Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 1861:

    Sehr geehrter Hr. Dr. Schmickl!
    Meine Frage bezieht sich auf die hochprozentige Maische wie in Ihrem Buch beschrieben. Wie soll die berechnete Zuckermenge zugegeben werden.
    A Den Zucker so hineingeben und krägtig umrühren
    oder
    B Der Zucker muß vorher in Wasser aufgelöst werden und dann zugegeben werden.
    mfg
    Manfred


    Manfred, Steiermark
    28.Nov.2004 19:22:00


      A ist richtig.

    Eintrag Nr. 1860:

    Hallo Dr. Schmickl,
    ich habe zwei Fragen:
    1) ich habe ein neues 10L Eichenfass und genug Apfelschnaps (selbst dest. 56% ). Ich möchte einen Calvados herstellen, muß das Fass speziell behandelt werden oder sollte mann in dem Fass erst Rotwein oder Sherry lagern um die Qualität vom Fass zu verbessern??
    2) Ich habe einen Ansatz aus Hagebutten ( 55% ) hergestellt, den ich brennen möchte. Muß ich den Ansatz vor dem brennen verdünnen wie bei einem Geist oder kann ich ihn so brennen und dann auf trinkstärke verdünnen??
    Danke und Gruß


    Guido, Norddeutschland
    28.Nov.2004 18:59:14


      ad 1: Ja, Sie sollten im Faß zuerst Rotwein oder Sherry lagern.
      ad 2: Den Ansatz vor dem Destillieren nicht verdünnen sondern direkt brennen.

    Eintrag Nr. 1859:

    Guten Tag Dr. Schmickl,
    ich habe vor zwei Jahren bei Ihnen eine Seminar besucht. Ich komme zwar nicht oft dazu was auszuprobieren, aber jetzt habe ich eine Frage.
    Ich habe Walnüsse mit Primasprit angesetzt und die jetzt destilliert. Aber das Destillat floß bereits vor 70 Grad, nicht erst bei 78. Es roch nicht nach Verdünnung und eigentlich kann doch beim Ansatz mit hochprozentigem Alkohol kein Vorlauf entstehen. Trotzdem wollte ich fragen, ob nicht vieleicht doch welcher entstehen kann und ich hier auch erst den Alkohol nehmen kann, der nach 78 Grad entsteht.
    Für Ihre Bemühungen vielen Dank im Voraus.
    Conny Pretzsch


    Conny Pretzsch, Deutschland
    28.Nov.2004 17:39:19


      Nein, in diesem Fall haben Sie keinen Vorlauf. Sie sollte die Temperaturmessung kontrollieren.

    Eintrag Nr. 1858:

    Hallo Herr Doktor Schmickl,
    erst mal volles Lob für Ihr Buch, diese Webpage und nicht zuletzt die superschnelle Lieferung der Anlage und des Zubehörs. Danke!
    Habe bei Ihnen die DeLuxe gekauft und nun erst mal mit 2 Flaschen Rotwein einen Brennversuch gestartet. Angefangen zu tropfen hat es bei ca. 72° und obwohl in Ihrem Buch steht, dass beim Wein kein Vorlauf entsteht, habe ich bis 81° abgetrennt. Bei 89° tropfte es kaum noch, allerdings kam von Zeit zu Zeit ein kleines Rinnsal aus dem Auslauf. Ab 90° tropfte nix mehr. Das Destillat (von 81°-89° hatte nur 30 Vol.% Da alles seltsamerweise ziemlich nach Aquavit roch, habe ich den "Vorlauf" mit dem rest zusammengekippt und nochmal den Alk-Gehalt gemessen. Mit der Temp. korrektur kam ich auf 42%. Selbst nach heftigem Gebrauch des Küchenmixers ist der seltsame Geruch noch vorhanden. Und das Destillat schmeckt immer noch nach Kümmel. Habe dann gefiltert; allerdings ohne Erfolg. Nun die Fragen:
    1. Wie kann ein Rotweindestillat nach Kümmel schmecken?
    2. Warum fängt das Ganze schon bei 72° zu tropfen an?
    3. Warum ist der Alkoholgehalt der Fraktion von 81-89° so niedrig? (Wein war 11,5%)
    4. Kann man das Zeug gefahrlos trinken ? Schmeckt allerdings sehr rauh.
    5. Können u.U. Lötrückstände dafür verantwortlich sein? (Habe die Anlage vor Gebrauch gründlichst gereiningt.)
    6. Was habe ich alles falsch gemacht? :-))
    Schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Antwort.
    Gruß aus dem Westerwald
    Rolf


    Rolf, WW
    27.Nov.2004 18:11:36


      Danke!
      :-)
      ad 1: Kann nur am Wein selbst liegen, versuchen Sie's nochmal mit trockenem Weißwein. Jedoch kein Barrique-Wein o.ä. sonst ist dieser Geschmack auch im Destillat.
      ad 2+3: Das Thermometer zeigt zu niedrige Werte, wurde das Thermometer wie in der Anleitung beschrieben eingebaut? Oder sitzt es höher, das würde die Werte erklären. Bei dieser Weinstärke sollte ca. 48%vol Destillat herauskommen, wenn bis 91°C destilliert wird.
      ad 4: Wenn Sie es entschwefelt haben ja. Anmerkung: Rotwein ist von der Herstellungsweise bedingt nicht unbedingt Vorlauffrei, nur Weisswein.
      ad 5: Nein. Trotzdem: Man sollte zumindest einmal einen Wein destillieren und verwerfen.
      ad 6: Wird schon noch werden ;-)

    Eintrag Nr. 1857:

    Hallo Dres.,
    ich habe kürzlich gelesen, dass durch die Zugabe von Beta-Glucosidase bei der Weingärung wesentlich mehr Aromen herauslöst werden als ohne dieses Enzym. Wirkt das auch bei anderen Maischen? Und wie dosiert man das? Kennen Sie eine Bezugsquelle?
    Vielen Dank
    Ralph Tanner


    Ralph Tanner, In der Garage
    27.Nov.2004 17:47:39


      Ja, das ist richtig. Einfach ein wenig googeln.

    Eintrag Nr. 1856:

    bitte wie stellt man kartoffelmaische her?
    andreas Consolati


    Andreas consolati, Kärnten, aut
    27.Nov.2004 15:08:11


      Die Kartoffeln schnetzeln, gleiche Menge Wasser zugeben, und auf 90°C erwärmen, dann wieder auf 60°C abkühlen lassen, pH-Wert einstellen, Amylase und Verflüssiger zugeben, bei 25°C Hefe zugeben.

    Eintrag Nr. 1855:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    ich habe schöne reife Zwergholunderbeeren in 50-prozentigem Wodka angesetzt. Der Geschmack ist schon sehr gut. Kann ich durch Zugabe von Zucker einen Likör daraus machen?
    Viele Grüße
    Peter


    Peter, NDS
    26.Nov.2004 21:18:45


      Durch Zuckerzugabe können Sie einen Likör machen, richtig. Bezüglich Giftigkeit Ihres Ansatzes finden Sie sehr gute Einträge in den Rezepten.

    Eintrag Nr. 1854:

    hallo,
    ich möchte mir eine destille aus ein 8 liter schnellkochtopf aus edelstahl bauen,
    ich habe mir gedacht für das steigrohr wollte ich ein 22mm rohr mit einer länge von 10 cm nehmen an der höchsten stelle ein thermometer und für das geistrohr ebenfalls ein 22mm rohr etwa 65 cm lang und ca 30 fallend mit ein 40mm rohr etwa 30 cm lang als intensivkühler verwenden alles aus V2A stahl geschweißt.
    so nun meine frage?ist die länge und dicke von den rohren gut oder sollte ich besser andere längen und dicken verbauen?
    P.S. die homepage und auch ihr buch habe ich mit grosser begeisterung gelesen,machen sie weiter so mit der homepage,und schon einmal danke im vorraus.


    hannes, hamburg
    26.Nov.2004 19:20:22


      Steigrohr: OK
      Geistrohr: wenn möglich kürzer
      Kühler: Die Rohrleitung für den Kühler kann dünner als beim Geistrohr sein, d.h. hier würden 15 mm genügen. 30 cm Länge sind ok
      P.S.: Danke!

    Eintrag Nr. 1853:

    Hallo Experten,
    Stichwort Pfefferminzmaische
    Ich habe ca. 9 l Pfefferminz"Saft" (Wasser/Zucker/Pfefferminzaroma) dazu ca. 0,5 kg frisch geerntete Pfefferminz und 50 Beutel Pfefferminztee (hört sich schlimmer an als es ist). Dazu habe ich ca. 2 kg Zucker, 10 g normale Hefe und ca. 50 g Gärfix gegeben. Das ist nun eine Woche her aber es tut sich nichts. Was ist zu tun?
    Viele Grüsse und Danke.
    Elan


    Elan, Deutschland und Umgebung
    26.Nov.2004 18:14:43


      Bei dieser Art Maische kann nur der Zucker vergoren werden, die Minze hat keinen Fruchtzucker. Da Sie normale Hefe benutzen, wird das nur schwer gelingen, da normale Hefe kaum normalen Haushaltszucker vergären kann, wenn der pH zu hoch ist. Besser wäre es, geschmacklosen Alkohol direkt in den Kessel zugeben, und die Minze in den Aromakorb, also einen Geist herzustellen. So werden die Aromen der Minze beim Destillieren auch nicht zerstört.
      In Ihrem Fall: Gärstarter machen

    Eintrag Nr. 1852:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    erst einmal möchte ich Ihnen sagen, wie gut Ihr Buch ist und wie gut meine Classic Brennanlage funktioniert. Zum Üben hatte ich einen Brombeergeist aus billigem Weißwein und tiefgefrorenen Brombeeren gemacht. Das Resultat war ganz ordentlich. Dann gab es Aquavit aus Weißwein und einfach nur 10g Kümmelkörnern. Das Ergebis war auch nicht schlecht. Dann habe ich mich an Bierbrand gemacht:
    1. 3ltr Alt mit 200g Trockenhopfen
    2. da der Geruch und der Geschmack extrem waren, habe ich dann noch einmal 3ltr Alt ohne Hopfen gebrannt
    3. das Ganze habe ich dann ohne Hopfen ein 2. Mal gebrannt und auf 40% verdünnt. Ausbeute: 0,7 ltr Der Brand schmeckt allerdings extrem nach Hopfen und ist milchig. Deshalb meine Fragen:
    1. habe ich zu viel Hopfen verwendet?
    2. die ersten Brände waren beide von Anfang an milchig. Beim 2. Mal brennen war der erste halbe Liter glasklar, dann wurde auf einmal alles milchig.
    3. pro Vorgang hat das Brennen über 1 Std gedauert, trotzdem stieg die Temperatur nur mit Mühe auf 93°. Habe ich das Thermometer evtl nicht richtig montiert?
    Zuletzt habe ich noch eine Frage zu der Apfelmaische, die ich angesetzt habe. Ca. 12ltr Maische gären in einem 50ltr Getränkefass, bis jetzt läuft alles wunderbar und wie in Ihrem Buch beschrieben. Soll ich die Maische in einen kleineren Behälter umfüllen, wenn das Gären (mit Turbohefe) beendet ist, oder einfach so noch ca. 2 Monate lagern?
    Vielen Dank im Voraus und ein schönes Wochenende,
    U.


    U., NRW/D
    29.Nov.2004 17:37:13


      Freut mich, daß alles so gut klappt, danke!
      ad 1: Ja, sie haben sicher zuviel Hopfen verwendet, 200g Trockenhopfen ist sehr viel. Hopfen enthält ätherisches Öl, dieses kommt beim Destillieren mit und verursacht dann - wie bei Zitrusfrüchten - die milchige Trübung. Verwenden Sie nur wenig Zusatzhopfen, 20 g in trockener Form.
      ad 2: Wenn Hopfen mitdestilliert wird ist die Trübung normal. Sie haben aber auch ohne Hopfen destilliert, ebenfalls trüb. Kann es sein, daß Ihnen ein paar Tropfen übergegangen sind. Bier schäumt sehr stark, hier muß unbedingt Antischaum verwendet werden.
      ad 3: Für 3 Liter Bier sollten Sie ca. 1 Stunde benötigen, das ist in Ordnung. Daß es nur mit Mühe auf 93°C steigt, ist auch OK, hier wird alles immer wässriger. Sie sollten die Destillation bei 92°C beenden.
      Apfelmaische: lassen Sie die Maische im großen Fass

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