Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2404:

    Sehr geehrter Herr Schmickl
    Habe Zuckermaische versehentlich mit 8 kg Zucker und 25 Liter Wasser angesetzt. Mit welchen Folgen muß ich rechnen? Vielen Dank.


    ewi, Deutschland
    02.Jan.2006 20:02:02


      Sie haben etwas mehr Wasser, d.h. Sie werden nicht auf 20%vol, sondern auf ca. 18-19%vol kommen. Ansonsten gibt es keinen Unterschied.

    Eintrag Nr. 2403:

    Sg.Hr.Dr.Schmickl!
    Da ich mich sehr für Ihre Brennanlage Mini (1Liter) interessiere habe ich folgende Frage: In den Fachfragen bei Eintrag Nr.1759 antworteten Sie auf die Frage:
    Hallo Dr. Schmickl!
    Ich habe Ihr Buch gelesen, und würde mir gerne bei Ihnen eine Anlage kaufen. Ich möchte gerne so pefekt wie es für einen Hobbybrenner geht brennen. Zu welcher Anlage raten Sie mir? Alle von uns angebotenen Anlagen arbeiten perfekt. Wenn Sie auch Geiste machen möchten, so kommen alle Anlagen in Frage außer der 1 Liter Anlage "Mini" (aus Konstruktionsgründen gibt es dabei keinen Aromakorb). In der Produktbeschreibung steht allerdings das ein Aromakorb zum Brennen eines Geistes dafür vorhanden ist! Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    MFG
    waltarius


    waltarius, Südoststeiermark
    01.Jan.2006 18:02:53


      Mittlerweile hat auch die MINI einen Aromakorb und somit sind auch Geiste möglich.

    Eintrag Nr. 2402:

    Moin Dres,
    ich habe im Juni schwarze Johannisbeeren und Brombeeren angesetzt. Leider habe ich die Früchte jetzt erst entnommen. Sind durch die lange Auslaugzeit giftige Stoffe in den Alkohol gekommen?
    Kann ich die Beeren zusammen mit über Aktivkohle gereinigten Nachlauf noch einmal brennen? Oder soll ich die Beeren lieber wegwerfen?
    Vielen Dank für ihre Antwort und alles Gute für 2006.
    Wuerb


    Wuerb, Friesland
    30.Dez.2005 17:10:13


      Nein, es sind keine Giftstoffe in den Alkohol gekommen, er wird nur durch die vielen kleine Kerne etwas bitter. Sie können den Ansatzalkohol destillieren, die Beeren mit anderem Alkohol zu brennen macht keinen Sinn.

    Eintrag Nr. 2401:

    Hallo Doc,
    ist es möglich, bei einer Zuckermaische den Alkoholgehalt mit einer Oechslewaage aus der Summe der vergorenen Oechslegrade geteilt durch 8 relativ genau zu ermitteln?
    Beispiel:
    Oechsle vor Gärung: 90
    Oechsle nach Gärung: -10
    Insgesamte Gärleistung: 100 Oechsle
    dies geteilt durch 8 = 12,5%
    Gruss, Hotte


    hotte, Schwarzwald
    30.Dez.2005 15:32:37


      Nein, da die Abhängigkeit der Dichte vom Alkoholgehalt nicht linear verläuft (siehe Graduierung eines Aräometers zur Alkoholgehaltmessung).

    Eintrag Nr. 2400:

    Was für Vorteile bzw Nachteile bietet die Verwendung von Kupferdestillen im Vergleich zu Labor(Glasgeräten)?

    C. Markl cand. chem, Bayern
    29.Dez.2005 12:55:06


      Bezüglich Funktionalität gibt es keinen Vorteil, sie sind allerdings bruchfest und leicht zu bearbeiten.

    Eintrag Nr. 2399:

    hallo,
    ich möchte eine sauerkirschmaische herstellen. nun lese ich immer nur, zuckermenge bei turbohefe. ich verwende normale hefe und will auch nicht alles brennen, sondern auch als wein benutzen. wieviel zucker sollte man denn zufügen?
    mfg edgar


    Edgar B., Deutschland NRW
    27.Dez.2005 11:39:57


      "Normale" Weinhefen können maximal einen Alkoholgehalt von ca. 13%vol erreichen, danach sterben sie ab, es ist also nicht sinnvoll mehr Nahrung für die Hefe (sprich Zucker) zuzugeben. Mit dem "Zucker-Alkohol-Rechner", siehe links im Menü, können Sie sich die entsprechende Zuckermenge ausrechnen.

    Eintrag Nr. 2398:

    Sg. Herr Dr. Schmickl
    Kann man aus einer fertige herkömmlichen Maische (Zwetschke, 8,5 %) mit entsprechender Zuckerzugabe und Gärstarter mittels Turbohefe eine hochprozentige Maische erzeugen? Die Wildhefen, die sich mit der Reinzuchthefe nicht vertragen, müssten ja bereits abbgestorben sein.
    Voraus besten Dank und liebe Grüße
    Käpt'n Babic aus Österreich


    Babic, Oberösterreich
    25.Dez.2005 23:19:14


      Ja, Sie haben recht, das funktioniert prinzipiell. Allerdings würde ich davon abraten, da die Gifte, die bei der Wildgärung bereits entstanden sind, leider nicht verschwinden. D.h. auch wenn beim Brennen der Vorlauf (hier reichern sich diese Gifte an) korrekt abgetrennt wird, ist die Schnapsqualität trotzdem eher gering bis mittelmäßig, da der für Wildgärungen typische Essigstich nicht zu vermeiden sein wird.
      Besser eine neue Maische mit Turbo ansetzen und die hier beschriebene Maische so verarbeiten wie sie ist.

    Eintrag Nr. 2397:

    Hallo Doc,
    keine Fragen, kein Generve - einfach nur ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! Verbunden mit einem Dankeschön für`s Engagement auf dieser Site und die Hilfe für uns Laien.
    In diesem Sinne,
    Hotte


    hotte, Schwarzwald
    24.Dez.2005 14:21:32


      Danke! Wünschen wir Ihnen ebenfalls!

    Eintrag Nr. 2396:

    Moin Herr Doktor,
    bei meinem letzten Besuch in Deutschland hab ich mir unter anderen Utensilien auch Turbohefe bei Ihnen gekauft. Gestern hab ich 60 kg Kirschen ins Gaerfass getan. Danach habe ich in einem 1 liter plastikgefaes 1/2 beutel Ihrer Turbohefe mit Zucker und ca 1/2 liter Wasser angesetzt. Das ganze hab ich ueber Nacht in der Kueche stehen lassen. Und es tat sich beinahe gar nichts? Nur ein isschen Schaum etwa 0,5 cmm war an der Oberflaeche zu sehen. Ist das normal? Wie wird Ihre Turbohefe denn normalerweise zugesetzt? Einfach ins Fass gestreut? Hab das ergebnis von letzter Nacht jedenfalls ins Fass gekippt und hoffe nichts faschegemacht zu haben. Fuer Ihre Antwort/Komentare waehre ich Ihnen sehr dankbar
    MFG
    Hans


    Hans, Chile
    24.Dez.2005 13:59:47


      Sie haben einen sogenannten Gärstarter gemacht, dieser sollte heftig schäumen beim Umrühren. Eventuell war das Wasser zu warm oder zu kalt. Jedenfalls haben Sie nichts falsch gemacht. Aber zukünftig sollten Sie die Turbo direkt in die Maische geben.

    Eintrag Nr. 2395:

    Ich habe heuer beim Brennen der Äpfel das Problem, dass sich die Maische am Kessel anklebt. Natürlich brauche ich dadurch um so länger für einen Brand. Es geht zwar mit beim Wechsel mit einem Drahtwaschel promplemlos herunter, aber geht beim Brennen und beim Wechseln wertvolle Zeit verloren. Was habe ich falsch gemacht!? Bei den anderen Früchten wie Birnen, Marille, Zwetschken... kenne ich das nicht. Nur bei den Quitten ist es schon immer so, nur bei den Äpfeln heuer das erste mal.
    mfg
    Rupert


    Rupert Sprung, Niederösterreich Waldviertel
    22.Dez.2005 13:32:13


      Sie haben nichts falsch gemacht, es ist genau so wie Sie es beschreiben: bei Quitten tritt dieses Problem häufig auf, bei Äpfel ab und zu, bei den anderen Früchten eigentlich nicht. Das nächste Mal beim Einmaischen mehr Verflüssiger verwenden.
      Wenn Sie über dem Anbrennschutz ein Blatt Küchenrolle geben, sollte die Maische nicht mehr am Boden ankleben.

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