Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2438:

    Hallo Herr Dr.Schmickl
    Ich habe vor paar wochen mal gefragt,woran es liegen könnte,dass mein Nachlauf erst bei 95°C beginnt. und auf ihre Antwort habe ich mal mit der Messkugel des Thermometers bei der unterkante des geistrohres einen gekauften 12%igen Wein gebrannt,doch es gab keinen unterschied(Nach dem Thermometer hätte ich sogar Vorlauf gehabt).
    das Laborthermometer ist vieleicht nur für Flüssigkeiten und nicht für dampf gedacht.
    Lohnt es sich ein anderes für den Versuch zu bestellen? oder ist es warscheinlicher,das die falsche Temperatur daran liegt,dass das Geistrohr seitlich an einem gewölbten deckel befindet?
    Und noch was anderes:
    Mein Nachbar hat vor mit mir seine Birnen zu Brennen und will auf zucker verzichten.
    Nun fallst mein problem im Spätsommer immer noch bestehen sollte, mit wieviel Raubrand von 10L 5%iger Maische habe ich zu rechnen?,ich kann ja nicht bis 99°C brennen.


    ande, nrw
    31.Jan.2006 18:29:07


      ad 1) Bei einem Stabthermometer ist es egal, ob das Medium flüssig oder gasförmig ist!
      ad 2) Prüfen Sie das Thermometer mit kochendem Wasser, dann ist klar, woran der Fehler liegt.
      ad 3) Ist durchaus möglich, ab dem Messpunkt soll der Dampf nur noch abwärts zu Kühlung strömen.
      ad 4) 10 Liter 5%vol ergeben grob geschätzt (!!) etwa 1,5 Liter 20-25% Rauhbrand. Dies hängt aber auch von der Konstruktion Ihrer Anlage ab.

    Eintrag Nr. 2437:

    Hallo Hr. Schmickl !
    Ich habe hier und in ihrem Buch gelesen das mit Turbo angesetzte Maischen 4-6 Monate gelagert werden müssen da man sonst einen Hefebeigeschmack im brand bekommen könnte.
    Meine Frage: Baut sich dieser Geschmack auch bei einer Umgebungstemperatur von +2-3°C ab oder ist das zu kalt?
    Beste Grüsse Stone


    Bad Boy, Ö.
    30.Jan.2006 22:59:00


      Nein, das ist OK.

    Eintrag Nr. 2436:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    wie und mit welchen Geräten kann man beim Schnapsbrennen kontinuierlich (nicht manuell) den Alkoholgehalt messen? Gibt es solche Geräte? Refraktometer messen ja nur den Brechungsindex, korreliert dies direkt auch mit dem Alkoholgehalt? Braucht man dazu nicht auch noch eine Dichtemessung? Was kosten solche Geräte? Wäre nett Antworten auf meine Fragen von Ihnen zu bekommen!
    MfG
    Uwe Rottensteiner


    Uwe Rottensteiner, Österreich/Steiermark
    30.Jan.2006 20:55:53


      ad 1) entweder mit einem Aräometer (Dichtemessung) oder mit einem Thermometer (Dampftemperatur ist vom Alkoholgehalt abhängig, wird z.B. bei einem Ebulliometer angewandt). Das Aräometer wird hinter dem Kühler angebracht, mit einer entsprechenden Vorlage (siehe z.B. Fotogalerie, Bilder 68 und 84). Das Thermometer muss am höchsten Punkt, wo der ungekühlte Dampf noch hinkommt, angebracht sein, sonst entspricht die gemessene Temperatur nicht der Alkoholkonzentration vom Destillat.
      ad 2) siehe 1)
      ad 3) ja, in Form einer Kurve
      ad 4) Nein
      ad 5) siehe Produktliste
      Anm.: Bitte benutzen Sie das nächste mal die Suchfunktion bevor Sie einen Eintrag schreiben, außerdem steht dies auch alles im Buch "Schnapsbrennen als Hobby"

    Eintrag Nr. 2435:

    Sehr geehrter Herr Schmickl,
    ich wollte wissen ob man mit einem Infrarotthermometer genauso gut die Hitze messen kann.
    Vielen Dank schon einmal im voraus


    ???, ???
    28.Jan.2006 21:30:28


      Sicher können Sie damit "Hitze" messen. Wichtig beim Alkohol destillieren: die Dampftemperatur sollte auf 0,5°C genau abgelesen werden können. Ob dies beim IR-Thermometer auch geht, weiss ich leider nicht.

    Eintrag Nr. 2434:

    Sg.Hr.Dr.Schmickl
    Bei den momentanen Tiefsttempereaturen wollte ich es wissen und hab 18% Zuckermaische ins Freie gestellt. Nach 30 Stunden bei -17° hatte nach dem Seihen der Eismatsch 15% und die Flüssigkeit 20%vol.
    Meine Frage: Ist das Ausfrieren nur Theorie oder funktioniert es anders?
    Es ist keine wichtige Frage, es hätte mich nur interessiert.
    Danke für Ihre Mühe
    Horst


    Horst, NOE
    25.Jan.2006 09:52:23


      Doch, Sie haben schon recht. Die Russen haben genau so früher auch Alkohol aufkonzentriert. Der Nachteil: die Aufkonzentrierung geht nicht so gut wie beim Destillieren, der Alkoholgehalt im Ergebnis ist also geringer. Vielleicht hätten Sie einfach nur länger warten müssen? Vielleicht bringt es auch etwas, wenn man ständig rührt.
      Nachteil bei Obstmaischen: Vorlaufabtrennung ist nicht möglich und geschmacklich ist's nicht gerade "der Hammer"...

    Eintrag Nr. 2433:

    Sehr gehrte Dr. Malle, geehrter Dr. Schmickl,
    ich habe Trübungen bei meinem Vogelbeerbrand, die schon bei 65% Alkoholanteil auftritt. Da ich schon einige Brände nach Ihrer Methode gemacht habe und die Maische in Ordnung war ist meine Frage ob der Anteil an ätherischen Ölen bei Vogelbeeren besonders hoch ist?
    Vielen Dank für Ihre unermüdliche Arbeit.


    Al Blindo, NNW
    24.Jan.2006 22:37:40


      Danke!
      Dieser Effekt ist bei vielen Maische-Bränden durchaus normal (insbesondere wenn Sie geschmacklich sehr intensiv sind): bereits verdünnt ca. 14 Tage stehen lassen und danach filtrieren.

    Eintrag Nr. 2432:

    Hallo Herr Schmickl,
    ein frohes neues zunächst. 2 Fragen quälen mich derzeit:
    1. wenn ich 55%igen alkohol zur Geistherstellung auf ca. 11% verdünnen möchte, kann ich dann auch Leitungswasser nehmen, oder ist destilliertes Wasser notwendig?
    2. kann ich meine hochprozentigen Maischen (Turbohefe), komplett vergoren nach ca. 3 Monaten, in den 5 Liter-Behältern vom dest. Wasser aufbewahren, oder muss ich immer noch einen Gärspund aufsetzen? Ich möchte meine Maischen portionieren und einige Proben länger lagern.


    J.Walker, D-NRW
    24.Jan.2006 20:48:24


      Danke, ebenfalls.
      ad 1: Leitungswasser genügt, Sie destillieren es dann ohnehin.
      ad 2: Wenn die Gärung vollständig zu Ende ist (der Fruchtkuchen ist zu Boden gesunken), können Sie auch die Wasserbehälter verwenden, Gärspund ist dann nicht mehr nötig.

    Eintrag Nr. 2431:

    Wehrte Herren,
    da wir jeden Herbst reinen Apfelmost in Eichenfässer Lagern und in dan auch abziehen möchte ich mal fragen mit was ich den Alkoholgehalt messen kan.War heute in einer Apotheke und jede alt Mostwaage die Sie hatten zeigten null an!!
    Haben Sie ein Gerät das mir weiter hilft??
    Der Most hatt eine Farbe wie ein schöner Weisswein.
    Viele Grüsse aus der Schweiz.


    Fässler Werner, Arth/ Schweiz
    24.Jan.2006 17:23:44


      Mit dem Vinometer.

    Eintrag Nr. 2430:

    kann man denn eigentlich auch mit einer ganz normalen Hefe die man zum Beispiel zum Backen verwendet eine Maische ansetzen? wenn ja auf wie viel prozent kommt man damit höchstens?

    Werner, Pfalz
    24.Jan.2006 17:06:59


      Backhefe ist eigentlich dafür gedacht CO2 zu produzieren, Alkohol entsteht nur als Nebenprodukt. Optimal ist diese Hefesorte daher nicht (geringe Alkoholresistenz), aber immer noch besser als überhaupt nichts zuzugeben. Alkoholgehalt maximal ca. 5-6%vol.

    Eintrag Nr. 2429:

    Hallo,
    ich habe mir eine Destille selber gebaut, und es erst mal mit Wasser probiert. Ich habe den Topf aber nicht richtig dicht bekommen. Was nehme ich am besten als Dichtungsmaterial? Hab schon silikon probiert, traue dem aber nicht bei der Hitze (ausgasen, zersetzten).


    Holger Huke, Thueringen
    23.Jan.2006 10:42:09


      Ein Silikonschlauch oder -stopfen zersetzt sich nicht unter diesen Bedingungen. Ebensowenig kann dieses Material ausgasen o.ä.
      Bitte nicht verwechseln mit Sanitärsilikon aus der Tube vom Baumarkt.

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