Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2310:

    Hallo,
    ich würde auch ins Hobbyschnapsbrennen einsteigen, kenne mich auf diesen Gebiet soweit aus bis auf die Gefahren, z.B. das Entstehen Methylalkohol. Worauf muss ich Achten dass ich unschädlichen schnaps brenne? (weis nicht ob in jener Lektüre ausführlich dise frage beantwortet wird)
    Bekannte haben bereits 20l Apfelmaische angesetzt. Gerätschaft ist auch kein problem.
    Großes Lob an diese informative seite!
    und eine dankeschön dass ich meine frage loswerden konnte!


    Karl Specht, Regensburg
    26.Sep.2005 16:02:06


      Danke!
      Dieses Thema wird sehr ausfühlrich und für Laien leicht verständlich im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" erklärt. In Kurzform: Zugabe von Reinzuchthefe, pH auf 3,0 einstellen, nur sauber gewaschenes, nicht faules, Obst verwenden und das Gärgefäß mit einem Gärspund verschließen.

    Eintrag Nr. 2309:

    Hallo Herr Schmickl,
    habe im Jänner bei ihnen ein Seminar besucht und konnte seither das vermittelte Wissen gut umsetzen.
    Meine Frage:
    Kann ich, wenn ich mit Turbohefe einmaische, in den folgenden Tagen (leider fällt das Obst nicht an einem Tag vom Baum) noch Obst zugeben? Natürlich mit der erforderlichen Menge von Hefe, Verflüssiger und Biogen M und Zucker. Oder sollte dieses Obst getrennt angesetzt und erst nach Start der Gärung dazugegeben werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    und Danke im voraus
    Wienerroither Karl


    Wienerroither Karl, O.Ö./SalzkKammergut
    26.Sep.2005 13:13:14


      Danke, freut uns!
      Spätesten 24 h nach der Hefezugabe sollte die Gärung beginnen.
      Ja, solange es gärt können Sie Früchte zugeben. Biogen und Hefe sind nicht mehr notwendig (es schadet auch nicht, wenn Sie diese am Beginn ein wenig überdosieren). Es macht jedoch durchaus Sinn, Verflüssiger zusammen mit dem frischen Obst zuzugeben.

    Eintrag Nr. 2308:

    Hallo Herr Doktor Schmickl,
    zunächst: danke für das informative Buch, das ein Kompendium geworden ist.
    Eine Frage zur Maischebereitung: Macht es Sinn, eine Apfelmaische, die zunächst ohne Verwendung von Turbomaische bereitet wurde, also so an die 5-6 vol. % alc. enthält, kurz vor dem Brennen durch Monopolalkohol oder bspw. geschmacksneutralen Korn / Wodka aufzuwerten, um damit die Ausstossmenge etwas zu erhöhen, die Qualität aber nicht stark in Mitleidenschaft zu ziehen? Ich denke, an etwa 2-3 Flaschen Wodka / Korn auf 25 l. Maische...
    Danke für einen Rat!
    Hans Joachim Wirth


    Hans Joachim Wirth, BW
    25.Sep.2005 18:10:34


      :-)
      Nein, Sie sollten die Maische so lassen wie sie ist. Wird dem Kesselinhalt Flüssigkeit zugegeben (egal ob Wasser oder Alkohol) wird damit leider auch das Aroma "verdünnt". Aber natürlich können Sie trotzdem bei einer kleinen Probemenge versuchen gerade soviel Alkohol zuzugeben, dass der Alkoholgehalt im Kessel ca. 10,5 %vol beträgt, sodass Sie nicht zweimal destillieren müssen. Und wenn Sie den Rest "normal" brennen, können Sie beides parallel verkosten.

    Eintrag Nr. 2307:

    wie mache ich aus Quittenschnaps den Quittenlikör

    Mike, Zabergäu-BW
    25.Sep.2005 13:07:44


      So wie jeden Likör: Durch Zugabe von Zucker und Milchprodukten (z.B. Sahne).

    Eintrag Nr. 2306:

    Hallo und einen guten Tag,
    was passiert wenn man zuviel Turbohefe bei einer Obstmaische beigibt. Ich hab bei 50 Ltr. Zwetschgenmaische 2 Beutel reingegeben und in Ihrem Buch gelesen das 1/2 Beutel gereicht hätte. Hab mich von den aufgedruckten 25 Ltr. verleiten lassen.
    Viele Grüße Franky


    franky, essen
    24.Sep.2005 12:30:26


      Zuviel Turbo stört nicht, sie vermehrt sich ohnehin um ein Vielfaches.

    Eintrag Nr. 2305:

    Erfahre ich in Ihrem Buch "Schnapsbrennen als Hobby" auch wie ich selber Wodka machen kann. Ich bin Ökolandwirt und baue u.a. auch Kartoffeln an und da ich sehr gern guten Wodka trinke und meine kartoffeln sehr gut sind möchte ich dies probieren.

    GEORG BRÄUTIGAM, spanien
    21.Sep.2005 22:28:11


      Ja. Weitere, zum Teil sehr gute, Infos finden Sie unter Diskussion und Rezepte (dort jeweils den entsprechenden Suchbegriff eingeben).

    Eintrag Nr. 2304:

    Natürlich haben Sie Recht man kann die Tropfgeschwindigkeit regeln. Ich meinte das so wenn ich die Tropfgeschwindigkeit erhöhe steigt auch meine Temperatur an meinem Thermometer.

    Brennermanne, Sachsen
    21.Sep.2005 20:50:32


      Das ist ein indirekter Zusammenhang. Die Dampftemperatur ist nur abhängig von der Alkoholkonzentration in Kessel, nicht von der Tropfgeschwindigkeit. Je schneller Sie jedoch destillieren, desto rascher ändert sich der Alkoholgehalt im Kessel, desto rascher steigt somit auch die Dampftemperatur an. Wahrscheinlich haben Sie das sowieso auch gemeint, mir ist nur wichtig, dass auch andere Leser diesen physikalischen Zusammenhang verstehen.

    Eintrag Nr. 2303:

    Hallo
    Kann man nur aus Hefe, Zucker und Wasser Alkohol Herstellen? Wenn Ja wie?


    Lars Witte, Nrw
    19.Sep.2005 19:19:49


      Ja, z.B. mit der Turbohefe.

    Eintrag Nr. 2302:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    a)im Buch S. 43 unten steht etwas von einer "hochgradigen" Maische. Was ist darunter zu verstehen; die Vol% an Alkohol, oder dass es sich um eine geschmacklich, aromatisch gut gelungene Maische handelt?
    b)Was geschieht beim Brennen mit einem Zuckerüberschuß beim Ansatz?
    c)Kann sich bei der Vergärung (ev. aus unreifen Früchten; sonst alles absolut hygienisch) Aceton bilden, oder liegt das an dem hohen Alc.-gehalt der Maische (21%)?
    LG vom Nordstern


    Nordstern, Germania
    18.Sep.2005 11:42:23


      ad a: damit ist die hochprozentige Maische gemeint. Diese Maische ist, wenn die Anleitungen im Buch genau befolgt wurden, auch geschmacklich aromatisch am Besten.
      ad b: gar nichts (Zucker kann nicht verdampfen), außer die Mengen sind sehr groß, dann kann er karamelisieren, d.h. auch in der Anlage anbrennen
      ad c: Aceton ist ein Produkt einer Fehlgärung, diese kann durch keine/falsche Hefezugabe oder Unreinheiten entstehen. Dies hat überhaupt nichts mit dem Alkoholgehalt zu tun.

    Eintrag Nr. 2301:

    Tach auch,
    Ich plane einen kühler aus 50mm edelstahl rohr zu bauen.Länge ca.800mm. Ummantelt mit 1oomm rohr 700mm. Mit zwei lochronden verdeckelt und oben und unten wasseranschluss. Macht es sinn in das Kühlerrohr kupferpads oder edelstahl Topfschrubber zu tun?? ist es nötig das rohr am ende zu verjüngen? Brennblase 40l maische, potstill, kein steigrohr. geistrohr 50mm, 400lang, leichtes Gefälle. Kann ein kühler zu gross sein?? Hängt er am besten lotrecht?
    Ich danke im voraus
    hummel


    hummel, germany
    18.Sep.2005 06:17:36


      Nein, Sie sollten das Kühlrohr nicht befüllen, ein verjüngen ist nicht notwendig. Ja, ein Kühler kann zu groß sein, dies führt zu Druckverlust in der Anlage. Ein Liebigkühler, wie bei Ihnen, sollte leicht nach unten geneigt angebracht sein.

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