Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3054:

    Sehr geehrter Herr Schmickl.
    Ich habe ihr Buch erhalten und mich vorab schon mal eingelesen. Zum privaten Schnapsbrennen in Deutschland bin ich im Bereich "Fachfragen" auf zwei Aussagen gestoßen. Einmal antworten sie auf eine Anfrage, daß in Deutschland eine Brennanlage bis 0,5 Kesselvolumen anmeldefrei sei, zu einer weiteren Anfrage schreiben sie in Deutschland ist das Brennen mit einem Kesselvolumen von 1 Liter oder kleiner anmeldefrei. Nachdem ich demnächst eine Brennanlage bei ihnen bestellen möchte taucht nun die Frage auf 0,5 oder 1,0 Liter Kesselvolumen. Für eine korrekte Beantwortung würe ich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Liszewski


    Wolfgang Liszewski, Deutschland, Bayern
    14.Jan.2008 11:39:01


      Vor einigen Jahren wurde diese Grenze verschärft, daher die widersprüchlichen Aussagen (ja, tatsächlich, unsere Fachfragen gehen schon soweit zurück). Derzeit sind in Deutschland Anlagen mit einem Kesselvolumen von 0,5 Liter anmeldefrei.

    Eintrag Nr. 3053:

    Hallo Herr Schmickl
    Ich habe in meiner Apfeltrestermaische wol zu wenig Wasser zugemengt, möchte aber jetzt nach der Gährung kein Wasser mehr zugeben. Ich habe jetzt den Plan, den Boden der Brennanlage mit runden Kieselsteinen (2-3cm) abzudecken, um ein anbrennen zu verhindern.
    Was halten sie von dieser Idee
    Grüsse Crashbrenner


    Chrashbrenner, Nrw
    11.Jan.2008 21:52:01


      Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass dies etwas bewirkt, aber ein Versuch ist es sicher wert. Besser: einen Metallrahmen basteln, über diesen ein feines Metallnetz spannen, sodass zwischen Sieb und Kesselboden ca. 2-3 cm frei bleiben. Oder ein Leinentuch, bei Kleinanlagen genügt es, wenn Sie über dem Anbrennschutz ein Blatt Küchenrolle geben und darüber dann die Maische einfüllen.

    Eintrag Nr. 3052:

    Hallo,
    ich habe mir eine Brennalage aus VA gebaut. Vor dem ersten Brennen habe ich sie gut gereinigt, alles ist problemlos verlaufen, es kam ein klares Destillat heraus. Anschließend habe ich es filtriert und in eine saubere Weißglasflasche abgefüllt. Nach ca. einem Tag habe ich gesehen, dsss das Destillat gelblich und trüb ist. Was könnte ich falsch gemacht haben?
    Vielen Dank!
    K.Kress


    K.Kress, Hessen
    08.Jan.2008 00:42:03


      Bei Maischebränden ist eine weiße Trübung durchaus normal. Aber "gelblich"? Könnte es sein, dass Sie zu schnell destilliert haben und durch das starke Kochen ein paar Spritzer Maische in den Kühler gelangt sind?

    Eintrag Nr. 3051:

    Hallo!
    Ich hab da mal eine Frage: Ich habe einen Obstler aus Birnen, Äpflen und etwas Quitte -> 43% Vol. Mir schmeckt er super. Manchen (Damen) ist dieser jedoch zu heftig. Ich hab mal irgendwo gelessen, daß mit einigen Gramm Zucker pro Liter der Geschmack etwas "runder" wird.
    Weiß jemand Rat?
    Viele Grüße
    Harry


    Harry, Bayern
    06.Jan.2008 19:30:35


      Ja, ist richtig, maximal jedoch ca. 4 g pro Liter, damit er nicht tatsächlich süß schmeckt. Sollte der Schnaps dann immer noch scharf schmecken, liegt ein Gär- bzw. Brennfehler vor.

    Eintrag Nr. 3050:

    Hallo,
    Ich maische jedes Jahr Obst von meinem Pachtacker ein und lasse es dann in einer Abfindungsbrennerei brennen. Bezahle meine Steuern und Brenngebühren! Ich habe ein Kontingent von 50 Liter reinem Alkohol. Nun zu meiner Fragen:
    Darf ich diesen Schnaps verkaufen? Wenn nein, was müsste ich tun um ihn verkaufen zu können? Wenn ja, auf was muß man achten?
    Im Voraus vielen Dank für ihre Mühe
    Rainer


    Rainer, Baden-Württemberg
    06.Jan.2008 12:36:20


      Doch das dürfen Sie. In Österreich allerdings nur direkt an den Endverbaucher (gilt nur für Abfindungsbrenner). Ob diese Einschränkung in Deuschland auch gilt, erfahren Sie beim für Sie zuständigen Zollamt, Abt. Alkoholverwaltung.

    Eintrag Nr. 3049:

    Hallo Herr Dr. Schmickl
    mit Interesse verfolge ich ihr Forum. Ich habe auch schon 3 kleinere maischen angesetzt (bananen und ananas) von denen ich naechste woche die ersten brenne. Was mich noch interessiert ist, wie verhaelt es sich mit der turbohefe bei hohen temperaturen. im moment ist es noch relativ kuehl, 26 -29 grad. aber im sommer haben wir in der dom.rep. 30 -33 grad. kann man bei den temperaturen zuchermaische mit turbohefe vergaeren, oder ist das zu warm.
    mit bestem dank
    el loco don pedro


    don pedro, bananenrepublik
    03.Jan.2008 18:10:51


      Alles über ca. 27°C ist zu warm. Sie können die Gärgefäße jedoch kühlen. Z.B. mit nassen Tüchern umwickeln, die Verdunstung entzieht dem Fass Wärme. Oder in einen tiefen Keller oder in einen Bach stellen (auch in den Tropen sind Bäche oft erfrischend kühl). Oder das Kühlaggregat eines Kühlschranks zweckentfremden.

    Eintrag Nr. 3048:

    Hi,
    ich habe des Öfteren gelsen, dass man mit einer Pot-Still den Vor- und Nachlauf nicht gut abtrennen kann. Mit einem Thermometer dürfte dies doch kein Problem sein! Stimmt das?
    Danke im Vorraus
    mfg
    Lars


    Lars, Prag
    03.Jan.2008 18:00:34


      Doch, mit einer Pot-still kann Vor- und Nachlauf sehr wohl gut abgetrennt werden. Detaillierte Beschreibungen diesbezüglich stehen im Buch "Schnapsbrennen als Hobby". Ja, stimmt, ein Thermometer ist dabei hilfreich, es gibt aber auch noch andere Methoden.

    Eintrag Nr. 3047:

    Hallo,
    ich hätte eine Frage?
    Leider wurde ein Teil unseres Birnenschnapes meim Mischen etwas trüb, haben es aber gemacht wie immer, was war falsch bzw. kann man etwas dagegen tun, daß er wieder "klar" wird.
    Danke für Ihre Rückantwort.
    LG
    B.Lederer


    Brigitte Lederer, Tirol
    01.Jan.2008 09:25:51


      Dies ist bei Fruchtmaischedestillaten durchaus normal. Den Brand verdünnen, einige Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen und anschließend mit "Faltenfilter fein, für Weine und Spirituosen" filtrieren. Ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Produkt sehr geschmacksintensiv ist.

    Eintrag Nr. 3046:

    Hallo!
    Das Buch habe ich am Freitag bekommen, toll und vielen Dank.
    Vor ab eine Frage, ich habe vor 4 Wochen bei einem Freund in Tschechien etliche Äpfel im Gartenhäcksler gemusert. Habe sie in entsprechende Behältnisse getan. Wie immer. Zucker dazu, bis heute gärt nichts. Kein Schimmel, kein Essig, keine Vol Prozente. Flüssiger straffer Apfelmost ist erkennbar. Gesunder Maischekuchen auch. Nun haben wir Schlag Kaltgärhefe zugegeben. Nix glucksen. Was kann da noch getan werden?
    einen guten Rutsch und vielen Dank im voraus.
    Jürgen


    Jürgen, Sachsen
    31.Dez.2007 21:36:06


      Es könnte sein, dass die Maische zu kalt ist. Temperatur sollte zumindest 15°C betragen.

    Eintrag Nr. 3045:

    Hi, ich hätte mal ein paar fragen, und zwar:
    1) Was ist ein "Geist"?
    2) Wie geht das Gären?
    3) Für was sind die Schläuche bei den selbstgebauten Brennanlagen, die aus dem Verbindungsrohr rauskommen?
    4) Wisst Ihr ein Rezept für die Gärung?
    5) Bei wieviel grad verdampft Alkohol?
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen,
    lg Alex


    uix, München
    29.Dez.2007 00:06:53


      ad 1) Grundalge ist geschmackloser Alkohol, beim Destillieren werden Kräuter/Früchte/Gewürze in den Dampfraum gegeben.
      ad 2) Hefe frisst Zucker und scheidet Ethanol und Kohlenstoffdioxid aus.
      ad 3) Ich nehme an Sie meinen die Schläuche für die Kühlwasserzuleitung und Ableitung.
      ad 4) Dies ist sehr detailliert und für Laien leicht verständlich im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" beschrieben.
      ad 5) reiner Alkohol bzw. mit 96%vol hat einen Siedepunkt von 78,5°C.

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