Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3001:

    Hallo guten tag hab ihre seite hier im netz gefunden und ist sehr sehr gut Dickes lob
    Aber zu meiner frage:
    Bin noch recht unerfahren !!!!!

    Habe 20l birnen maische auf 2 * gebrannt im abstand von ca.10 tagen, habe die früchte vorher abgepresst und ohne die früchte gebrannt.
    Jeweils 10 l im brennkessel
    Beim Ersten brand bekam ich ca.1,5 l mit 58%
    Beim Zweiten brand bekam ich ca. 1,5 l mit 55%
    je brand ca. 0,5 l Nachlauf von 45% - 30%destilliert beim nachbrand.
    Je Destillationsvorgang ca 4,5 Std.
    Erster brand ca.100 tropfen Vorlauf
    Zweiter brand ca. 200 Tropfen
    Erster brand Vorlauftest Stufe 1 Sehr gut
    Zweiter Brand Vorlauftest nach 100, 150 und 200
    Tropfen Jeweils Stufe 3 Ungenügend.
    Woran kann es liegen das beim Zweiten brand so
    viel vorlauf kommt????
    Habe die restl. 10 l Maische für den 2 Brand wieder mit Gärspund verschlossen (aber vielleicht evtl ein halbes gramm Schwefel zugegeben weiss
    ich leider nicht mehr genau), und beim 2 Brand habe ich im aromakorb einige zerkleinerte birnen
    Aus dem Supermarkt zwecks aroma zugegeben (ohne Steine und Stiele) Wollte sehen welchen unterschied es macht mit oder ohne Aromakorb
    Nun meine Fragen: LOL
    Reicht ein halbes gramm Schwefel auf 10 l. maische um den Vorlauftest zu verfälschen????
    Kann evtl an den gekauften birnen Pflanzenschutzmittel oder ähnliches den Vorlauftest verfälscht haben????
    Sind die brennzeiten für 10 l. maische ok bzw.
    die Ausbäute.??? Maische hatte ca.10-11% Alcohol
    kein restzucker mehr, Vergoren mit Reinzuchthefe.
    Und noch eine kleine Frage zum Schluss
    Mein Dampfthermometer zeigte beim der ersten (vorher sodawasser und Spülmittel, alles Ohne Thermometer) abschliesender Reinigung nur mit
    Kochendem Wasser nur 96°C an es sollten doch normal 100°C sein oder???? 500 Meter über dem meeresspiegel gibt es da evtl. einen kleinen Unterschied??? Das Thermometer ist ziemlich genau am Höchsten punkt ebenso wie das Geistrohr
    welches sehr kurz ist und dann nach schräg unten abfällt.
    Für die Vielen Fragen möchte ich mich entschuldigen , aber vielleicht können sie mir die eine oder andere Antwort geben
    Viele Grüsse im vorraus und Herzlichen Dank
    grüsse Horst


    horst, oberfranken
    22.Okt.2007 04:40:56


      Ja, der zugegeben Schwefel ist die Ursache für den "positiven" Vorlauftest. Wenn die 4,5 Std. auch die Aufheizzeit beinhalten, ist dies durchaus OK, ansonsten doch sehr langsam. Sie können bei 10 Liter doch so brennen, dass das Destillat aus dem Kühler nicht nur schnell heraustropft, sondern herausrinnt.
      100°C sind nur bei Meereshöhe, bei 500 m sind es nur noch ca. 97-98°C.
      "höchster Punkt": sollte natürlich die Höhe der Unterkante Geistrohr sein und das Thermometer im Steigrohr (also vom höchsten Punkt aus gesehen Richtung Kessel) montiert sein. Sodass es tatsächlich vom heißen Dampfstrom umspült wird.
      Bei 10-11%vol müssen Sie gar nicht 2 mal brennen, destillieren Sie solange, bis der gesamte Mittellauf ca. 50%vol hat. Sie werden merken, dadurch wird bedeutend weniger Aroma abgetrennt, als bei einer zweifachen Destillation.

    Eintrag Nr. 3000:

    Hallo Herr Schmickl,
    ich habe kürzlich Biogen M von Ihnen erhalten.
    Gibt es genauere Hinweise zur Dosierung in Abhängigkeit von der Obstsorte und des gemessenen pH-Wertes?
    Mit freundlichen Grüßen
    DB


    BD, D
    19.Okt.2007 12:04:55


      Wenn Sie den pH-Wert messen, soviel zugeben, bis ca. 3,5 erreicht sind. In der Regel genügt es jedoch, wenn Sie den Mittelwert des angegebenen Bereiches zugeben.

    Eintrag Nr. 2999:

    Hallo
    Habe gestern meine Zuckermaische das zweite mal gebrannt. es lief schon bei 70° und das destillat hatte einen sehr scharfen geruch. Wer kann helfen.
    Thomas


    Thomas, M/V.
    19.Okt.2007 11:05:21


      Hatten Sie beim ersten Durchgang dasselbe Problem? Wenn ja, haben Fehlgärungen Vorlauf erzeugt, wenn nein, haben Sie beim zweiten mal die Temperatur falsch gemessen und der scharfe Geruch ist der sehr hochprozentige Alkohol (>80%vol).

    Eintrag Nr. 2998:

    Habe 40l Apfelsaft zum Mostmachen mit Hefe (1 Fl. Flüssighefe Steinberger) versetzt (in Fass mit Spund).
    Das ist jetzt 4 Tage her und gärtechnisch rüht sich gar nichts. Ist das normal oder kann es sein, daß die Hefe kaputt war?
    Sind Nährsalztabletten sinnvoll als Zugabe?
    schöne Grüße und Danke für Ihre Mühen
    Thomas Hofer


    Thomas Hofer, Erding/ Landshut
    17.Okt.2007 14:16:35


      Ja, stimmt, entweder ist die Hefe nicht in Ordnung (frische Packung verwenden) oder es war zu kalt. Wenn es spätestens nach 2 Tagen nicht gärt und es liegt nicht an der Hefe, sollten Sie das Fass ins Warme stellen (> 20°C). Sobald es heftig gärt, wieder zurück in den Keller (15-19°C).

    Eintrag Nr. 2997:

    Hallo!
    Ich habe einen Obstbrand aus Mirabellen hergestellt. Der Edelbrand ist super geworden, aber der Nachlauf riecht und schmeckt stark strohig! Ist das normal oder habe ich irgend etwas falsch gemacht? (der Fruchtkuchen ist nicht ausgetrocknet!)


    Mario Sinast, egal
    12.Okt.2007 18:33:05


      Nein, Sie haben nichts falsch gemacht. Sie können den Nachlauf mit Aktivkohle behandeln, um daraus noch geschmacksneutralen Alkohol zu gewinnen.

    Eintrag Nr. 2996:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    ich habe eine Maische aus Mirabellen (30 Liter) angesetzt. Aus Zeitgründen war es mir nicht möglich, diese nach der Vergärung gleich abzubrennen, sie blieb dann ca. 8 Wochen liegen. Beim Öffnen des Behälters waren geruchlich keine Auffälligkeiten zu bemerken. Der Geruch war sehr aromatisch. Ich habe den Vorlauf vorschriftsmäßig abgetrennt. 1,5 LIter des Hauptlaufes waren ok. Der Geruch und Geschmack waren aromatisch, bei ca. 90 Grad stellte sich im Destillat ein käsiger Geruch ein, vermutlich Buttersäure, geschmacklich war nichts negatives festzustellen.
    Was ist hier passiert?
    Wie konnte es zu dieser Buttersäurebildung kommen?
    Ich muss gestehen, dass es zunächst bei der Gährung Probleme gab, ich habe zunächst keine Hefe dazu gegeben, in der Hoffnung das es von alleine geht. Danach habe ich Reinzuchthefe und etwas Apfelmost sowie 1 kg Zucker hinzu gegeben. Was soll ich mit dem geruchlich beeinträchtigen Destillat machen?
    Vielen Dank im Voraus
    mit freundlichen Grüßen
    Dr. H.-J. Hartmann


    Dr. Hans-Jürgen Hartmann, Hessen/ Fulda
    12.Okt.2007 09:25:03


      Buttersäure war das sicher nicht, die stinkt derart penetrant nach Schweißfüßen, dass Sie garantiert alles weggeschüttet hätten. Trotzdem ist etwas schief gelaufen, was genau läßt sich nachträglich leider nicht mehr sagen. Ich stimme Ihnen zu, dadurch, dass Sie die Reinzuchthefe nicht sofort zu Beginn zugegeben haben, hat sich eine Fehlgärung eingeschlichen, die sich wie von Ihnen beschrieben ausgewirkt hat.

    Eintrag Nr. 2995:

    Wenn mein Brand unter 50% kommt,wird er trüb. Woran kann das liegen oder was mache ich falsch? Wer kann helfen?

    Brummifahrer, süd
    09.Okt.2007 23:39:32


      Siehe Fachfrage Nr. 2990

    Eintrag Nr. 2994:

    Wie wird der Alkohol bei Likoer festgestellt bzw. gemessen?

    Giegw, Unterfranken
    09.Okt.2007 22:32:47


      Siehe z.B. Fachfrage Nr. 2969, bitte nutzen Sie die Suchfunktion.

    Eintrag Nr. 2993:

    Hallo,
    auf die Gefahr hin, daß ich zwei dumme Fragen nochmal stelle:
    1. Ich habe hier in der Türkei vollreife Pfirsiche eingemaischt. Wieviel und welche Hefe muß/soll ich je kg oder Liter zusetzen?
    2. Ich habe hier fertig vergorenen, jungen Wein zum Brennen. Das Abrennen von Vor- und Nachlauf ist genauso vorzunehmen, wie bei Obstbränden auch, oder? Also über Messen des Alk.-Gehalts?
    DANKE im voraus!
    Micha


    Michael, Türkei
    09.Okt.2007 15:22:16


      ad 1) Flüssighefe: ca. 50 ml je 100 Liter, Trockenhefe: ca. 100 g je 200 Liter, Turbohefe: 115 g je 100 Liter. Sie sollten aber auf jeden Fall die Herstellerangaben beachten und die Hefe zu Beginn zugeben, also bevor es zu Gären begonnen hat.
      ad 2) Ja, das stimmt, Nachlauf entsteht immer, Vorlauf kann auch im Wein enthalten sein, obwohl das normalerweise nicht der Fall sein sollte.

    Eintrag Nr. 2992:

    Liebe ForenleserInnen und BeantworterInnen
    Kann man Brände bei Trübung auch mit Eiweiss reinigen, wie Weine?
    Dank und Gruss Ruedi


    ruedi kunz, kirgistan Zentralasien
    08.Okt.2007 19:31:27


      Auch bei Wein bzw. Essig ist diese Methode (Eiklar von einem Hühnerei je 100 Liter) leider nicht wirklich zuverlässig. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dies bei Destillaten funktioniert, da die Substanzen, welche die Trübungen verursachen, nicht dieselben sind wie bei Wein/Essig. Aber ein Versuch ist es jedenfalls wert, ein kurzer Erfahrungsbericht würde sicher viele Leser interessieren.

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    Design und Implementierung:
    Helge Schmickl