Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2477:

    Hallo bin neu im geschäft mit der Brennerrei!!! Kann mir jemand sagen wie ich den gebrannten zuckerschnaps ein neutralen geruch verpasse!! Man kann ihn trinken aber er hat so ein beigeschmack und der stört!! Danke sagt Dieter!!

    Dieter, Osten
    13.Mär.2006 07:11:38


      Mit Aktivkohle behandeln und nochmals destillieren.

    Eintrag Nr. 2476:

    Sehr geehrte Dres
    Ist es kritisch Marzipan als Fertigprodukt (viel Zucker und Mandeln) ansusetzen bzw einzumaischen oder sind die Cyanide dabei kein Thema mehr ?
    Herzlichen Dank für Ihre chem. Recherchen und freundliche Grüsse aus dem Norden.
    Theresia


    Theresia, NOE
    12.Mär.2006 21:34:21


      Doch ist möglich, im Marzipan ist weder Amygdalin noch Blausäure enthalten.

    Eintrag Nr. 2475:

    Ich habe handelsüblichen Wein gebrannt. Ist es sicher, dass ich jetzt nichts giftiges, Methanol oder so erhalten habe? Kann ich es gefahrlos trinken?

    allex, RLP
    10.Mär.2006 18:32:28


      Wenn der Wein trinkbar war, wird es auch das Destillat sein. Denn Methanol entsteht nicht durch's kochen, sondern, wenn überhaupt, bereits bei der Gärung.
      Wenn's in der Nase sticht liegt's an der schwefeligen Säure, da jeder handelsübliche Wein geschwefelt wurde. Das Destillat einige Minuten schäumend mixen um diese auszutreiben.

    Eintrag Nr. 2474:

    Hallo,
    ich interessiere mich für die Destillation von Topinampur - Kartoffeln. Ist das in Österreich erlaubt?


    RP, Bez. Wiener Neustadt
    09.Mär.2006 12:25:28


      Ja, allerdings brauchen Sie dafür ein spezielles Brennrecht. Informationen diesbezüglich bekommen Sie beim für Sie zuständigen Zollamt.

    Eintrag Nr. 2473:

    Wenn ich zum ansäuern von Obstmaischen Biogen M in der maximalen Dosierung benutze, kann ich dann auf die Überprüfung des pH-Wertes verzichten?

    horst, d
    08.Mär.2006 15:06:15


      Ja, da sich bei Verwendung von Biogen M von selbst der richtige pH einstellt.

    Eintrag Nr. 2472:

    Hallo Hr. Schmickl
    Was genau heist "Kontraktion" ?


    bad boy, Ö.
    07.Mär.2006 14:10:34


      Die Flüssigkeit "zieht sich zusammen", das Volumen der Mischung ist ein wenig kleiner als die Summe der beiden Einzelkomponenten vor dem Mischen. Man kann daher die exakte Volumensänderung beim Mischen z.B. von Alkohol und Wasser nicht linear berechnen.

    Eintrag Nr. 2471:

    Diesmal eine Frage:
    muss man den Nachlauf unbedingt nochmal Destillieren, oder kann man Ihn so mit Kräuter ansetzen.


    Brennermanne, Sachsen
    05.Mär.2006 20:08:36


      Nochmals destillieren und vorher mit Aktivkohle behandeln, sonst ist der Nachlaufgeschmack immer noch vorhanden.

    Eintrag Nr. 2470:

    Hallo Herr Schmickl
    Nun besitze ich Ihr Buch schon seit über 2 Jahren und trotzdem findet man immer wieder was neues. So auch das folgende. Möchte das jetzt nicht wortwörtlich hier schreiben. Es geht um das Aräometer. Sie schreiben, dass dieses zum Messen von "Zuckerlösungen" nicht geeignet ist. Dies bedeutet ja, dass die Alkoholmessungen die ich bei meinen Bränden durchführe, falsch sind, weil ich ja schließlich Zucker zu meiner Maische gebe. Gibt es da einen Daumenwert, um wieviel die Messungen zu hoch oder zu niedrig sind?
    In meinem Fall nehem ich jetzt 40L Mirabellenmaische, mit Turbohefe berechne ich zusätzliche Zuckerzugabe von ca. 8kg. Wenn ich nun den Edelbrand auf 40% verdünnen möchte, bei wieviel muss ich dann mein Aräometer ablesen damit ich auch wirklich 40% erreiche?
    vielen Dank schon mal im Voraus
    Roland


    Roland, Deutschland
    04.Mär.2006 17:09:21


      Sie können das Aräometer weder für halbvergorene noch ausgegorene Maischen verwenden, egal ob hochgradig oder nicht, sondern nur für Destillate. Hierbei ist egal, ob das Destillat aus einer Maische stammt in der noch gelöster Zucker enthalten war, weil dieser nicht verdampfen kann.
      Dies ist doch auch alles sehr ausführlich im Buch beschrieben...

    Eintrag Nr. 2469:

    Ich habe mit meiner Anlage (Schmickl Deluxe) schon diverse Geiste destilliert und sehr gute Qualitäten erzielt. Nun machte ich mich daran Zuckerwasser mit Turbohefe zu vergären was auch gut gelang. Das Destillat dieses dekantierten Zuckeransatzes war jedoch blau und roch nach Ammoniak. (Die Blaufärbung ist offensichtlich ein Kupfertetraminkomplex und nicht Grünspan) Ist es möglich dass sich Aminosäuren aus den abgestorbenen Hefen während dem Aufheizen zersetzen und Ammoniak freisetzen? Falls ja, wie verhindere ich das? Falls nein, was könnte der Grund sein? Und wie soll ich meine Anlage reinigen?

    Spiritus Rector, im Glockenboden
    04.Mär.2006 16:02:05


      Wenn es nach Ammoniak riecht ist der Kupfertetraaminkomplex durchaus ein plausible Erklärung für die Blaufärbung. Es ist jedoch überhaupt nicht normal, dass beim Gären Ammoniak entsteht, bzw. Substanzen, die sich beim Kochen zu Ammoniak zersetzen, auch bei den Aminosäuren der abgestorbenen Hefen ist dies nicht der Fall. Bei einer "normalen" Gärung tritt dies nicht auf, auch nicht bei Turbohefe. Hier dürfte beim Gären etwas schiefgelaufen zu sein. Was genau können wir aus der Ferne leider auch nicht beurteilen.
      Die Anlage mit einer heißen (fast kochenden) Zitronensäure-Lösung (ca. 100 g je Liter) reinigen, anschließend gründlich mit Geschirrspülmittel und sehr viel Wasser durchspülen und dann einmal mit Wein destillieren und das Destillat verwerfen.

    Eintrag Nr. 2468:

    Hallo
    Ich habe eine ca. 100 jährige Brennanlage, bei welcher der Kessel und der Kühler innen verzinnt sind. Eignet sich eine verzinnte Apparatur zum Brennen von Fruchtmaischen?
    Ich freue mich auf Ihre Antwort!
    Gruss


    Evergreen, CH
    03.Mär.2006 12:34:53


      Normalerweise ja, da Fruchtmaischen nicht sauer genug sind um diese Oberfläche anzulösen. Trotzdem würde ich die Anlage vorher gründlich mit einer heißen Zitronensäure-Lösung reinigen und mit geschwefeltem Wein einige Testläufe durchführen.

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