Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3247:

    Wie mache ich kartoffelschnaps.

    fery Hadjian, nw
    18.Jul.2009 15:45:57


      Kurzform: Kartoffelstärke in Zucker umwandeln, diesen mittels alkoholischer Gärung in Alkohol umwandeln, das Ganze dann brennen.
      Für detailliertere Beschreibungen bitten wir Sie das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" zu lesen und/oder unter dem Menüpunkt "Rezepte" entsprechende Einträge zu suchen (Suchbegriff rechts oben eingeben).

    Eintrag Nr. 3246:

    Hallo,
    ich bin ebenfalls ganz neu auf diesem Gebiet und möchte gerne wissen welche Gefahren beim brennen von schnaps entstehen können und wie ich zu einer hohen Wahrscheinlichkeit Gefahren aussließen kann!Ich möchte nämlich nicht nach dem Konsum meines destillates erblinden etc.!
    Für eine Antwort auf meine Frage wäre ich ihnen sehr dankbar
    Mit frundlichen Grüßen
    Marc


    Marc, Niederhausen (Hessen)
    14.Jul.2009 14:23:58


      Es geht nicht so sehr um's Erblinden, jedoch um Kopfschmerzen oder sonstige Vergiftungserscheinung nach dem Genuss, sowie Explosionsgefahr beim Brennen etc.
      Am besten lesen Sie sich das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durch, bevor Sie beginnen, darin sind alle notwendigen Schritte sehr detailliert und für Laien leicht verständlich erklärt.

    Eintrag Nr. 3245:

    Hallo,
    habe vor 7 Tagen eine Aprikosen-Maische angesetzt die heute auch schon 16 %vol erreicht hat.
    Als ich sie heute probierte schmeckte sie sauer, daher die Frage: Ist das normal? kann ich was dagegen machen? verschwindet das durch das Brennen?
    Besten Dank


    tobicana, rlp
    13.Jul.2009 15:51:12


      Wenn Sie mit "sauer" essigartig (nicht "herb" bzw. "trocken", analog zum Wein) meinen, handelt es sich zumindest teilweise um eine Essiggärung, dabei wird der bereits gebildete Alkohol in Essig umgewandelt, unter Bildung erheblicher Mengen Ethylacetat (Vorlaufbestandteil). Leider wird in diesem Fall der Geschmack durch's Destillieren noch verstärkt. Fazit: Qualitätsprodukt wird's keines mehr, beim Brennen auf ausreichende Vorlaufabtrennung achten, trotzdem wird der Essigstich im Brand deutlich erkennbar sein.

    Eintrag Nr. 3244:

    Hallo !
    Ich habe von einem Schnapsbrenner eine größere Menge Vorlauf bekommen. Kann man den Vorlauf zur Herstellung eines Geistes verwenden, wenn man ihn entsprechend verdünnt?
    Danke und freundliche Grüße


    Herbert, Oberösterreich
    13.Jul.2009 12:19:10


      NEIN! Auf KEINEN Fall! Vorlauf ist giftig, die Gifte verschwinden beim Verdünnen nicht! Wegschütten, zum Fensterputzen verwenden oder für die Scheibenwischanlage o.ä. Jedenfalls NICHT einnehmen, einreiben (die giftigen organischen Lösemittel werden auch über die Haut aufgenommen) oder sonstwie dem Körper zuführen.

    Eintrag Nr. 3243:

    Hallo und guten Tag!
    Ich habe folgende Frage: Wir haben von einer sehr guten Bekannten, die selber Schnaps, bzw. Liköre brennt (oder lässt) einen wunderbar schmeckenden Likör erhalten, eine Mischung von Erdbeeren und Brombeeren. Dieser Likör ist im Jahr 1972 hergestellt worden.
    Frage: Ist der noch trinkbar, bzw. wie lange kann mann diesen Likör aufbewahren? Wer kann mir da eine gute Auskunft darüber geben?
    Mit freundl. Gruß
    Rainer


    Rainer, Deutschland
    12.Jul.2009 23:57:48


      Hängt vom Alkoholgehalt ab: Über ca. 17%vol wirkt Alkohol konservierend. D.h. hat der Likör einen höheren Alkoholgehalt, ist er sicher noch bekömmlich.

    Eintrag Nr. 3242:

    Servus, ich habe vor 4 Tagen ca. 8 Liter Kirschmaische angesetzt. Am nächsten Tag habe ich 1/2 Wasser, 1/2 Kg Zucker und die vom Hersteller angegebene Menge einer Reinhefe Namens Burgund zugefügt. Anfänglich fing es auch leicht an zu Gären, jedoch seit gestern leider nicht mehr ausser ein paar sehr sporadischen Bläßchen. Das ganze ist luftdicht mit einem Gärspund. Ich lagere die Maische in einem leicht beheiztem Kellerraum mit ca. 18°C.
    Soll ich nun etwas mehr von der Gärhefe zufügen, oder die Wärme etwas erhöhen?
    Mit freundlichen Grüßen, Kalteis.


    Kalteis Franz, Bayern
    10.Jul.2009 15:45:21


      Die Gärung wird mit der Zeit immer langsamer, das ist normal. Vermute es ist alles in Ordnung, es gärt nur nicht mehr so heftig wie zu Beginn. Haben Sie den Alkoholgehalt schon gemessen? Daraus lässt sich abschätzen, wie weit die Gärung schon fortgeschritten ist. Wenn es beim Umrühren noch stark schäumt, ist alles OK.

    Eintrag Nr. 3241:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    ich habe im Weinkeller meines verstorbenen Vaters jede Menge überlagerter Wein in Flaschen gefunden.
    Da der Wein keine Trinkfreude mehr bereitet, und ich ihn nicht ausgießen will, würde ich ihn gerne destillieren.
    Kann man Rot- u. Weißwein zu einem Brand destillieren?
    Mit freundlichen Grüßen
    Th. Zewe


    Th. Zewe, Saarland
    09.Jul.2009 14:12:19


      Ja, das funktioniert sogar sehr gut. Ich würde den Wein als Grundlage für diverse Geiste verwenden (Rezepte siehe Buch). Beim Verdünnen die schwefelige Säure ausmixen nicht vergessen.

    Eintrag Nr. 3240:

    Hallo !!!
    Ich möchte ca. 80kg Kriecherl einmaischen. dazu hätte ich folgende Fragen:
    .) einmaischen mit Kernen ?
    .) Zugabe von Zucker - falls ja, wieviel ?
    .) wenn die Gärung abgeschlossen ist, wie lange sollte die Maische stehen bevor sie gebrannt wird?


    Walter, Burgenland
    08.Jul.2009 14:13:15


      ad 1) Ja, darauf achten, dass diese nicht zerstört werden (am besten so vorgehen wie im Buch beschrieben).
      ad 2) Nur wenn hochgradig mit Turbohefe eingemaischt werden soll, Mengen und genaue Anleitung siehe Buch. Bei herkömmlichen Maischen mit "normaler" Hefe keinen Zucker zugeben. Bei Wildgärungen verstärkt Zucker sogar die (giftigen) Gärnebenprodukte, die sich im Vorlauf zwar anreichern, aber leider nie mehr zur Gänze abgetrennt werden können.
      ad 3) herkömmliche Maische: im kühlen Keller maximal 1-2 Monate, diese Zeit sollten Sie der Maische jedoch schon geben, verbessert das Aroma. Hochgradige Maischen: zumindest 4 Monate, jedoch gilt: je länger, desto besser.

    Eintrag Nr. 3239:

    Hallo Bettina & Helge,
    ich habe heute 4 kg Sauerkirschen geschenkt bekommen. Zu wenige zum maischen - aber bistimmt bestens geeignet für Angesetzten & einen leckeren Kirschgeist :-)
    Zum Kirschgeist eine Frage: laut Rezept: 1.5 Lit z.B. Weisswein // in den Aromakorb 250 - 300 g Kirschen. Brennen bis 91°C. Danach 2-3 Minuten "mixen" damit das SO2 aus der schwefeligen Säure verschwindet.
    Sehe ich das soweit richtig? Und sollten die Kirschen irgendwie vorbehandelt werden? Z.B. zerquetscht? Oder als ganze Früchte?
    Vielen Dank
    Liebig


    Liebig, Bayern
    06.Jul.2009 22:38:21


      Ja, das ist vollkommen korrekt. Kirschen sind sehr weich, somit ist es nicht notwendig diese vorher zu quetschen o.ä.
      Wichtig ist, dass die (unzerstörten) Steine (Kerne) mitgebrannt werden, diese sind bei Kirschen für einen Großteil des Aromas verantwortlich. Wenn möglich zusätzliche Steine in den Aromakorb geben.

    Eintrag Nr. 3238:

    Hallo!
    Ich habe verstanden, daß in Deutschland nur Destillen bis 0,5 L Fassungsvermögen erlaubt sind. Mit diesen darf man aber brennen wie viel man will?
    Wie groß ist denn die Ausbeute etwa bei einer Füllung der Anlage? Interessant wäre auch die Brennzeit für eine Füllung.
    Gruß, Achim


    Achim, Deutschland, Rheinland-Pfalz
    03.Jul.2009 17:22:46


      Erlaubt sind auch größere Anlagen, jedoch ist dazu ein entsprechendes Brennrecht notwendig. Ja, mit 0,5 Liter Anlagen dürfen Sie so oft brennen wie Sie möchten, sofern dies nicht gewerblich geschieht.
      Ausbeute hängt vom Alkoholgehalt der Kesselfüllung ab: Angesetzter (hat ca. 40-50%vol) ergibt nach Verdünnung in etwa wieder dieselbe Menge wie im Kessel, Hochgradige Maische ergibt nach Verdünnung ca. 1/3 der Kesselfüllung, Geiste (ca. 10-13%vol im Kessel) ergeben ca. 20% der Kesselfüllung.
      Brennzeit inkl. Aufheizzeit ca. 20-30 min.

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