Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2998:

    Habe 40l Apfelsaft zum Mostmachen mit Hefe (1 Fl. Flüssighefe Steinberger) versetzt (in Fass mit Spund).
    Das ist jetzt 4 Tage her und gärtechnisch rüht sich gar nichts. Ist das normal oder kann es sein, daß die Hefe kaputt war?
    Sind Nährsalztabletten sinnvoll als Zugabe?
    schöne Grüße und Danke für Ihre Mühen
    Thomas Hofer


    Thomas Hofer, Erding/ Landshut
    17.Okt.2007 14:16:35


      Ja, stimmt, entweder ist die Hefe nicht in Ordnung (frische Packung verwenden) oder es war zu kalt. Wenn es spätestens nach 2 Tagen nicht gärt und es liegt nicht an der Hefe, sollten Sie das Fass ins Warme stellen (> 20°C). Sobald es heftig gärt, wieder zurück in den Keller (15-19°C).

    Eintrag Nr. 2997:

    Hallo!
    Ich habe einen Obstbrand aus Mirabellen hergestellt. Der Edelbrand ist super geworden, aber der Nachlauf riecht und schmeckt stark strohig! Ist das normal oder habe ich irgend etwas falsch gemacht? (der Fruchtkuchen ist nicht ausgetrocknet!)


    Mario Sinast, egal
    12.Okt.2007 18:33:05


      Nein, Sie haben nichts falsch gemacht. Sie können den Nachlauf mit Aktivkohle behandeln, um daraus noch geschmacksneutralen Alkohol zu gewinnen.

    Eintrag Nr. 2996:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    ich habe eine Maische aus Mirabellen (30 Liter) angesetzt. Aus Zeitgründen war es mir nicht möglich, diese nach der Vergärung gleich abzubrennen, sie blieb dann ca. 8 Wochen liegen. Beim Öffnen des Behälters waren geruchlich keine Auffälligkeiten zu bemerken. Der Geruch war sehr aromatisch. Ich habe den Vorlauf vorschriftsmäßig abgetrennt. 1,5 LIter des Hauptlaufes waren ok. Der Geruch und Geschmack waren aromatisch, bei ca. 90 Grad stellte sich im Destillat ein käsiger Geruch ein, vermutlich Buttersäure, geschmacklich war nichts negatives festzustellen.
    Was ist hier passiert?
    Wie konnte es zu dieser Buttersäurebildung kommen?
    Ich muss gestehen, dass es zunächst bei der Gährung Probleme gab, ich habe zunächst keine Hefe dazu gegeben, in der Hoffnung das es von alleine geht. Danach habe ich Reinzuchthefe und etwas Apfelmost sowie 1 kg Zucker hinzu gegeben. Was soll ich mit dem geruchlich beeinträchtigen Destillat machen?
    Vielen Dank im Voraus
    mit freundlichen Grüßen
    Dr. H.-J. Hartmann


    Dr. Hans-Jürgen Hartmann, Hessen/ Fulda
    12.Okt.2007 09:25:03


      Buttersäure war das sicher nicht, die stinkt derart penetrant nach Schweißfüßen, dass Sie garantiert alles weggeschüttet hätten. Trotzdem ist etwas schief gelaufen, was genau läßt sich nachträglich leider nicht mehr sagen. Ich stimme Ihnen zu, dadurch, dass Sie die Reinzuchthefe nicht sofort zu Beginn zugegeben haben, hat sich eine Fehlgärung eingeschlichen, die sich wie von Ihnen beschrieben ausgewirkt hat.

    Eintrag Nr. 2995:

    Wenn mein Brand unter 50% kommt,wird er trüb. Woran kann das liegen oder was mache ich falsch? Wer kann helfen?

    Brummifahrer, süd
    09.Okt.2007 23:39:32


      Siehe Fachfrage Nr. 2990

    Eintrag Nr. 2994:

    Wie wird der Alkohol bei Likoer festgestellt bzw. gemessen?

    Giegw, Unterfranken
    09.Okt.2007 22:32:47


      Siehe z.B. Fachfrage Nr. 2969, bitte nutzen Sie die Suchfunktion.

    Eintrag Nr. 2993:

    Hallo,
    auf die Gefahr hin, daß ich zwei dumme Fragen nochmal stelle:
    1. Ich habe hier in der Türkei vollreife Pfirsiche eingemaischt. Wieviel und welche Hefe muß/soll ich je kg oder Liter zusetzen?
    2. Ich habe hier fertig vergorenen, jungen Wein zum Brennen. Das Abrennen von Vor- und Nachlauf ist genauso vorzunehmen, wie bei Obstbränden auch, oder? Also über Messen des Alk.-Gehalts?
    DANKE im voraus!
    Micha


    Michael, Türkei
    09.Okt.2007 15:22:16


      ad 1) Flüssighefe: ca. 50 ml je 100 Liter, Trockenhefe: ca. 100 g je 200 Liter, Turbohefe: 115 g je 100 Liter. Sie sollten aber auf jeden Fall die Herstellerangaben beachten und die Hefe zu Beginn zugeben, also bevor es zu Gären begonnen hat.
      ad 2) Ja, das stimmt, Nachlauf entsteht immer, Vorlauf kann auch im Wein enthalten sein, obwohl das normalerweise nicht der Fall sein sollte.

    Eintrag Nr. 2992:

    Liebe ForenleserInnen und BeantworterInnen
    Kann man Brände bei Trübung auch mit Eiweiss reinigen, wie Weine?
    Dank und Gruss Ruedi


    ruedi kunz, kirgistan Zentralasien
    08.Okt.2007 19:31:27


      Auch bei Wein bzw. Essig ist diese Methode (Eiklar von einem Hühnerei je 100 Liter) leider nicht wirklich zuverlässig. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dies bei Destillaten funktioniert, da die Substanzen, welche die Trübungen verursachen, nicht dieselben sind wie bei Wein/Essig. Aber ein Versuch ist es jedenfalls wert, ein kurzer Erfahrungsbericht würde sicher viele Leser interessieren.

    Eintrag Nr. 2991:

    Grüss Gott Herr Doktor Schmickl!
    Ich habe Heute 40l Chirimoya-Maische (Zuckerapfel) gebrannt (ich darf das), und beim verdünnen auf 41°hat sich das Destillat milchig-weiss getrübt, der bekannte Ouzo-Effekt, ich dachte aber dass dies nur passiert wenn man den Schnaps auf unter 40° verdünnt! Kann es sein dass sich die Trübung nach längerer Lagerung von selbst gibt oder muss ich nach dem Brennen der nächsten 40l (ich darf das wirklich!) die Alkoholkonzentration wieder erhöhen?
    Mit bestem Dank für ihren geschätzten Ratschlag
    Dietmar Schöbitz


    Dietmar Schöbitz, Peru
    08.Okt.2007 02:03:39


      Ja, stimmt, beim Anis (Ouzo, Raki etc.) tritt dies unter ca. 39%vol auf, weil das ätherische Anisöl im Alkohol dann nicht mehr löslich ist. Beim Zuckerapfel sind dies jedoch nicht dieselben Substanzen die den "Ouzo-Effekt" hervorrufen, daher haben diese auch andere chemische Eigenschaften und sind bei einem anderen Alkoholgehalt nicht mehr löslich. Daher:
      - Ja, es kann sein, dass beim längeren (Monate) Stehenlassen die Trübung "verschwindet" (Öl sammelt sich an der Oberfläche)
      - Filtrieren wie z.B. in Fachfrage Nr. 2990 beschrieben
      - Stimmt, beim nächsten Brand z.B. auf 43 oder 45%vol verdünnen (zuerst mit einer kleinen Menge ausprobieren)

    Eintrag Nr. 2990:

    Hallo Herr Dr Schmickl
    Im Letzten Jahr habe ich mir eine Anlage gekauft von Ihnen Gekauft.
    1. Warum wir mein Destillat immer trüb? Ich habe Kirschmaische gebrannt. Riecht und schmeckt sehr gut, aber ist trüb geworden.
    2. Kann man bei Ihnen Ersatzteile, wie z. B. Dichtungsring kaufen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Christian


    christian, bayern
    07.Okt.2007 21:19:17


      ad 1) wie im Buch erklärt und hier auch schon öfters, ist dies bei gewissen Obstmaischen durchaus normal, ist ein Zeichen für die Geschmacksintensität Ihrer Produkte. Einfach nur filtrieren: Brand verdünnen, ca. zwei Wochen im Keller (kühl nicht kalt) stehen lassen, danach mit zwei ineinander gesteckten Faltenfiltern "fein" filtrieren.
      ad 2) Ja, schreiben Sie uns diesbezüglich bitte eine e-Mail.

    Eintrag Nr. 2989:

    Hallo was muss ich beim destilieren von Whisky beachten? Wie trenne ich vorlauf und nachlauf und finde die goldene mitte? Und wie kann ich testen ob in meinem gebrannten methylalcohol ist?
    MFG brauche eure hilfe und danke im vorraus
    Florian


    Florian Klems, NRW
    07.Okt.2007 19:40:24


      Am besten gehen Sie so vor wie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" beschrieben. Dort sind alle Ihre Fragen sehr detailliert und für Laien leicht verständlich erklärt.

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