Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 4094:

    Hallo Herr Schmick1,
    ich bin im Bereich Maische ansetzen und Schnaps brennen ein absoluter Neuling und habe mit Begeisterung Ihr Buch gelesen. Es ist sehr verständlich geschrieben und bietet 1000 gute Tips, insbesondere für Anfänger, die sich in der Materie nicht auskennen. Vielen Dank für die gute Literatur.

    Auf Ihrer Homepage ist mir bei der Berechnung von KMW aufgefallen, das sich hier vielleicht ein Schreibfehler eingeschlichen hat. Sie geben die Formel mit Grad [KMW] = 4,86 * [Oe] an. Rechnet man Ihre Werte jedoch nach glaube ich, dass die Formel 1 Grad [Öchsle] = 4,86 * [KMW] lauten sollte. Liege ich mit der Annahme richtig?

    Herzliche Grüße und vielen Dank für Ihre Unterstützung mit Literatur, Dikussionsforen und Equipment.

    Maischeneuling


    Maischeneuling, Alpenland
    14.Aug.2015 08:01:19


      Danke, das freut uns! :-)
      Natürlich kann sich immer irgendwo ein Schreibfehler einschleichen. Habe daher hier nachgesehen:
      http://www.oesterreichwein.at/unser-wein/das-weingesetz/klosterneuburger-mostwaage/
      Der Tabelle zufolge entspricht 15°KMW 73,0°Oe.
      Unser Eingabeformular für die Umrechnung (http://www.schnapsbrennen.at/zuckerAlkohol.php) ergibt:
      72,9°Oe --> 15,00°KMW
      Sie haben also recht, die Formel im Eingabeformular ist richtig, aber die Erklärung dazu genau verkehrt herum, danke für den Hinweis, werden wir ändern!

    Eintrag Nr. 4093:

    Hallo,

    zunächst einmal grosses Lob für Dein Buch.

    Ich habe folgenden Effekt: Maische, Pflaumen, 7,5kg, 22g Turbohefe, 1.5 kg Zucker, 350ml Wasser, im dafür gekauften 30l Maischefass angesetzt, schäumt nach weniger als 24h derart über, dass Fruchtfleisch überquillt. Was mache ich falsch?
    Gruß Ralf


    Ralf, Bad Tölz
    13.Aug.2015 20:31:01


      Danke! :-)
      Fass ist zu voll bzw. Temperatur zu hoch, deswegen gärt es so stark. Bei ca. 17-18°C ist die Gärung deutlich langsamer.

    Eintrag Nr. 4092:

    Betreff Eintrag Nr. 4090:

    bitte benutze die SUFU im Forum..
    oder schau dir mal die Fotogalerie an...
    oder in der Produktliste gibts auch Destillen....

    P.S.: im Forum wir der bau einiger dutzend Destillen sehr genau beschrieben....
    und um die Heilige Schrift der Brenner (also das Buch ) wirst du eh nicht drumherumkommen....


    Popcorn Sutton, Appalachen
    05.Aug.2015 15:41:23


      Danke!

    Eintrag Nr. 4091:

    Sehr geehrte Profis,
    bei meinen ersten Brennversuchen habe ich unter anderem 3 Liter Billigwein zu Weingeist zu verarbeiten versucht.
    Allerdings kam bei meiner 5l Destille mit Kolonne(Raschig Ringe) nur Destillat heraus, welches über einen stechenden Geruch nach Lösemittel verfügte. Es war kein Schwefelgeruch.
    Egal bei welcher Temperatur oder welchem Alkoholgehalt (max.70 %), der Geschmack/Geruch blieb der Gleiche.
    Haben Sie eine Idee woran das liegen könnte?
    freundliche Grüße
    UW


    UW, Rheinland Pfalz Deutschland
    05.Aug.2015 08:11:23


      Und wie schon so oft: siehe Buch! Ihr Problem und die Lösung dazu ist sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich darin beschrieben. Das Destillat eines geschwefelten Weines riecht NICHT nach Schwefel (Abbrennen eines Zündholzes) oder nach Schwefelwasserstoff (faule Eier) sondern sticht derart stark in der Nase, dass einem die Luft wegbleibt.

    Eintrag Nr. 4090:

    Gibt es in dem Buch auch eine Anleitung um selbst einen Kessel zum Brennen herzustellen?

    Tüftler, NÖ
    04.Aug.2015 17:04:09


      Im Buch sind Kriterien beschrieben, die eine Brennanlage - egal ob gekauft oder Selbstbau - erfüllen sollte, um möglichst viele Aroma- und Geschmackstoffe im Destillat zu erhalten. Eine Bauanleitung für den Selbstbau ist definitiv NICHT enthalten! In Deutschland (der Buch-Verlag ist aus Göttingen) ist es nach wie vor nicht erlaubt Schriften in Umlauf zu bringen die den Selbstbau von Brenngeräten beschreiben. Siehe Alkoholmonopolgesetz, §46 (1), Abs. 3.
      Pikant ist dann Punkt (2): "Der REICHSMINISTER DER FINANZEN kann Ausnahmen zulassen."
      Als Österreicher dachte ich eigentlich, dass Deutschland ebenfalls eine Republik ist... ;-)

      Zu Eintrag Nr. 4092 von "Popcorn Sutton", der diese Frage hier kommentiert: vollkommen richtig, vielen Dank für den Hinweis!

    Eintrag Nr. 4089:

    Ich habe bei Vergorener Steinobstmaische immer im Absatz bei den Kernen eine weiße Schlempe was ist das?
    Soll man unterrühren vorm Brennen oder ist es besser zu entfernen mit den Kernen
    Danke für Informationen


    Johann Koller, Österreich/Burgenland
    30.Jul.2015 13:16:32


      Wenn ich die Beschreibung richtig verstehe, ist das die abgestorbene Hefe die sich am Boden abgesetzt hat, Farbe ist weiß bis beige. Umrühren und brennen, der Anteil von der Biomasse (abgestorbene Hefe) der beim Umrühren am Boden bleibt muss nicht mitgebrannt werden.

    Eintrag Nr. 4088:

    Hallo Herr Dr. Schmickl. Ich habe einen Kaffee-Geist nach Angaben aus Ihrem Buch ab Seite 120 gebrannt. Weisswein 10Vol.% (Tetrapack) mit 25 gr. Kaffe pro 1,5 Ltr. Weisswein im Aromasieb. Das Kaffeearoma ist auch da aber der Geist schmeckt sehr scharf. Der Geist hat nach dem Brannt 38Vol.% Alkohol. Meine Frage: Wie kann ich dem Geist noch einen milderen Geschmack geben ? Evtl. noch ein zweitesmal brennen....Wenn ja, sollte ich dann nochmals 25gr. Kaffee ins Aromasieb mit zugeben. Leider finde ich im Buch bzw. im Forum keine direckte Antwort speziell auf meinen Geist bezogen.
    Vielen Dank für ein Antwort.
    MfG aus Düsseldorf.


    brennfuchs, BRD
    30.Jul.2015 11:31:42


      Haben Sie das Destillat auch wie im Buch beschrieben intensiv schäumend gemixt, um den Schwefel "auszutreiben"? Siehe Buch: jeder Wein wurde geschwefelt, daraus entsteht beim Brennen die schwefelige Säure welche sehr stark in der Nase sticht, aber zum Glück leicht flüchtig ist. Ja, natürlich können Sie prinzipiell aus dem Destillat nochmals einen Geist machen und wieder Kaffee dazugeben, es wird dann noch mehr nach Kaffee schmecken, befürchte jedoch, dass es dann zu intensiv wird. Gerade bei der Geistherstellung heißt nicht, mehr ist automatisch besser.

    Eintrag Nr. 4087:

    Welche Temperatur am Steigrohr ist optimal Rauhbrand/Feinbrand? Wann sollte man das Ventil vom Wasserbad schliessen?

    Yvonne Prosser, Wildschõnau
    26.Jul.2015 09:11:56


      Sorry, beide Fragen sind dermaßen anlagenspezifisch, dass darauf keine sinnvolle allgemeine Antwort gegeben werden kann. Z.B. hängt die angezeigt Temperatur auch davon ab WO im Steigrohr gemessen wird. Es gibt nur einen sinnvollen Messpunkt der anlagenunabhängig ist, siehe Buch. Wann das Ventil zu schließen ist hängt vom Kesselvolumen, der Füllmenge, dem Feststoffgehalt der Maische, der Heizleistung usw. usf. ab.

    Eintrag Nr. 4086:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Melonenmaische: Gibt man bei den Melonen die Schale auch ins Fass. Für Ihre Bemühungen besten Dank im voraus.
    Mit freundlichen grüssen
    EH


    EH, CH
    24.Jul.2015 14:02:47


      Nein, nur das Innere verwenden.

    Eintrag Nr. 4085:

    Sehr geehrter Herr Schmickl,
    ich habe noch eine Frage zum Thema Geiste: Was sind die Vor- und Nachteile einer zweiten Destillation? Mit der zweiten Destillation meine ich, dass das reine Destillat des Angesetzten oder des Geistes noch einmal destilliert wird. Ich habe von einigen Gin-Herstellern gelesen, die so verfahren. Ich nehme an, dass das Destillat dafür wieder mit Wasser verdünnt werden muss, bevor es in den Kessel kommt. Ob und wie dann aber nochmal Vorläufe und Nachläufe abgetrennt werden weiß ich nicht. Können Sie da insgesamt etwas Licht ins Dunkel bringen?
    Besten Dank!


    Pioneer, Mittelgebirge
    21.Jul.2015 10:38:18


      Am besten so vorgehen wie im Buch sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich beschrieben, dort finden Sie auch die Antworten auf Ihre Fragen, auch zum Thema Vor- /Nachlaufabtrennung beim zweifachen Brennen. Prinzipiell gilt, jeder Destillationsvorgang ist ein Reinigungsschritt, d.h. das Destillat wird geschmacksärmer und alkoholreicher. Es gibt viele Gin-Hersteller, jeder hat sein eigenes Verfahren, mache legen die Gewürze vorher in Alkohol ein, andere nicht usw. Meine beliebtesten Sorten werden mittels vapor-infusion hergestellt (Geistherstellung, siehe Buch) und keinesfalls doppelt gebrannt.

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