Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2307:

    wie mache ich aus Quittenschnaps den Quittenlikör

    Mike, Zabergäu-BW
    25.Sep.2005 13:07:44


      So wie jeden Likör: Durch Zugabe von Zucker und Milchprodukten (z.B. Sahne).

    Eintrag Nr. 2306:

    Hallo und einen guten Tag,
    was passiert wenn man zuviel Turbohefe bei einer Obstmaische beigibt. Ich hab bei 50 Ltr. Zwetschgenmaische 2 Beutel reingegeben und in Ihrem Buch gelesen das 1/2 Beutel gereicht hätte. Hab mich von den aufgedruckten 25 Ltr. verleiten lassen.
    Viele Grüße Franky


    franky, essen
    24.Sep.2005 12:30:26


      Zuviel Turbo stört nicht, sie vermehrt sich ohnehin um ein Vielfaches.

    Eintrag Nr. 2305:

    Erfahre ich in Ihrem Buch "Schnapsbrennen als Hobby" auch wie ich selber Wodka machen kann. Ich bin Ökolandwirt und baue u.a. auch Kartoffeln an und da ich sehr gern guten Wodka trinke und meine kartoffeln sehr gut sind möchte ich dies probieren.

    GEORG BRÄUTIGAM, spanien
    21.Sep.2005 22:28:11


      Ja. Weitere, zum Teil sehr gute, Infos finden Sie unter Diskussion und Rezepte (dort jeweils den entsprechenden Suchbegriff eingeben).

    Eintrag Nr. 2304:

    Natürlich haben Sie Recht man kann die Tropfgeschwindigkeit regeln. Ich meinte das so wenn ich die Tropfgeschwindigkeit erhöhe steigt auch meine Temperatur an meinem Thermometer.

    Brennermanne, Sachsen
    21.Sep.2005 20:50:32


      Das ist ein indirekter Zusammenhang. Die Dampftemperatur ist nur abhängig von der Alkoholkonzentration in Kessel, nicht von der Tropfgeschwindigkeit. Je schneller Sie jedoch destillieren, desto rascher ändert sich der Alkoholgehalt im Kessel, desto rascher steigt somit auch die Dampftemperatur an. Wahrscheinlich haben Sie das sowieso auch gemeint, mir ist nur wichtig, dass auch andere Leser diesen physikalischen Zusammenhang verstehen.

    Eintrag Nr. 2303:

    Hallo
    Kann man nur aus Hefe, Zucker und Wasser Alkohol Herstellen? Wenn Ja wie?


    Lars Witte, Nrw
    19.Sep.2005 19:19:49


      Ja, z.B. mit der Turbohefe.

    Eintrag Nr. 2302:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    a)im Buch S. 43 unten steht etwas von einer "hochgradigen" Maische. Was ist darunter zu verstehen; die Vol% an Alkohol, oder dass es sich um eine geschmacklich, aromatisch gut gelungene Maische handelt?
    b)Was geschieht beim Brennen mit einem Zuckerüberschuß beim Ansatz?
    c)Kann sich bei der Vergärung (ev. aus unreifen Früchten; sonst alles absolut hygienisch) Aceton bilden, oder liegt das an dem hohen Alc.-gehalt der Maische (21%)?
    LG vom Nordstern


    Nordstern, Germania
    18.Sep.2005 11:42:23


      ad a: damit ist die hochprozentige Maische gemeint. Diese Maische ist, wenn die Anleitungen im Buch genau befolgt wurden, auch geschmacklich aromatisch am Besten.
      ad b: gar nichts (Zucker kann nicht verdampfen), außer die Mengen sind sehr groß, dann kann er karamelisieren, d.h. auch in der Anlage anbrennen
      ad c: Aceton ist ein Produkt einer Fehlgärung, diese kann durch keine/falsche Hefezugabe oder Unreinheiten entstehen. Dies hat überhaupt nichts mit dem Alkoholgehalt zu tun.

    Eintrag Nr. 2301:

    Tach auch,
    Ich plane einen kühler aus 50mm edelstahl rohr zu bauen.Länge ca.800mm. Ummantelt mit 1oomm rohr 700mm. Mit zwei lochronden verdeckelt und oben und unten wasseranschluss. Macht es sinn in das Kühlerrohr kupferpads oder edelstahl Topfschrubber zu tun?? ist es nötig das rohr am ende zu verjüngen? Brennblase 40l maische, potstill, kein steigrohr. geistrohr 50mm, 400lang, leichtes Gefälle. Kann ein kühler zu gross sein?? Hängt er am besten lotrecht?
    Ich danke im voraus
    hummel


    hummel, germany
    18.Sep.2005 06:17:36


      Nein, Sie sollten das Kühlrohr nicht befüllen, ein verjüngen ist nicht notwendig. Ja, ein Kühler kann zu groß sein, dies führt zu Druckverlust in der Anlage. Ein Liebigkühler, wie bei Ihnen, sollte leicht nach unten geneigt angebracht sein.

    Eintrag Nr. 2300:

    Sg. Hr.Schmickl
    Vorab möchte auch ich Ihnen (und natürlich auch Fr. Malle) zu Ihrem hervorragenden Buch und diesem einmaligen Forum hier gratulieren. Ich brenne seit ca einem Jahr ziemlich genau nach Ihren Vorgaben mit einer "Classic" und habe wirklich tolle Erfolge. Momentan ist ja die Zeit für Obstmaischen für "Obstler". Im Zuge des Anmaischens ist mir die Idee gekommen, nicht nur Schnaps, sondern auch "Most" zu machen. (Das erforderliche Equipment steht mir zur Verfügung). Ich kenne das ganze Prozedere rund ums "mosteln", allerdings habe ich ein Problem, bei dem mir eigentlich nur ein pragmatischer und "praktischer" Chemiker (ich denke an Ihre Gummistiefel) helfen kann:
    Wie kann man den Gehalt des flüchtigen und des gebundenen Schwefels einfach bestimmen? Gibt es überhaupt eine "do-it-yourself" Methode, oder MUSS man damit in ein Labor? Obwohl ich weiß, dass dieses Thema nicht unbedingt hierher gehört, wäre ich Ihnen für eine Antwort sehr dankbar.
    freundliche Grüße aus Niederösterreich


    franz, Niederösterreich
    15.Sep.2005 19:36:01


      Danke, wir wünschen auch weiterhin viel Erfolg!
      Eine einfache Bestimmung gibt es leider nicht, insbesondere, da Schwefel in unterschiedlichen Formen enthalten sein kann: als Schwefelsäure, schwefelige Säure oder Schwefelwasserstoff (es gibt noch die elementare Form, aber die ist hier nicht relevant). Für eine genaue Bestimmung können Sie daher nur eine Probe z.B. bei einer Lebensmittelprüfanstalt analysieren lassen.
      Allerdings können Sie abschätzen, ob diesebezüglich überhautp ein Problem vorliegt: Destillieren Sie den Most und riechen Sie ins frische Destillat. Wenn es nach faulen Eiern stickt, war Schwefelwasserstoff enthalten und wenn ein stark stechender Geruch auftritt, war es schwefelige Säure (entsteht beim Destillieren z.B. aus Kaliumsulfit, welches bei Wein oder Most oft zum "Schwefeln" benutzt wird). Beide Gerüche sind unverkennbar. Wenn keiner von beiden auftritt, stellt Schwefel kein Problem dar.

    Eintrag Nr. 2299:

    Hallo Herr Dr Schmickl,
    eine kurze Frage. Wir bräuchten im Rahmen einer studentischen Projektarbeit die tatsächlichen Ausbeutesätze von Williams-Birne, Mirabelle, Zwetschge, Himbeer, Obstler, Apfel und Kirsch, da wir bisher leider nur die gesetzlichen Ausbeutesätze in Erfahrung bringen konnten und für unsere Projektplanung die realen Sätze von Nöten sind. Vielen Dank für Ihre Mühe im voraus und ein dickes Lob für Ihre Homepage, die uns schon viel geholfen hat!
    Viele Grüße von der Fachhochschule in Kaiserslautern!!!


    Ramon, Rheinland-Pfalz/Deutschland
    15.Sep.2005 18:53:33


      Danke!
      Die gesetzlichen Ausbeutesätze sind in Ordnung, da dies langjährige Durchschnittswerte sind. Die tatsächliche Ausbeute ist von sehr vielen Faktoren wie Erntezeitpunkt, genaue Obstsorte, Sonnentage usw. abhängig. Sie müßten dann die jeweilige Frucht selbst vergären und messen, wobei der gleiche Obstbaum auch pro Jahr einen etwas abweichenden Alkoholgehalt ergeben wird.

    Eintrag Nr. 2298:

    Tach auch allerseits,
    Gratulation zu der hier sehr guten homepage. Wer sich eine Distille selber bauen will findet auf der Seite www.moonshine-still.com (aus Schweden) sehr informative Anleitungen in englisch.
    Grüsse
    Tjark


    Tjark Ehrlich, Deutschland
    15.Sep.2005 15:17:54


      Danke für den Hinweis, diese Seite ist auch unter "Links" angeführt.

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