Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3078:

    Sehr geehrter Herr Schmickl.
    Ich habe im Februar Zwetschken gebrannt. Die Früchte wurden in 100 l Fässer gemaischt und in einem Obstkeller gelagert. Die, ohne Zusatz, vergorene Maische sah ganz normal aus. Beim Rauhbrand fiel mir schon auf, daß dieser sehr säuerlich schmeckte. Erst dann kostete ich die Maische die ebenfalls dieses saure hatte. Das war bei meinen vorigen Bränden nie so. Alkoholausbeute war normal. Beim Feinbrand verging das leider nicht. Er schmeckt eigenartig säuerlich, obwohl im Nachgeschmack wieder interessant und nicht wirklich unangenehm. Aber die Säure stört. Haben Sie dafür eine Erklärung? Früchte? Gärung? Der Keller? Kann man da was verbessern/retten? Nochmals brennen?
    Vielen Dank für die Antwort im voraus, Blasl Georg.


    Blasl Georg, Ennstal
    21.Mär.2008 22:59:12


      Ja, leider ist es mancherorts auch heute immer noch üblich Obstbrände aus wild vergorenen Maischen herzustellen. Wie Sie ja selbst bemerkt haben, ist das Ergebnis eigentlich ein Zufallsprodukt verschiedenster Mikroorganismen, die den Obstbrei zersetzen. Manchmal tritt die alkoholische Gärung wegen der Wildhefen ein, oft verschimmelt oder verfault jedoch das Ganze. Solche Brände haben daher auch immer einen für Wildgärungen typischen, in der Regel stark auftretenden, Fehlgeschmack der an Komposthaufen, Essig, faulendes Fallobst o.ä. erinnert.
      Eigentlich ist es am sinnvollsten alles zu entsorgen. Sie könnten jedoch versuchen den Brand mit Aktivkohle zu behandeln, sodass Sie daraus zumindest geschmacksneutralen Alkohol gewinnen. Ich fürchte jedoch, dass auch mit dieser Methode der Fehlgeschmack nicht entfernt werden kann. Bevor Sie in der nächsten Saison wieder mit dem Einmaischen beginnen, sollten Sie sich unbedingt das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durchlesen.

    Eintrag Nr. 3077:

    Wie lange muss die kühlschlange prozentual zur größe meines kessels sein?
    danke


    kleidorfer michael, Oberbayern
    18.Mär.2008 11:35:46


      Das hängt von sehr vielen Parametern ab, wie z.B. Dampfdurchflußmenge, Rohrdurchmesser, Kühlwassertemperatur, kontinuierlicher oder stationärer Kühlwasserbetrieb, Kühlertyp usw. Im Buch sind die gängigsten Kühlertypen für professionelle Schnapsbrennanlagen beschrieben. In der 'Fotogalerie' (siehe Menü links oben) finden Sie viele Bespiele von Kühlern bei Selbstbauanlagen.

    Eintrag Nr. 3076:

    Hallo,
    habe eine 20 L Anlage mit 8m langer Kupfer- Kühlschlange. Ich habe große Probleme die Schlange reinigen zu können. Kann ich Salzsäure zur Reinigung einfüllen oder gibt es dabei Nachteile. Bedingt durch die Länge der Schlange kann ich nichts zur Reinigung durchziehen oder durchblasen. Brauche mal einen richtigen Tipp.
    Danke Elias


    elias, Sachsen
    13.Mär.2008 21:41:06


      (Konzentrierte) Salzsäure ist zwar die moschus-brutalus Methode, geht aber prinzipiell. Wichtig: nur kurz einwirken lassen, sonst löst sich die ganze Schlange auf. weiters: danach mit sehr viel heißem Wasser nachspülen, und eventuell auch Geschirrspülmittel verwenden, damit nichts von der Säure zurückbleibt und sich dadurch kein Grünspan bilden kann. Alternative: eine möglichst heiße Zitronensäure-Lösung (ca. 50 g je Liter), und danach ebenfalls gründlich nachspülen.

    Eintrag Nr. 3075:

    meine Frage, wenn ich Rhabarber vergäre, event. maische- oder saftgärung, und dann brennen will, muß ich dann auch wie bei der weinherstellung die im wein gesundheitsschädlich wirkende oxalsäure ausfällen, oder hat selbige keinen einfluß auf das destillat. für die beantwortung meiner frage bedanke ich mich im vorraus,
    mit freundlichem gruß


    lau, norddeutschland
    08.Mär.2008 02:02:08


      Da Oxalsäure fest ist und der Siedepunkt (eigentlich Zersetzung) bei ca. 150°C liegt, kann diese nicht mitdestilliert werden und bleibt im Kessel zurück. Das Destillat ist somit Oxalsäure-frei.

    Eintrag Nr. 3074:

    Unsere Anlage: hat 50 Liter Brennvolumen, ist ein Edelstahlbierfass und wird mit einem Gasbrenner 9,5 KWh beheizt. Der Kühler ist ebenfalls in einem 50 Liter Edelstahlbierfass integriert. (Eine fast ähnliche Anlage gibt es in der Bildergalerie, nur dass wir ein Thermometer am höchsten Punkt haben und unser "Verbindungsrohr" zum Kühler hat einen größeren Durchmesser)
    Wir haben Apfelwein als Basis für die Schnapsherstellung mit ca. 12,5%vol genutzt.
    Nachdem wir die ersten 9 Liter (63%vol im Mittel) gewonnen hatten (Dauer ca. 8,5 Stunden, Temperatur am höchsten Punkt ca. 86 Grad Celsius konstant), kam relativ plötzlich kein Destillat mehr aus dem Kühler (Messung ergab 53%vol). Wir stoppten den Brennvorgang und öffneten die Brennkammer um eine mögliche Schaumbildung zu prüfen (Temperatur war bei konstanter Brennerleistung (minimale Zufuhr) auf ca. 92 Grad Celsius gestiegen. Da sich kein Scham gebildet hatte und der Wein noch 5%vol aufwies entschlossen wir uns den Brennvorgang fortzusetzen. Bei einer Temperatur von ca. 96 Grad Celsius begann wieder Destillat aus dem Kühler zu laufen und wir haben noch 4 Liter Alkohol gewonnen. Bei einem Alkoholgehalt von ca. 30% beendeten wir den Brennvorgang und haben im Ergebnis ca. 13 Liter Alkohol mit 55%vol.
    Warum stoppte der Brennvorgang???
    Wir wollen einen Zweitbrand durchführen. Können wir die 13 Liter mit 37 Liter stillen Mineralwasser auffüllen um die 50 Liter Brennvolumen auszufüllen???
    Bzw. was ist beim Zweitbrand zu beachten???
    Vielen Dank.


    Thomas, Sachsen
    03.Mär.2008 14:32:38


      Soweit man das von der Ferne aus beurteilen kann, hat es aufgehört zu kochen, weil die Brennerleistung zu gering war. Genau genommen müsste die Brennerleistung während des Brennens fortlaufend ein klein wenig höher eingestellt werden, da durch die höhere Dampftemperatur (hängt vom Alkoholgehalt im Kessel ab, und dieser nimmt immer mehr ab, siehe Buch) auch die Wärmeabstrahlung der Anlage immer größer wird und dadurch mehr Brennerleistung notwendig ist, um das Ganze am kochen zu halten. Normalerweise ist dieser Effekt nicht bemerkbar (weil z.B. kleine Anlagen oder gut isoliert), aber manchmal, wie bei Ihnen, eben doch.
      Machen Sie auf keinen Fall einen zweiten Brand! Je öfter destilliert wird, desto mehr Aroma geht verloren. Doppelt brennen sollten Sie nur dann, wenn das Ergebnis des ersten Durchganges weniger als Schnapsstärke (also deutlich weniger als 39%vol) hat.
      Fazit: die 13 Liter mit 55%vol auf ca. 43%vol verdünnen und genießen!

    Eintrag Nr. 3073:

    Hallo!
    Ich könnte jetzt noch Trester aus einer Weinkellerei bekommen. Wie sollte der bis zum Brennen behandelt werden? Wann man da den Alkoholgehalt mit dem Vinometer messen?
    Vielen Dank


    Daniel, Masuren
    02.Mär.2008 15:59:34


      Bei Weißwein werden die Trauben noch vor der Gärung ausgepresst, der Pressrückstand nennt sich Trester. In diesem Fall ca. 1:1 mit Wasser aufschlämmen und gären lassen. Ist der Trester jedoch alkoholhältig, weil die Pressung erst nach der Gärung erfolgt ist (Rotweinherstellung), dann den Trester ca. 1:1 mit (am besten demselben) Wein auffüllen und brennen. In diesem Fall können Sie vom Trester auch den Alkoholgehalt mit einem Vinometer messen, dazu ca. 1-2 Esslöffel mit einem Kaffeefilter filtrieren, damit die Kapillare nicht verstopft.

    Eintrag Nr. 3072:

    Hallo
    Ich interssiere mich fürs Schnapsbrennen und möchte einmal selber welchen herstellen. welche obstbäume sind am ertragreichsten um so viel schnaps wie möglich herstellen zu können?
    mfg altenberger oliver


    Altenberger Oliver, salzburg
    01.Mär.2008 13:43:34


      Dafür benötigen Sie Früchte mit einem möglichst hohen Zuckergehalt. Dies sind z.B. Zwetschken (ist nicht dasselbe wie Pflaumen!) oder Weintrauben. Weitere Angaben anderer Früchte finden Sie im Buch.

    Eintrag Nr. 3071:

    Hallo,
    erstmal ein großes lob für diese HP, Ihr Buch und voralem für die sehr nette freundlichkeit bei ihnen. Wir haben einen sehr guten eindruck von ihnen bekommen und können mit ruhigem gewissen sagen "hier kann man blind vertrauen".
    Aber nun zu meiner frage, ich bin ja nun glücklicher besitzer einer deluxe, habe sie natürlich gleich mal ausprobiert (ein sehr schönes handgefrertigtes stück, ohne macken oder sonst ein mangel), habe 5 L Weiswein aus einer Flasche gleich mal destilliert und siehe da genau bei 81° fing es doch an zu tropfen, also kein vorlauf, weiter gemacht bis 91°, dann den nachlauf extra aufgefangen. Ich habe ca 550 ml Mittellauf zu 55%Vol herrausbekommen, ist das OK?
    Ach ja, der wein hatte 10%Vol.
    ein farbenfroher gruß
    klecksi


    klecksi, Niedersachsen
    27.Feb.2008 09:09:44


      Danke, freut uns!
      Ja, Ihr Ergebnis ist in Ordnung. Wahrscheinlich war der Kessel nur teilweise befüllt, durch den dadurch großen Dampfraum im Dom/Kessel erklärt sich der ein wenig überhöhte Alkoholgehalt, stellt aber kein Problem dar.

    Eintrag Nr. 3070:

    Moin Fachleute
    Habe soeben meinen ersten Reinigungs oder auch Testbrand mit 9,5% haltigen Weißwein gemacht. Habe vorher schon mal mit Wasser einen Durchlauf gestartet bis auf 100 grad, Thermometer blieb auch so bei 98grad stehen. Jetzt mit Wein fing das Kondensat erst bei 90 grad an zu laufen.Thermometer sitzt ganz oben im Bogen übergang Steigrohr/Geistrohr. Kondensat hatte auch einen Alkoholgehalt von 47%, aber das mit der Temperatur macht mich stutzig, wo doch normalerweise bei ca.80 Grad der Edelbrand fliessen soll. Kann mir einer Tipps geben.Bedanke mich schonim voraus.
    Der Mühlenbrenner


    Uden, Jürgen, Norddeutschland
    21.Feb.2008 11:04:26


      Das Thermometer hat keinen Messfehler, wie der Versuch mit Wasserdampf gezeigt hat. Da bei einer Alkoholdestillation, im Gegensatz zu Wasser, die Dampftemperatur nicht überall in der Anlage gleich ist, kann der Fehler nur daran liegen, dass Sie am falschen Punkt messen. Dies muss der höchste Punkt sein, an dem der ungekühlte Dampf noch hinkommt, dies ist noch im Steigrohr, auf der Höhe der Unterkante des Geistrohres.

    Eintrag Nr. 3069:

    Grüß Gott,
    ich habe ein 5l.eichenfass, es war neu. habe es mit rotwein gefüllt und es wurde undicht. nach anfragen in weinhandlungen habe ich das faß mit lebensmittelparafin ausgeschlagen. es wurde dicht, aber nach leeren des faßes und neuer befüllung ist es an einigen stellen wieder undicht.
    meine große bitte, was kann ich tun??
    mit besten empfehlungen
    jens kühn


    Jens Kühn, Salzburg
    17.Feb.2008 17:39:53


      Vielleicht hilft auch folgendes: das ganze Fass in einen großen Behälter mit Wasser geben und mit etwas beschweren, sodass sich das Fass zur Gänze unter Wasser befindet. Und einige Wochen warten. Es könnte sein, dass durch's Aufquellen des Holzes das Fass wieder dicht wird. Wenn Sie darin Schnaps lagern möchten, auf keinen Fall Parafin verwenden, dieses wird vom hohen Alkoholgehalt aufgelöst.

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    Helge Schmickl