Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2667:

    Ich habe Williamsbirnen gebrannt. Der Schnaps riecht nach Zirbe (vorher habe ich Zirben gebrannt und den Kessel zu wenig gereinigt)
    Können sie mir einen Tip geben wie bzw ob ich den Zirbengeruch weg bringe?
    Danke
    Rosi


    Rosi Huber, Oberösterreich
    01.Nov.2006 15:27:09


      Nein, Sie können nicht selektiv den Zirbengeruch entfernen und die Birne behalten. Es ist nur möglich den Schnaps geschmacklos zu machen, mit Aktivkohle.

    Eintrag Nr. 2666:

    hallo dres. schnapsgelehrte.
    es ist leider nur möglich auf diesem wege einem anbrenngeplagten zu helfen!?
    hallo ginsterbrenner
    eintrag Nr.:2652, 23.10.2006
    ein dämpfeinsatz in fächerform aus edelstahl dürfte abhilfe schaffen. erhältlich in jedem haushaltswarenladen, alufüße entfernen und durch va schrauben ersetzen. soweit zum abstandshalter. als anbrennschutz eignet sich hervorragend eine fliegengaze aus VA oder kupfer vom fensterbauer oder baumarkt. wichtig ist noch beim befüllen zuerst den oberen wein der maische einzufüllen, da sonst die aufgerührte maische hohlräume erzeugt und der inhalt sich schlechter erhitzt.
    viel spaß beim probieren
    gruß schnapsnase.


    schnapsnase, nördlich der Wärme
    31.Okt.2006 22:36:02


      Danke für den Tipp!

    Eintrag Nr. 2665:

    Hallo
    ich habe einen pflaumen schnaps gebrannt und jetz habe ich keinen richtigen geschmack was kann das sein ?


    Hannes, Thü
    31.Okt.2006 19:56:46


      Das kann sehr viele Ursachen haben, am besten das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durchlesen.

    Eintrag Nr. 2664:

    Hallo!
    Folgende Fragen zu einer 100 l Blase:
    hab im Forum leider zu wenig darüber gefunden ...
    1. Wie gross sollte die Heizleistung eines Gasbrenners für diese Abmessungen sein?
    2. Wie lang sollte der Liebigkühler sein und welchen Innendurchmesser sollte er bei dieser Heizleistung haben?
    Würde alles gerne aus Edelstahl bauen. Habe aber gesehen, dass es da unterschiedliche Edelstahl-Typen gibt.
    3. Ist es egal wenn ich unterschiedliche Edelstahl-Typen miteinander verschraube oder sollte alles (Blase-Geistrohr-Kühler) aus ein und dem selben Typen bestehen.
    bitte um feedback
    danke
    lg Tom


    Tom, A
    30.Okt.2006 16:20:45


      ad 1) Gasbrenner für Großküchen, z.B. Bundesheer
      ad 2) ca. 4 bis 5 Meter, eher länger. D-innen: ca. 5 cm
      ad 3) wenn Sie's nur verschrauben und nicht schweißen ist das kein Problem


    Eintrag Nr. 2663:

    Hallo Dr. Schmickl,
    ich habe in einem neuen 10 Liter Eichenfaß 9 Monate Sherry gelagert und dann Apfelbrand eingefüllt um Calvados zu machen. Wie lange muß und wie lange darf ich höchstens den Apfelschnaps im Faß lagern.
    Muß ich für den nächsten Gang im Faß erst wieder Sherry einfüllen oder wie verfährt man da am besten.
    Kann man div. Obstschnäpse in Glasflaschen mit Korken liegend lagern oder nimmt der Schnaps den geschmack vom Korken an. Die Korken sind neu.
    Danke und Gruß


    Guido, Norddeutschland
    29.Okt.2006 14:43:01


      ad 1) Das kann zwsichen einigen Wochen und einigen Jahren sein. Sie sollten regelmäßig kosten, persönliche Geschmäcker sind hier unterschiedlich, auch die Geschmackstoffe der Fässer und wie schnell diese gelöst werden.
      ad 2) Auch hier gibt's unterschiedliche Vorgehensweisen. Normalerweise kann man direkt neuen Schnaps einfüllen. Aber natürlich schadet es nicht, den Sherry-Geschmack mittels frischem Sherry wieder "aufzufrischen".
      ad 3) Sie können die Flaschen mit Korken auch liegend lagern.

    Eintrag Nr. 2662:

    Nachdem ich nun weiss, was Methanol und Vorlauf ist und ich den Vorlauf nicht getrennt habe, müsste doch eigentlich durch folgendes Verfahren alle schädlichen Substanzen eleminiert werden können:
    Das fertige Destillat in einem offenen Topf bis ca. 70 Grad erhitzen und abwarten, bis es nicht mehr damft.
    Ist das möglich? Macht das Sinn?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Ich möchte nicht noch einmal destillieren, das jetzige Destillat auch nicht wegschütten.
    Und wenn es gar nicht erst damft, ist das Destillat wohl rein.


    Klaus, NRW
    29.Okt.2006 08:30:03


      Nein, funktioniert leider nicht, da die Siedetemperatur vom Alkoholgehalt und nicht vom Vorlauf abhängt. Es bleibt Ihnen daher nichts anderes über als nochmals zu destillieren und zu Beginn das Destillat zu beschnüffeln (vollkommen egal wie hoch die Dampftemperatur ist). Solange es nach Klebstoff riecht, ist's Vorlauf. Diesen Geruch bei einem offenen, kochenden (!) Topf zu erkennen ist nicht wirklich möglich. Da stinkt der ganze Raum nur nach Schnaps. Und wenn's nicht kocht, verdampft auch kein Vorlauf. Nur "warm halten" bringt also nichts.

    Eintrag Nr. 2661:

    Hallo,
    wenn man Quittenmaische brennt egal ob einmal oder zweimal welche Farbe hat das Destillat? Auch bei dieser Zusammensetzung interessiert mich die Farbe des Destillat (Quittenmanische und Apfelmost).
    Dankeschön für Ihre Antwort und weiter so Ihr seid einfach großartig.
    mfG. werswissenwill


    werswissenwill, Deutschland
    28.Okt.2006 20:19:36


      Alkoholische Destillate sind immer farblos. Sollte beim Schnapsbrennen das Destillat färbig/trüb sein, ist etwas übergekocht. In diesem Fall Vorgang SOFORT abbrechen. Feststoffe könnten den Kühler verstopfen, es besteht Explosionsgefahr! Manchmal schäumt die Maische beim Kochen, in diesem Fall Anti-Schaum verwenden.
      Danke!

    Eintrag Nr. 2660:

    Hallo Herr Schmickl
    Durch ihr Buch bin auch ich auf dem Brenntrip, danke fuer die Inspiration. Frage: Ich habe 20 Liter Traubenmaische (nur Beeren, Blauburgunder oder aehnlich) in einem 60 l Fass mit 10g Gaerfix und nach anderthalb Tagen mit 0.6 dl BiogenM angesetzt (alles steht bei etwa 20 Grad).
    Nach einer Woche blubbert fast nichts im Gärspund (Maische schäumt aber schon ein wenig, Fruchtkuchen schwimmt auf, das Fass ist schon mit etwas stechendem CO2 gefuellt (?)). Wegen mangelnder Erfahrung kann ich Geschmack der Maische nicht beurteilen, und Alkoholmesser hab ich auch nicht.
    Die Trauben stammen von einer Fassaden-Spalierrebe auf 1000 m.ü.M., also nicht grad mit Zucker verwöhnt. Kann man da mit Zucker nachhelfen, oder ist das langsam Gaeren normal?


    Flavio, Schweiz
    28.Okt.2006 18:58:56


      Das langsame Gären ist normal und gut, je langsamer die Gärung, umso besser für's Aroma. Wenn Sie Zucker zugeben, erreichen Sie einen höheren Alkoholgehalt.

    Eintrag Nr. 2659:

    Hallo!
    Ich wollte mal einen Traubenbrand versuchen und wollte fragen ob beim maischen von Trauben Methanol entstehen kann, danke schon mal im voraus


    erik weinreich, Franken, Deutschland
    27.Okt.2006 21:30:15


      Methanol entsteht in nennenswerten Mengen nur aus Traubentrester. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Trauben also nicht auspressen und möglichst schonend zermatschen, sodass nur sehr wenig Kerne zerquetscht werden.

    Eintrag Nr. 2658:

    Hallo Hr. Dr. Schmickl,
    ich habe 60 l. Nispero eingemaischt, und zwar MIT Kernen, da ich keine Referenzen hatte ob ich diese, wie bei Äpfeln, dabeilassen kann oder nicht. Ist nun nach dem Brennen Ihrer Erfahrung nach viel Methanol oder u.U. Blausäure im Endprodukt zu erwarten?


    Dietmar Schöbitz, Lima, Peru
    26.Okt.2006 02:35:22


      Nispero heißt auf Deutsch "Mispel". Dies ist wie der Apfel Kernobst. Kerne können also dabeibleiben. Wenn die Maische sauber, mit Hefe und Säureschutz etc. vergoren wurde, sind keine Probleme in Bezug auf Methanol oder Blausäure zu erwarten.

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