Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2335:

    Hat jemand Erfahrung mit Beigeschmack bei Benutzung von Turbohefe in einer Obstmaische? (in meinem Falle Birnen) Ich habe gehört, daß die Turbohefe zwar wunderbar viel Alkohol erzeugt, die Maische aber einen stark hefigen Beigeschmack haben soll. Macht sich dies evtl beim Brennen bemerkbar?

    Thomas, B
    17.Okt.2005 14:31:37


      Das kann passieren wenn man von der im Buch beschriebenen Arbeitsvorschrift abweicht und die Maische nach Gärende nicht einige Monate ruhen läßt bevor man brennt.

    Eintrag Nr. 2334:

    Wohne auf 750m über NN. Wie verändern sich hier die Temperaturen für den Nachlauf? Auch 91°C?

    mandi, Tirol
    17.Okt.2005 07:13:49


      Gar nicht. Ja auch 91°C

    Eintrag Nr. 2333:

    Hallo
    ich möchte gerne quiten einmaischen jetzt wollte ich nur mal wissen was dabei zu beachten ist und ob ich da noch zucker dabeimachen muss
    im voraus schon mal vielen dank
    mit freundlichem gruss
    Achim Fischer


    Fischer Achim, Saarland
    16.Okt.2005 08:26:39


      Vorgehen wie im Buch beschrieben. Auf jeden Fall die dreifache Menge Verflüssiger zugeben, auf Wasser (max 1/3 der Fruchtbreimenge) nicht vergessen.

    Eintrag Nr. 2332:

    Hallo Herr Schmickl,
    Habe da mal eine Frage, und zwar ist es theoretisch und auch praktisch möglich (ratsam),
    die verbliebene Schlempe (Rest, der verbleibt nach Beendigung des Brennens bei 91°)
    wieder mit frischer vergorener Maische aufzufüllen um dann weiter zu brennen?
    Wenn ich also 50L Maische zur Verfügung habe, davon 20L in den Brennkessel gebe, dann verbleiben noch 30L. Kann ich die auf die verbliebene Schlempe geben?
    Die Ausbeute wird dadurch erhöht ohne die 91°-Regel zu brechen.
    Betreibe die Destillation also als "pseudo perfusion"
    Mit bestem Dank im Voraus, Marc


    Marc, NRW
    09.Okt.2005 19:22:46


      Nein, macht qualitativ keinen Sinn. Besser ab 91°C den Nachlauf abtrennen und daraus geschmacklosen Alkohol herstellen.

    Eintrag Nr. 2331:

    Hallo,
    wir haben vor 4 Wochen ca. 1000 l Apfelmaische angesetzt.Nach täglichem Rühren ist der Gärkuchen verschwunden. Die Maische scheint nicht mehr zu gären, aber wir haben den Eindruck, dass sie trotzdem noch nicht ausgegoren ist.(Auf der ausgegorenen Frucht bildet sich keine Flüssigkeit.)
    Unsere Frage lautet:
    Kann der Maische jetzt nach 4,5 Wochen noch Turbohefe zugefügt werden oder braucht die Maische eventuell länger?
    Wer kann mir helfen?
    Grüße
    Rene Boquoi


    Rene Boquoi, BW
    09.Okt.2005 12:25:56


      Ich weiß nicht mit welcher Hefe Sie die Gärung gestartet haben. Die Gärung kann jedoch, je nach Hefeart, durchaus 2 Monate dauern. Somit abwarten bis die Gärung beendet ist.

    Eintrag Nr. 2330:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    ich möchte Gin herstellen, weiß auch, was alles für Aromaträger, wie Koreander, Muskat, Ingwer, Zitronenschale, Kümmel etc. neben Wacholder möglich sind, ich weiß aber nicht in welchen Mengen und Zusammenstellungen.
    Haben sie ein typisches Ginrezept für mich?
    Ich wäre ihnen sehr dankbar!
    Beste Grüße,
    karel


    Karel, cz.
    08.Okt.2005 10:23:39


      Wie im Buch im Kapitel "Geiste" beschrieben: in den Aromakorb ca. 40 g getrocknete ganze Wacholderbeeren geben (je 1,5 Liter).

    Eintrag Nr. 2329:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    Sie schreiben in Ihrem Buch, daß man für die Glasflaschen keine Schraubverschlüsse aus Kunststoff nehmen soll (wegen der Weichmacher). In den Metallschraubverschlüssen sind aber doch auch diese Dichtungen drin. Können da auch Weichmacher drin sein?
    Gruß und Dank im voraus.


    Matthias Eckel, Hessen
    07.Okt.2005 11:18:03


      Optimal sind diese Verschlüsse natürlich nicht, wenn Sie die Flachen jedoch nicht kopfüber oder seitlich lagern, geht es auch.

    Eintrag Nr. 2328:

    Hallo Herr Schmickl,
    Ich habe schon gute Erfahrungen mit dem Schnapsbrennen gesammelt. Nun wollte ich mich an Rum probieren! Zur Herstellung wollte ich 680g Zuckerrohrmelasse in 5l Wasser lösen und den Rest, um 18Vol% Alkohol herauszubekommen mit Zucker auffüllen. Als Hefe wollte ich Turbohefe verwenden! Und nach dem Brennen wollte ich das Destillat mit Eichenholzchips behandeln. Nun zu meinen Fragen:
    1.Wird dabei wirklich Rumaroma entstehen?
    2.Muss ich die Maische noch klären?
    3.Antischaum besteht ja aus Silikonöl. Kann ich mir auch Silikonöl in der Apotheke kaufen?
    4.Wie kann ich Maischen chemisch klären?
    Mit besten Grüßen und schon mal vielen Dank für die Antworten
    Sebastian B.


    Sebastian B., NRW
    06.Okt.2005 19:15:09


      ad 1) wenn die Holzchips ordentlich durchgeröstet sind, ja in Etwa. Für nähere Infos "Rum" als Suchbegriff bei Rezepte und/oder Diskussion eingeben.
      ad 2) nein
      ad 3) nein
      ad 4) Durch Fällungsmittel. Führen wir nicht. Dazu einwenig googeln.

    Eintrag Nr. 2327:

    Hallo
    Ich habe letzte Tage versucht meine Holundermaische zu brennen. Dabei ist mir alles aus dem Kessel geflogen. Ich glaube da war doch ein wenig Druck im Kessel. Warum???
    Gruß
    Jens


    Jens, NRW
    05.Okt.2005 21:50:50


      Ohne Ihren Kessel zu kennen, tippe ich auf "Siedeverzug". Oben rechts als Suchwort eingeben für nähere Infos.

    Eintrag Nr. 2326:

    Hallo Herr Schmickl,
    hätte zwei Fragen an Sie:
    1.Habe eine Apfel-Birnen Maische fertig mit deutlich mehr als 20%alc. Das nach dem Brennen ca. 75%alc.ergibt. Ist es vielleicht besser die fertige Maische auf 10-12% wegen des Aromas zu verdünnen als das fertige Destilat?
    2.Sie schreiben in Ihrem Buch Methylalkohol entsteht(wenn überhaupt) beim Vergären und nicht beim Brennen. Wie ist das dann bei einem Fruchtwein, der wird ja nicht gebrannt und dadurch das giftige Metanol entfernt?
    Vielen Dank im Voraus


    Mathias, München
    04.Okt.2005 21:07:08


      ad 1) Es wäre am besten, eine Pot-still zu verwenden und mit dieser solange zu Brennen, bis die gesamte Edelbrandfraktion ca. 57%vol hat. Wenn Sie zu früh aufhören, haben Sie Aromaverluste. Fertige Destillate können verdünnt werden (auch von 75%v), ohne dass das Aroma gestreckt wird. Wird hingegen der Kesselinhalt verdünnt (also die fertige Maische auf 10-12%vol), ergeben sich Aromaverluste.
      ad 2) Ja, richtig! Wenn unsauber und ohne Reinzuchthefe vergoren wird, entstehen unerwünschte Nebenprodukte, wie z.B. Ethylacetat und/oder Methanol. Wird nicht destilliert, trinkt man die natürlich mit, Kopfweh und ein Riesenkater sind die Folge (im günstigsten Fall).

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