Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2637:

    Hallo @all,
    kann mir vielleicht einer von euch sagen, wie ich aus Holz Alkohol herstellen kann?
    Hat das jemand schon von euch probiert oder betriebt es grade?
    Das soll keine funfrage sein und ist voller ernst, deshalb bitte ich euch um ernstgemeinte Ratschläge.
    Frage:
    Wenn ich das Holz einmaischen und gähren lassen würde, wie lange m´ßte ich diesen Vorgang laufen lassen und wann ist dieser beendet? Kann das sein das das ende des Gährvorgangs dann zu ende ist, wenn keine blasen aufsteigen?????
    Vielen dank im Voraus für eure Hilfe.
    Mfg
    Gregor


    Gregor, nrw
    09.Okt.2006 21:33:31


      Der daraus entstehende Alkohol ist giftig, nur als Treibstoff zu benutzen. Für dieses Thema sind Sie leider im falschen Forum gelandet, hier geht's ausschließlich um genießbaren Ethanol.

    Eintrag Nr. 2636:

    hallo! ich habe einen selbstgebrannten aus birne geschenkt bekommen, habe den in den kühlschrank gestellt und stelle jetzt fest, dass er flockt, d.h. in der flasche bildet sich ein weisses flöckchen, welches auch nach filtern nicht verschwindet.... wird die flasche normal gelagert(kellertemp.) setzt sich diese flocke am flaschenboden ab. was kann das sein? grüße aus dem norden..... wolfgang.

    wolfgang, niedersachsen
    05.Okt.2006 19:41:19


      Es könnte sein, dass das Wasser mit dem Verdünnt wurde, nicht vollkommen kalkfrei war. Der Ausdruck "Flocken" deutet darauf hin, auch setzen sich diese am Flaschenboden ab. Doch diese Kalksalze können abfiltriert werden. Aber nicht mit einem Kaffeefilter, der ist dazu zu grob. Sie könnten den Schnaps natürlich auch abdekantieren.

    Eintrag Nr. 2635:

    Hallo Herr Schmickl
    Ich habe eine Frage: Ich brenne Apfelmaische gemäss Ihrem Buch, jedoch ab ca. 88° schmeckt das Destilatt anders, zum trinken nicht schlecht, kein kratzen, als ob man Wasser trinkt. dafür sind die ätherischen Öle sehr gut zu sehen wenn sie sich im Glas auflössen. ist es normal, dass man bei 88° nichts mehr vom Alkohol merkt. Ach ja Ausgangslage war 16% Apfelmaische ergebniss Edelbrand mit 55% kann dies so stimmen, oder habe ich zu früh abgetrennt ???'
    besten Dank


    Schweizer, GR
    02.Okt.2006 16:20:02


      Apfelmaische enthält kein ätherisches Öl. Die Schlieren die sich gegen Ende vom Edelbrand bilden, kommen daher, dass sich das Destillat aus dem Kühler nicht sofort mit dem Rest vermischt, weil der Unterschied vom Alkoholgehalt schon sehr groß ist.
      Ja, das Ergebnis stimmt.

    Eintrag Nr. 2634:

    Meine frage bezieht sich auf den Zugabezeitpunkt der Hefe, des Enzyms (zum Verflüssigen) und der Säurezugabe. Wann und in welcher Reihenfolge und in welche Zeitabständen werden diese Bestandteile zugegeben.
    Danke für die Antwort
    stefan
    ps. ist das bei jeder Maische gleich, oder ändert sich die Zugabe mit der Fruchtart


    Stefan Schnepps, Weinviertel
    30.Sep.2006 09:39:30


      Alles außer Hefe sofort und gleichzeitig zugeben, kräftig umrühren, gleich danach die Hefe, wieder kräftig umrühren. Ist für jede Maische gleich.

    Eintrag Nr. 2633:

    Hallo an alle!
    Ich habe vor, einem Freund zum Geburtstag eine kleine Destille zu schenken. Mein Problem ist aber, ich habe nicht die geringste Ahnung davon und weiß auch nicht, worauf ich beim Kauf achten soll!
    Vielleicht könnt ihr als alte Destillier-Hasen mal ein paar Tips springen lassen, was man beachten soll oder auf gar keinen FAll machen darf.
    Würde mich riesig über Antworten von Euch freuen!!!
    Lieben Gruß
    Christina


    Christina, Mainz
    27.Sep.2006 18:11:25


      Siehe "Info zum Kesselkauf". Außerdem würde ich empfehlen, dass Sie sich das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durchlesen.

    Eintrag Nr. 2632:

    Guten Tag ich habe zwei grosse bäume mit äpfel und birnen aus einem teil soll wein hergestellt werden und aus dem anderen eine maische zum destilieren. nun meine frage da ich nicht genug behälter habe und auch noch arbeitstächnisch voll ausgelastet bin wollte ich einen teil der früchte einfrieren (äpfel und birnen). geht das so ohne weiteres?

    east Knipser, Mecklenburg-Vorpommern
    27.Sep.2006 09:58:27


      Ja, das geht, beim Auftauen darauf achten, dass die Maischetemperatur zumindest ca. 16°C hat, bevor Sie Hefe usw. zugeben.

    Eintrag Nr. 2631:

    guten morgen frau schmickl
    ich habe vor gut zwei wochen zwetschgen und trauben angesetzt. beides habe ich ohne zusätze gären lassen.
    getsern habe ich mit dem vino meter von ihnen die maischen gemessen: zwetschgen 7.5 % trauben 9.5 %
    beides ist noch am gären, wobei die trauben gemäss gärspund eher schwach gären. ph wert bei beidem ca. 3.
    nach meinem verständnis sind beide maischen nicht schlecht?! raumtemperatur 18.5 °C
    meine fragen:
    1. soll ich die maische weiter alle drei tage umrühren, oder ruhenlassen??
    2. welches ist der ideale zeitpunkt zum brennen?
    3. wie hoch sollte der alkohol gehalt in der maische sein (zwetschgen und trauben)?
    4. gibt es anhaltspunkte; wenn die maische z.b 9% hat was ist nach dem 1. brenndurchgang zu erwarten??
    uebrigens bestelle ich das buch von ihnen noch, in der hoffnung einige meiner fragen klären sich ;-)!
    besten dank für eine antwort
    freundliche grüsse anton


    anton, basel
    27.Sep.2006 07:30:42


      ad 1: solange es noch gärt umrühren, sobald die Gärung zu Ende ist (Fruchtkuchen zu Boden gesunken), ruhen lassen
      ad 2: Spätestens ca. 1 Monat nachdem die Gärung zu Ende ist (Gärspund, keine Schaumbildung, Kuchen am Boden)
      ad 3: ist so ok
      ad 4: Ca. 30%vol.

    Eintrag Nr. 2630:

    Folgendes Problem mit dem Feinbrand von Ringlotten. Beim Erwärmen stieg die Temperatur bis auf 90 Grad und der Alkoholgehalt der Maische kam nicht über 40%. (Ich nehme an, weil schon zuviel Wasser und andere Fuselöle dabei sind)
    Da der Kessel mit Starkstrom beheizt wird und die temperatur einstellbar ist, vermutet ein Freund, dass der Thermostat kaputt ist. Kann auch ein Gärfehler vorliegen?


    John Lintner, österreich
    26.Sep.2006 15:20:08


      In der Maische kann der Alkoholgehalt nicht 40%vol betragen, sondern nur das Destillat. Wahrscheinlich handelt es sich um eine herkömmliche Maische (ohne Zuckerzusatz), sodass es notwendig ist, doppelt zu Brennen. Das würde dieses Verhalten erklären. Oder es hat nie zu gären begonnen und daher gibt es gar keinen Alkohol in der Maische. Die Dampftemperatur kann nicht "eingestellt" werden, die ist vom Alkoholgehalt abhängig. Wie bei Wasser: kocht auch immer bei 100°C, egal wie stark die Heizung darunter eingestellt ist.

    Eintrag Nr. 2629:

    Guten Tag!
    Als Anfänger (Neue Anlage, 1. Maische angesetzt) habe ich vor 2,5 Wochen ca. 34l Apfelmaische und ca. 25l Birnenmaische angesetzt. Ansatz (streng nach Dr. Schmickl) mit Turbohefe, Zucker (1/3 sofort),Biogen M & Verflüssiger. Zielwert war 20% Alkoholgehalt in der Maische.
    Nach recht heftigem Gärverlauf in den ersten 9 Tagen (Temp. leider zwischen 19 u. 21 Grad) ist die Gärung nun leider bei ca. 14% zum Stillstand gekommen. Der Zucker ist deutlich noch vorhanden (schmeckt recht süß). PH ist bei 3,5
    1. Frage: Soll ich einen Gärstarter anrühren, um die verbleibende Zuckermenge (möglicherweise habe ich den Zuckergehalt zu früh erhöht, so dass die Hefen abgestorben sind) in Alkohol umzuwandeln und doch noch auf 20% zu kommen? Wenn ja, in welcher Menge / Verhältnis? Mich stört die zusätzliche Zugabe von Wasser ein wenig, da ich mich um den Verlust von Aroma im Brand sorge.
    2. Frage: Als ungeduldiger Geist habe ich 2 l Birnenmaische schon mal vorab durch meine Potstill (5l Dampfdruckkessel mit 30cm Steigrohr) laufen lassen und ein recht geschmacksarmen Alkohol erhalten. Folgendes ist passiert:
    - Der Vorlauf ist ab 60Grad sehr schnell "Herausgeronnen", so dass ich ca. 100ml Vorlauf abgetrennt hatte, bis das Thermometer die erforderlichen 79 Grad anzeigte (Thermometer ist an der richtigen Stelle).
    - Ab 79 Grad hatte ich die Temperatur so, dass der Alkohol schnell tropfte und die Verlaufskurve stieg langsam auf 91 Grad wie im Lehrbuch

    Habe ich die Temperatur auf der Induktionskochplatte zu spät heruntergeregelt und so den geschmacksintensivsten Edelbrand verpasst?
    Oder ist mein Steigrohr einfach zu hoch, so dass geschmacksintensive Brände mit der Anlage einfach nicht gelingen?
    Vielen Dank, und verzeiht den intensiven Fragebedarf des Anfängers.


    Ralf Richthofen, Ruhrgebiet
    26.Sep.2006 13:55:34


      ad 1: Für einen Gärstarter ist der Alkoholgehalt inzwischen zu hoch, 14%vol reichen aus, um ein einer pot-still nur noch einmal brennen zu müssen. Sind Sie sicher, dass die Gärung beendet ist? Ist der Fruchtkuchen zu Boden gesunken, schäumt es nicht mehr beim Umrühren? Dass die Gärgeschwindigkeit während des Gärverlaufes immer mehr abnimmt, ist normal.
      ad 2: Wenn die Maische richtig behandelt wurde, sind 100 ml Vorlauf bei 2 Liter Kesselinhalt viel zu viel. Das können höchstens ca. 30 Tropfen sein. Vorlauf riecht nach Klebstoff. Beim nächsten mal am Besten ein Brennprofil machen (siehe Buch) und zu jedem Schnapsglas die von-bis Temperatur notieren. Sie werden merken, dass dann der geruch mit dem schnellen Temperaturanstieg zu Beginn zusammenpasst. Für die Geschmacksarmut kann es mehrere Ursachen geben: Zuviel "Vorlauf" abgetrennt, der Kessel war weniger als zur Hälfte gefüllt (zu großer Dampfraum, im verhältnis zur Menge), das Steigrohr ist zu hoch, die Maische ist zu rasch vergoren bzw. wurde zu kurz gelagert.

    Eintrag Nr. 2628:

    Ich habe eine Mirabellenmaische angesetzt und einen Alkoholgehalt von 21% erzielt. Nun habe ich den ersten Brand hergestellt mit einem durchschnitt von 59% reinem Alkohol. Ich habe diesen mit Destilliertem Wasser auf 46% verdünnt. Leider hat der Brand einen bitteren Nachgeschmack und hinterläßt ein pelziges Gefühl auf der Zunge. Meine Frage: Kann mann an der Maische noch etwas verbessern, oder gibt sonst einen Tip wie ich dieses Problem beheben kann?

    Gerhard Wolz, Niedersachsen
    25.Sep.2006 09:56:58


      Bitter sollte es natürlich nicht sein. Kann es sein, dass die Maische vor dem Brennen noch zu "frisch" war? Um eventuelle Nebengeschmäcker wie z.B. Hefe oder Schärfe zu vermeiden, sollten hochgradige Maischen nach der Gärung (wenn also der Fruchtkuchen zu Boden gesunken ist) noch zumindest 4 Monate gelagert werden, bevor man sie brennt. Achtung: Herkömmliche Maischen, also ohne Zuckerzusatz, können NICHT so lange gelagert werden! Diese spätestens nach ein bis zwei Monaten brennen.
      Beim fertigen Destillat können Sie jetzt leider nicht mehr viel machen, es könnte sein, dass es etwas hilft, wenn Sie mit einem elektrischen Mixer für einige Minuten je Liter schäumend Luft einmixen. Und danach den Brand ca. ein Jahr lang (in verkorkten Glasflaschen) lagern.

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