sollte also ca 40%iger Geist herauskommen.
    - Was wurde falsch gemacht?
    Ich würde mich sehr über Ihre geschätzte Meinung dazu freuen.
    Oli


    Oli, D
    03.Jun.2011 19:47:54


      ad 1) Nachlauf entsteht durch's Kochen, daher immer entsprechend abtrennen.
      ad 2) 65%vol im gesamten Destillat sind bei ursprünglich 10%vol im Kessel eindeutig zu viel. Beim nächsten Mal so weit destillieren, bis gesamtes destillat ca. 45%vol hat. Dann die Temperatur notieren, dies ist für Ihre Anlage der Nachlaufbeginn. Wie die (Dampf)temperatur richtig gemessen wird, ist im Buch sehr ausführlich erklärt und wurde hier bereits sehr oft beschrieben.

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