Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3188:

    Im gelagerten Marillenrohbrand sind kleine grünblaue Flankerln. Ich hab sie abgeschöpft aber der Vorlauftest ist trotzdem sehr dunkel beim Feinbrand (obwohl schon 250 ml Vorlauf bei 8 l von der Brennerei abgenommen wurde). Maische wurde ordentlich verarbeitet. Kann es sein, dass Grünspan beim ersten Brennen mitgekommen ist?

    Haas, Österreich
    21.Jan.2009 17:26:37


      Ja, spricht beides dafür: Vorlauftest zeigt Acetaldehyd an. Dann ist Ethylacetat auch nicht mehr weit, und Grünspan ist Kupferacetat. Somit ist tatsächlich noch Vorlauf enthalten.

    Eintrag Nr. 3187:

    Eine Bekannte Firma erzeugt einen Honigwilliamsbrand mit ca.32%. Wer kennt sich in diesem Fach aus. vermutlich ist auch gelbzucker dabei.
    Vielen Dank für eure Hilfe.
    der Brennergeist


    Eller Johann, Tirol
    20.Jan.2009 13:00:23


      Ist eher dem Likör zuzuordnen. Normalerweise wird hier tatsächlich nur Honig (in geringen Mengen) zugesetzt.

    Eintrag Nr. 3186:

    Wer kann mir bei folgendem Problem weiterhelfen?
    Der Alkoholgehalt wird in g/l bzw. Volumenprozent gemessen bei 20°C angegeben. Wie lautet die Umrechnung des Alkoholgehaltes in Gay-Lussac Grade bei 15°C?
    Danke


    Norbert, Pfalz
    17.Jan.2009 14:28:22


      Gay-Lussac Grade (benannt nach dem berühmten franz. Chemiker) ist nur eine andere Bezeichnung Volumsprozent. %Vol gemessen bei 15°C +1,8 ergibt %vol bei 20°C.

    Eintrag Nr. 3185:

    Ich habe einen Anbrenngeruch im Schnaps bzw. Destillat! Meine Frage: krieg ich den Geschmack aus dem Schnaps raus? und wie? (Birnen)
    Danke Mike


    Überegger Michael, Reutte
    09.Jan.2009 17:20:02


      Nicht selektiv, d.h. Sie könnten mit Aktivkohle daraus bestenfalls noch einen geschmacksneutralen Alkohol machen. Dazu je 5 Liter Schnaps ein gehäufter Esslöffel Aktivkohle zugeben, nach ca. 1-2 Wochen destillieren.

    Eintrag Nr. 3184:

    Ich hätte da eine Frage, bringt es etwas wenn mann beim Aufschütten der Maische, also unmittelbar vor dem brennen Zuckerwasser der Maische zusetzt?
    Danke im voraus und LG Thomas


    Flying Tom, Steiermark
    07.Jan.2009 11:58:25


      Nein, überhaupt nichts. Weil Zucker (auch in gelöster Form) ein Feststoff ist und daher nicht verdampft werden kann, beim Destillieren also im Kessel zurückbleibt. Vor der Gärung macht dies jedoch sehr wohl Sinn, aber das ist eine andere Geschichte (siehe Buch "Schnapsbrennen als Hobby").

    Eintrag Nr. 3183:

    Hallo ich bin ein Neuling beim Schnapsbrennen. Kann mir jemand die Vor- bzw. Nachteile der Kühlerbauformen (Schlangen, Teller und Röhrenkühler) sagen.
    mfg
    F.H.


    Franz Hirschler, Österreich
    06.Jan.2009 22:27:07


      Schlange: gute Kühlwirkung und zugleich sehr geringer Platzbedarf. Nachteil: schwer zu reinigen
      Teller: einfach zu Reinigen, aber Kühlwirkung je Kubikmeter ist wesentlich schlechter als bei Schlangenkühler
      Röhren: mit Bürsten o.ä. relativ einfach zu reinigen, Kühlwirkung je Kubikmeter zwischen Schlangen- und Tellerkühler

    Eintrag Nr. 3182:

    Ginko-Schnaps:
    Ich habe im Garten einen Ginko-Baum und würde mir gerne einen Ginko-Schnaps herstellen. Hat jemand ein Rezept hierzu bzw. eine Anleitung, wie ich hier vorgehen muß? Vielen Dank im voraus.


    Timo Müller, BRD
    06.Jan.2009 16:09:47


      Die orangegelbe Haut der Samen entfernen. Am besten gelingt ein Angesetzter: Dazu ein Gurkenglas zu ca. 1/3 mit den gerösteten Samen füllen, dann mit Alkohol mit ca. 45%vol aufgießen und etwa 2 Monate stehen lassen.

    Eintrag Nr. 3181:

    Hallo zusammen und nach meinem Urlaub in Österreich eine super gutes Jahr für uns alle. Schon einige male über diese Seite gute Infos eingehot und benötige jetzt wieder Hilfe. Habe letztes und diese Jahr aus eigenen Reben cirka 15 Liter Wein gemacht. Aber sehr sauer und kaum trinkbar. Mit ein wenig Zucker zwar besser, aber das ist nicht Sinn der Sache. Also ist mir der Gedanke an Essig entstanden. Ein Holzfass für mehrjährige Lagerung habe ich auch. Also einfach den Wein in eine Glasballon mit 25 Litern Inhalt gegeben und mit Watte verschlassen. Dachte, es bildet sich eine Essigmutter. Nun nach 3 Wochen habe ich ein Gebilde auf der Oberfläche, das Blasen wirft und weißen Schorf absondert. Wenn ich schüttele, sinkt dieser auf den Boden. Sieht aus wie Gips. Von einer Essigmutter keine Spur, sieht mir wie Kahmhefe aus. Was soll ich machen?
    Für jede Anregung oder Erklärung wäre ich dankbar. Nur wegschütten wäre mir zu schade.
    Gruß.
    Gregor


    Gregor, NRW
    03.Jan.2009 20:02:58


      Stimmt, es handelt sich um Kahmhefe. Jetzt müssen Sie nur noch ca. 4 bis 6 Wochen warten, dann bildet sich von selbst die Essigmutter (sieht eher aus wie eine Qualle) und damit der Essig. Starker Klebstoffgeruch (Ethylacetat) ist ein Zeichen, dass die Essiggärung angesprungen ist. Etwa 1 Monat später (Dauer hängt von Temperatur ab) ist der Essig fertig, der Klebstoffgeruch ist dann vollständig verschwunden. Danach sollte der Essig zumindest ca. 2-3 Monate lagern.

    Eintrag Nr. 3180:

    Hallo
    ich wohne in der Region Emsland und bin Neuling in Sachen Schnapsbrennen. Mein Freund ist Imker. Er hat auch schon sehr leckere Liköre aus Honig hergestellt.
    Wer hat lust uns einmal das Brennen zu zeigen bei dem Honig als Grundstoff verwendet wird bzw. uns Laien auf den weg zum brennen zu helfen. Das Buch "Schnaps brennen" haben wir uns beide gekauft.
    Wir würden uns über eine Antwort sehr freuen.
    DANKE
    Franz


    Krull Franz, Niedersachsen
    28.Dez.2008 12:43:32


      Am besten besuchen Sie bei uns ein Schnapsbrennseminar, siehe Menüpunkt Seminar/Termine, Metbrand ist dabei auch ein oft nachgefragtes Thema.

    Eintrag Nr. 3179:

    Hallo,
    Ich habe im Oktober aus roten Pfirsischen (eigener Anbau) eine 5 l Maische mit Turbohefe angesetzt. Die Gärung ist einwandfrei verlaufen. Während der Gärung roch das Ganze auch stark nach Pfirsisch. Jetzt, nach fast drei Monaten, riecht die Maische zwar sehr alkoholisch, aber nicht mehr nach Pfirsisch, sondern eher nach Bitter Mandel (um Nachfragen vorzubeugen: die Pfirsischkerne habe ich vor dem Einmaischen entfernt). Woran liegt es, daß ich statt Pfirsisch jetzt Bitter Mandel rieche?


    Leo, Bayern
    24.Dez.2008 18:19:33


      Eine gewisse Geruchs-/Geschmacksveränderung während der Lagerung ist normal, da währenddessen Veresterungprozesse stattfinden und damit das Bukett harmonisieren bzw. abrunden.

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