Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2880:

    Grüezi Herr Schmickl
    wie muss die hochprozentige Maische gelagert werden, wenn sie nicht sofort verarbeitet wird?
    Im Luftdicht verschlossenenen Fass, oder mit aufgesetztem Gärspund??
    Besten Dank für eine Antwort.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz


    Thomas, Schweiz
    25.Jun.2007 22:18:57


      Sie können den Gärspund abnehmen und durch einen Stopfen ersetzen. Die Maische kann dann sehr unproblematisch gelagert werden.

    Eintrag Nr. 2879:

    Kann mir jemand einen Rat geben: Was für Obstsorten kann ich in das geleiche Fass geben (Kirschen, Zwetschen, Pflaumen, Mirabellen, Äpfel, Birnen) um diese anschliessend als Mehrfruchtschnaps brennen zu lassen?
    Oder welche Sorten vertragen sich nicht?

    Besten Dank im Voraus für den Rat


    Meyer O., Schweiz
    25.Jun.2007 18:05:28


      Beispiel für Obstler: je ein Drittel Apfel, Birne, Zwetschke. Die anderen Sorten sollten eher sortenrein gebrannt werden, damit der sortentypische Fruchtgeschmack auch deutlich erkennbar bleibt.

    Eintrag Nr. 2878:

    Hallo
    mache Heute meine ersten Versuche zum ansetzen einer Maische aus Dosen-Ananas.
    Habe einen Teelöffel Turbohefe auf 5 Liter Maische beigegeben.
    soll ich Gärfix für Stein u. Beerenobst oder für Kernobst auch noch beigeben? und wenn ja wieviel?
    schönes Wochenende
    Peter


    Peter Plass, oö
    23.Jun.2007 08:50:11


      Nein, ENTWEDER Turbohefe ODER Gärfix verwenden.

    Eintrag Nr. 2877:

    wie viel hefe brauche ich für 5l selbstgebranten

    bario, neumünster
    18.Jun.2007 19:37:42


      Das hängt von der Hefesorte ab. Flüssighefen: ca. 50 ml je 100 Liter Maische, Trockenhefe: ca. 100-200 g je 100 Liter Maische. Sie sollte auf jeden Fall die Packungsbeilage und Dosierangabe Ihrer Hefe beachten. Wieviel Liter Selbstgerannter aus 100 Liter Maische werden, hängt vom Zuckergehalt Ihrer Maische ab.

    Eintrag Nr. 2876:

    Hallo Dr. Schmickl!
    Heute habe ich auch einmal eine Frage.
    Meine Hightechkupferblumenvase (Alembik) mit relativ (zum Kessel) grossem Kupfer-Schlangenkühler pumpt im Betrieb teilweise recht stark. Drosseln oder aufdrehen der Gasfeuerung bringt meist keine Veränderung, Füllhöhe ist auch nicht reproduzierbar der Auslöser.
    Einzige Lösung bisher: Frischhaltefolie über der Kühlerauslauf und die Vorlage decken und leicht andrücken so das ein minimaler Gegendruck entsteht. Dann hört das pumpen sofort auf und es rinnt/tröpfelt gleichmässig.
    Qualität des Produktes und Ausbeute sind jeweils ok (passend zum Ausgangsmaterial).
    1.Was ist der Grund für das pumpen
    2.Haben Sie eine oder mehrere Ideen was man noch machen könnte?
    3. Hat das Verhalten der Destille Auswirkungen auf Qualität oder Ausbeute?
    Vielen Dank im voraus und weiter so!
    Gruss, Kupfernatter


    Kupfernatter, gaanz weit südlich
    18.Jun.2007 18:17:39


      ad 1) Siedeverzüge und große Dampfblasen im Inneren des Kessels.
      ad 2) Rühren (Dampfdicht!) oder Siedesteinchen verwenden oder etwas anderes in den Kessel geben, sodass statt der großen Dampfblasen ein konstanter Strom vieler kleiner Bläschen entsteht.
      ad 3) nein
      Danke! ;-)

    Eintrag Nr. 2875:

    Hallo Doc!
    Ich habe auf 10l Wasser 4kg Zucker gegeben und dazu Turbohefe - müssten 20% alk enstehen.
    Ich habe einen Plastikgäreimer mit einem Aktivkohlefilter, statt Gärröhrchen verwendet.
    Ich habe vor das Ergebnis mit einer Plastikdestille zu brennen "Amazing Still".
    Nun zur Frage:
    Kann durch den Aktivkohlefilter Methanol enstehen?
    Oder kann ich die Zuckermaische gefahrlos brennen?
    Danke im Vorraus!
    mfg Lars


    Lars, Ungarn
    18.Jun.2007 17:02:57


      Methanol entsteht durch Fehlgärungen (die bei Ihnen nicht auftreten sollten) und nicht durch den Aufsatz eines Gärspundes, der mit Aktivkohle gefüllt ist (dies ist quasi der "Filter").

    Eintrag Nr. 2874:

    Wir haben dieses Jahr sehr viele Sauerkirchen und deshalb habe ich beschlossen, daraus Schnaps zu machen. Da bei uns Schnapsbrennen (noch) legal ist, brennt man hier aus fast alles. Ich besitze eine Brennanlage (80 liter).
    Jetzt meine Frage: Da ich jetzt zum ersten mal aus Sauerkirchen brenne, was muss ich beachten? Wieviel Zucker muss ich hinzufuegen? Muss ich umbedingt nachbrennen?
    Vielen Dank fuer die Antwort.
    MFG


    Antun, Kroatien
    17.Jun.2007 20:06:30


      Bei Kirschen ist auf eine niedrige Gärtemperatur zu achten, wenn Sie Zucker zugeben, dann ca. 380 g/ Liter Maische. Dies macht nur Sinn, wenn Sie Turbohefe verwenden und klarerweise vor bzw. während der Gärung, da sich der Zucker schließlich in Alkohol umwandeln soll. Einen anderen Sinn hat die Zuckerzugabe nicht. Ein doppeltes Brennen erübrigt sich dann natürlich.

    Eintrag Nr. 2873:

    Guten Abend Herr Dr. Schmickl,
    wir haben vor grüne Nüsse mit der Turbo-Hefe zu vergären. Wieviel g Zucker auf I kg Maische sollen wir rechnen auf 20% Alkohol? Mit welchen Früchten sind Nüsse vergleichbar? Wacholderbeeren, Quitten oder Hagebutten? Haben sie überhaupt einen eigenen Zuckergehalt?
    Danke und einen schönen Gruss as NÖ
    Anna


    Anna Geppel, NÖ,
    16.Jun.2007 20:31:24


      Nüsse haben kaum Zucker, daher 380 g je Liter zugeben.

    Eintrag Nr. 2872:

    Hallo Herr Schmickl
    Ich habe im März dieses Jahr den Brennkurs bei Ihnen besucht. Nun sind die Kirschen als erste Frucht zum Einmaischen. Vom Kurs und Ihrem Buch sollte die Maischetemperatur zwischen 15 und 20 C sein. in meiner Abstellkammer habe ich aber über 24 C.Ein Keller oder so stet nicht zur Verfügung Ich möchte mit Turbohefe arbeiten. Um die Temperatur unter 20C zu halten möchte ich das Maischefass in ein Wasserfass mit ca 15C stellen. Den Teperaturanstieg für den Wasserwechsel kann ich ja durch einen einfachen versuch messen. Nun wie ist es mit der Energie die durch die Vergährung der Maische entsteht? Diese Technik ist zugegeben etwas verrückt und umständlich aber das Wasser 2mal im Tag zu wechseln ist immer noch besser als eine zu schnelle Gährung.Gehe ich recht in der Annahme, dass die Temperatur nur während des Gährprozesses diese 15-20C spezifikation erfüllen sollte und für die 4 monatige Lagerung ein Kompromiss akzeptiert werden kann. Beste Grüsse aus Mahren
    Charly Weltweit


    Charly Weltweit, Mähren
    16.Jun.2007 14:17:33


      Die Temperatur brauchen Sie nur während des Gärvorganges auf 20°C halten, danach können Sie das Faß problemlos lagern. Wenn Sie das Faß ca. zu einem Drittel in ein kaltes Wasserbad - also 15°C - stellen, dann reicht dies für die Gärung sicher aus. Die bei der Gärung entstehende Wärme ist relativ gering, d.h. es müsste genügen, wenn Sie das Wasser alle zwei bis drei Tage austauschen. Sie können das Fass auch mit nassen Tüchern umwickeln, die Verdunstung entzieht dem Fass Wärme.

    Eintrag Nr. 2871:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    erstmal Ihnen und den Mitarbeitern vielen Dank und großes Lob für das Buch.
    Bitte entschuldigen Sie die sehr ungenauen Angaben zur Region, die wegwerfbare E-Mail Adresse und den falschen Namen. Leider wohne ich in einer Region in der das Schnapsbrennen strafbar ist.
    Ich habe dieses Forum durchsucht, aber leider keinen passenden Eintrag gefunden.
    Ich habe folgendes Problem: Mit einer 7l Edelstahldestille habe ich bereits mehrfach Wein gebrannt. Über dem eigentlichen Siedetopf befindet sich ein zweiter Topf mit Löchern im Boden, in den ich einmal Weintrauben und einmal Himbeeren eingefüllt habe. Das Geistrohr ist ca. 15 cm lang, bevor ein T-Stück mit dem Abgang zum Kondensator kommt und von oben das Thermometer eingeführt wird. Die Spitze des Thermometer befindet sich ca. 1 cm unterhalb des Abganges zum Kondensator.
    Kondensat in spürbaren Mengen tropft erst ab einer Dampftemperatur von !!!! 81 °C !!!! Alkoholgehalt beträgt ca. 65 Vol. %. Ich destilliere dann bis ca. 94 °C. Also wesentlich höher als theoretisch möglich, nötig etc.. Als Test habe ich einfach nur Wasser verdampft. Dampftemperatur wie nicht anders zu erwarten ca. 98 °C.
    Was läuft falsch und was muss ich tun um auf die normalen Werte lt. Ihrem Buch und der Physik zu kommen?

    Vielen herzlichen Dank für eine Antwort


    Thomas Dick, Europa
    13.Jun.2007 09:01:15


      Das Topf-über-dem-Topf Prinzip wirkt sich wie eine Rektifikationskolonne aus, verstärkt also den Alkohol, wodurch sich auch ein anderer Temperaturverlauf als bei einer Potstill ergibt. Wenn ich Ihre Beschreibung richtig verstehe, steckt das Thermometer im kühlen, also falschen Ende des T-Stücks, also Kondensator-seitig. Es sollte Kesselseitig, am höchsten Punkt der Unterkante des Geistrohres angebracht sein.

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