Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 2017:

    Hallo Hr. Schmickl
    zuerst möchte ich Ihnen zu Ihrer Homepage gratulieren - Respekt!
    Zu meiner Frage:
    Ich habe Zwetschkenmaische 2x destiliert.
    Beim 2. Brand habe ich bei ca. 91°C dann den Nachlauf abgetrennt. Am Schluss waren aber beim Destillat schon Trübungen zu sehen. War das schon Nachlauf? Riechen tut es ein wenig danach! (lasch und fad).
    Bitte um Auskunft!
    Schöne Grüße
    Toni


    Toni, OÖ
    27.Feb.2005 18:56:19


      Danke!
      Die Trübung bei Zwetschkenbrand muß keinesfalls Nachlauf sein, Steinobst neigt sehr stark zu Trübungen, auch wenn alles richtig gemacht wurde. Wenn es allerdings lasch und fad riecht, so handelt es sich um Nachlauf.

    Eintrag Nr. 2016:

    Hallo Dr. Schmickl,
    ich habe Äpfel gebrannt und wie von Ihnen empfohlen ab 91° den Nachlauf abgetrennt. Den Teil von 91- 92° sowie den Teil von 92-93° und denRest bis 95° habe ich gesondert aufgefangen. Geschmacklich sind die ersten beiden Teile noch recht lecker und der dritte ist auch nicht wirklich unangenehm. Meine Thermometer (ich habe zur Sicherheit zwei verschiedene verwendet) sind o.k., da bin ich mir sicher. Meine Fragen: zum Edelbrand ja oder lieber nicht, was ist schlimmstenfalls zu erwarten.
    Gruß, xxx


    xxx, unbiskant
    27.Feb.2005 12:53:51


      Wenn es geschmacklich tatsächlich in Ordnung ist, so können Sie die Fraktionen zum Edelbrand dazugeben. Der Nachlauf ist nicht giftig, d.h. es kann maximal eine geschmackliche Einbuße geben.

    Eintrag Nr. 2015:

    Hallo,
    ich habe heute 2,5 l von meiner 16 %igen Maische gebrandt. Dabei habe ich ca. 50 ml Vorlauf abgetrennt, 300ml Mittelauf und ca 100 ml Nachlauf. Ich habe dann mit dem Vorlaufabtrennungstest trotzdem kontrolliert und war bei Stufe 2.(Ich habe mehrmals gemessen unverdünnt und verdünnt) Kann es sein daß so viel Vorlauf vorhanden ist? Ich behaupte beim einmaischen sehr sauber gearbeitet zu haben.
    Kann ich ihn trotzdem trinken oder sollte ich ihn lieber verwerfen, oder ich könnte ihn doch auch zum nächsten Brennvorgang hinzugeben ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan


    Stefan, BW
    26.Feb.2005 15:30:36


      50 ml Vorlauf sind sehr viel für 2,5 Liter. Dennoch haben Sie im Edelbrand immer noch einen positiven Vorlaufnachweis. Dies deutet darauf hin, dass es bei Ihnen zu einer Fehlgärung gekommen ist. Auch wenn man sehr sauber arbeitet, kann es passieren, daß manche Hefen nicht rasch genug starten (hängt u.a. vom verwendeten Produkt ab) und somit trotz der Zugabe eine Wildgärung einsetzt.
      Sie sollten das Destillat noch einmal brennen und nochmals Vorlauf abtrennen.

    Eintrag Nr. 2014:

    Hallo ich hab ne frage zum herstellen von Amaretto
    wie Fuktioniert das???


    Hannibal, Norden
    26.Feb.2005 13:35:50


      Bei Amaretto handelt es sich um einen Likör, der aus Bittermandeln, Kräutern, Vanille und Gewürzen gemacht wird.

    Eintrag Nr. 2013:

    Hallo!
    Ich habe das Buch "Schnaps brennen als Hobby" mit interesse gelesen, ein großes Kompliment dafür.
    Zunächst wollte ich mich mit der Herstellug von Fruchwein, also die Maische auspressen, begnügen. Dazu habe ich folgende Frage:
    Muss ich auch beim Fruchtwein auf den Methanolgehalt achten? Wenn ja wie kann ich das Risiko minimieren?
    Danke für die Antwort!


    Jochen, NRW Deutschland
    25.Feb.2005 20:28:48


      Danke.
      Vergären Sie nur sauberes Obst, keine Stengel, Blätter und faulen Stellen. Unbedingt Hefe verwenden, so wird der Methanolgehalt minimiert.

    Eintrag Nr. 2012:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    habe soeben den ersten Brennversuch (Himbeergeist) mit Hilfe Ihres hervorragenden Buchs erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis ist qualitativ wirklich prima, allerdings bleiben in bezug auf die gewonnenen Mengen auch einige Fragen, die mich als Anfänger vor ein Rätsel stellen:
    1. Als Ausgangsbasis für den Geist habe ich mit Aktivkohle neutralisierten, 40%igen Wodka verwendet, den ich mit der Formel im Buch auf 11% verdünnt habe, was bei 500 ml Wodka also einer Wasserzugabe von 1,3 l Wasser entsprach, so dass insgesamt 1,8 Liter Flüssigkeit in der Destille waren.
    2. Ich habe nun das gesamte Destillat bis 91°C gesammelt (Vorlauf gibt es in diesem Fall ja nicht), was 120 ml 64%igen Geist lieferte. Dies kommt mir nun etwas wenig vor, denn auf 43% herunterverdünnt ergeben sich daraus lediglich 180 ml. Lt. ihrem Buch müsste ich doch mindestens (nach Verdünnung auf Trinkstärke) 350 ml erhalten...
    3. Kurioser wird es nun allerdings mit dem Nachlauf, den ich zwischen 91°C und 95°C gesammelt habe, denn hier ergaben sich nochmals 180 ml 41%iges Destillat – das im übrigen ebenfalls ganz hervorragend schmeckt. Diese Menge kommt mir nun für den Nachlauf eher etwas hoch vor, ergibt aber zusammen mit den 180 ml Edelbrand unter 2.) zufällig genau diejenige Menge, die ich lt. Buch in etwa erwartet hätte.
    4. Überhaupt verstehe ich nicht ganz, warum bei einer fertigen Spirituose aus dem Handel überhaupt Nachlauf anfällt, ausser Ethanol und Wasser ist da doch nichts drin, was –ausser der fortschreitenden Verdünnung durch destilliertes Wasser - den Geschmack negativ beeinflussen kann...
    Haben Sie vielleicht eine Erklärung?
    Mit freundlichen Grüssen


    Rainer, D
    25.Feb.2005 17:17:38


      ad 1: OK
      ad 2: Richtig, Sie haben viel zu wenig Destillat mit viel zu hoher Konzentration. Das Ergebnis sollte ca. 300-350 ml mit 48-50%vol sein. Ich vermute, daß Sie eine falsche Temperaturanzeige haben.
      ad 3: Was nun Punkt 2 bestätigt, falsche Temperatur.
      ad 4: Nachlauf entsteht bei jedem Brennvorgang und zwar durch das Erhitzen. Es handelt sich um zerkochte Substanzen. Sie sind nicht giftig sondern nur geschmacklich nicht in Ordnung. Außer Ethanol und Wasser sind ja auch noch die Früchte im Kessel. Deswegen ist die Flüssigkeit im Kessel nach dem Brennen auch rot.

    Eintrag Nr. 2011:

    Hallo,
    bezüglich des Pressens von Kernobst (z.B. Äpfel) habe ich bislang zwei Meinungen gelesen. Die eine besagt, daß Kerne nicht zerquetscht werden dürfen, damit beim Brand keine Schadstoffe entstehen, die andere Meinung sagt, daß es egal ist.
    Ich würde geren einen "Power Juicer" (so ein Entsafter, wo man ganze Äpfel reinwerfen kann) benutzen - macht das Sinn? Da werden die Kerne ja zermahlen - ist das schlimm?
    Schonmal im vorab ein Danke für Webseite und die Mühe, mit der sie gepflegt wird.


    FragendAusprobierender, nebenan
    25.Feb.2005 12:31:33


      Bei Steinobst (Zwetschke, Kirsche,..) dürfen die Kerne nie zerstört werden, da sonst giftige Substanzen in die Maische gelangen bzw. im Destillat entstehen können (Amygdalin, Cyanide, Blausäure, Carbamate usw.). Bei Kernobst (Apfel, Birne,...) sind zerstörte Kerne kein Problem.

    Eintrag Nr. 2010:

    Moin, moin liebe Fachmänner,
    ich habe mir einen Rotwein aus dem Supermarkt besorgt und habe bei um die 90°C in einer kleinen Destillationsapperatur (Laborglas)destilliert. Das Destillat sieht schön klar aus und brennt. Kann man das Destillat bedenkenlos triken oder besteht die Gefahr von Erblindungserscheinungen (durch Methanol)? Kann mir einer helfen?
    Gruß
    Django


    Django, sh
    24.Feb.2005 17:46:26


      Erblindungsgefahr wegen Methanol besteht nicht, aber Rotweine können, im Gegensatz zu Weißwein, auf Grund Ihrer Herstellungsart ein wenig Vorlauf (ist ein Stoffgemisch und besteht im wesentlichen aus Ethylacetat und Acetaldehyd) enthalten, diesen sollten Sie schon abtrennen.
      Der scharfe Geschmack stammt von der schwefeligen Säure, da jeder Wein "geschwefelt" wurde. Diese Säure ist leicht flüchtig, läßt sich also mit einem elektr. Mixer austreiben.

    Eintrag Nr. 2009:

    ich wollte mal fragen bei wie viel grad man brennen muss, um trinkbaren schnaps/weinbrand zuerhalten
    mfg


    mark, d
    24.Feb.2005 10:26:11


      Das kann man so nicht generell beantworten, die jeweilige Beginntemperatur bei einer Destillation hängt vom Alkoholgehalt im Kessel ab und der Reinheit der Vergärung. Während dem Brennen steigt die Dampftemperatur langsam an. Ich kann Ihnen das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" empfehlen, da ist dieser physikalischen Zusammenhang sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich erklärt.

    Eintrag Nr. 2008:

    hi,
    ich hätte da mal ein problem und zwar wollte ich mal wissen wie man den alkoholgehalt misst.
    danke:Max


    Max, Alkhausen
    23.Feb.2005 20:30:13


      Destillate mit einem Aräometer. Nicht-Destillate, wie z.B. Wein, mit einem Vinometer. Unter 20%vol kann auch ein Ebulliometer verwendet werden.

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