Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 1778:

    Hi,
    ich habe Birnen mit 59%igen Alkohol angesetzt. Jetzt, so nach 6 Wochen, habe ich mit dem Alcometer einen Alkoholgehalt von 20% gemessen. Das kann doch nicht sein oder? Darf ich überhaupt mit dem Alcometer messen? Wenn nicht womit dann?
    Danke
    Manfred


    Manfred, Angesetzter
    31.Okt.2004 00:43:24


      Sie können mit dem Aräometer nicht den Alkohol messen, wenn Sie Birnen, d.h. gelösten Fruchtzucker und andere gelöste Feststoffe in der Flüssigkeit haben. Sie müssen mit dem Vinometer messen. Dieses kann nur Alkoholgehalte bis 25%vol messen, d.h. vorher den Ansatz mit Wasser 2:1 verdünnen und durch einen Kaffeefilter filtrieren.

    Eintrag Nr. 1777:

    Habe eine neue Schnapsbrennerei aus Kupfer gekauft.Sie hat allerdings keinen thermometer wie die auf dieser homepage abgebildeten Brennereien.
    Kann man sie trotzdem nutzen und wenn wie,oder soll ich sie besser zurückgeben.
    vielen dankfür eine schnelle Antwort


    peter jankovich, bayern
    30.Okt.2004 21:44:44


      Ja, Sie können sie dennoch nutzen. Aber ein Thermometer sollten Sie sich nachträglich noch einbauen, andernfalls werden Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein.

    Eintrag Nr. 1776:

    Hallo,
    ich habe ganz leckeren Holunderbeersaft hergestellt. Dann ein Glas geöffnet, etwas Saft entnommen und wieder verschlossen.
    Es kommt was kommen mußte, der Saft fing an zu gären und die ganze Angelegenheit ist eskalliert.
    Na gut, ich tapeziere ja so gerne.
    Meine Frage: Wenn ich dem Saft Alkohol hinzufüge, so dass ich eine Getränk von ca. 25-30% habe, kann der Saft dann noch anfangen zu gären?
    Danke
    Klaus


    Klaus, Bremen
    30.Okt.2004 15:59:24


      Ja, stimmt, wenn der "Saft" 25-30%vol Alkohol hat, kann er nicht mehr gären.

    Eintrag Nr. 1775:

    Sehr geehrter Herr Schmickl,
    Ich würde gerne wissen bei wieviel Prozent Turbohefe in der Maische überlebt, wenn man sie nachträglich zur gärenden Maische hinzugibt. Kann man da irgendeinen Gärstarter ansetzen?
    Vielen Dank!
    Mit freundlichen Grüßen
    Langer


    Fabian Langer, Laichingen
    29.Okt.2004 18:01:01


      Wenn Sie Hefe zu einer gärenden Maische zugeben, so wird diese absterben. Sie können dies nur mit einem Gärstarter machen.

    Eintrag Nr. 1774:

    Hallo herr schmickl,
    nachdem ich mit kollegen über mein interesse am schnapsbrennen diskutiert habe kamen (natürlich durch laien) folgende aussagen heraus:
    1. Sowohl das gären als auch das brennen verbreitet einen enormen geruch im ganzen haus.
    2. Es ist nicht möglich anhand eines thermometers den vorlauf vom edelbrand abzutrennen.
    Als laie konnte ich leider keine qualifizierte aussage machen und möchte deshalb ihre meinung dazu wissen.
    Im voraus vielen dank
    udo


    udo, saarland
    29.Okt.2004 14:06:44


      ad 1: Wenn Sie ein paar Gärfässer mit 20-50 Liter Volumen und Gärspund gären lassen, so haben Sie kaum Geruchsentwicklung. Tägliches Lüften genügt. Brennen sollte keinen Geruch verursachen, sonst wäre die Anlage undicht. Läßt man die Anlage abkühlen, bevor man sie öffnet, kommt es zu keiner Geruchsentwicklung. Öffnet man sie als heißer, dann wird es sicherlich duften...
      ad 2: Doch, dies ist möglich. Die Details dazu finden Sie im Buch.

    Eintrag Nr. 1773:

    Hallo, ich habe Dornfelder Trauben mit 40% Destillat (Nachbrand) angesetzt, um in 4-6 Wochen daraus Likör zu machen (Sirup dazu usw.). Überall steht, man möge dies in einem Glasballon ziehen lassen. Kann ich nicht genauso gut einen Kanister nehmen (dest. Wasser war da drin)?
    Jetzt gehe ich Schlehen sammeln und gebe denen einen künstlichen Gefrierschock. Ich habe ein Rezept, dass man sie einfach mit Alk. ansetzt. Sollte ich die Schlehen zerkleinern oder musen oder ganz lassen. Wird auch Likör draus. Danke und Gruß.


    Wiltrud W., Südpfalz
    29.Okt.2004 13:43:06


      Nein, geben Sie niemals 40%vol Alkohol in einen Plastikkanister, Sie sollten Glasballons verwenden. Sie haben die Trauben in Nachbrand, also Nachlauf angesetzt? Wurde dieser vorher mit Kohle behandelt und destilliert?
      Die Schlehen können Sie beim Ansetzen ganz lassen.

    Eintrag Nr. 1772:

    Hallo
    Verbessert das gelegentliche Einstellen eines blanken Kupferstückes in den (starken?) Mittellauf die Geschmacksqualität? Spielen dabei die Temperatur des Mittellaufes und die Oberflächengröße sowie -beschaffenheit des Kupferstückes eine Rolle?
    Verbessert das gelegentliche Einblasen ("Durchblubbernlassen") von etwas Frischluft durch den (starken?) Mittellauf die Geschmacksqualität?
    Ist eine Qualitätsverbesserung des Mittellaufes ggf. nur durch gelegentliches Lufteinblasen bei gleichzeitig darin stehendem blanken Kupferstück möglich (oxydative Katalyse durch Sauerstoff an aktivem Kupfer...)?
    Sind mögliche Effekte dieser Maßnahmen objektivierbar oder gehören sie eher ins Reich der Mystik?
    Gibt es evtl. noch andere Reifungs- und Verbesserungsmaßnahmen außer dem altbewährten Zeitfaktor?
    Ich bin dankbar für jede Information


    Hilli, Thüringen
    29.Okt.2004 13:26:07


      Nein, meiner Erfahrung nach nützt das Einstellen eines Kupferstückes nichts. Das Lufteinblasen in das fertige Destillat macht jedoch den Geschmack feiner und nimmt eine gewisse Schärfe. Auch das Lufteinmixen beim Verdünnen führt zu diesem Effekt. Die Luftzufuhr kann eine gewisse Lagerzeit ersetzen.

    Eintrag Nr. 1771:

    Hallo Herr Schmickl,
    ich habe immer wieder Probleme mit dem Anbrennen der Maische. Meine Anlage ist eine Deluxe mit 7,8l Kessel. Ich lasse mir auch Zeit beim aufheizen, aber ab einem gewissen Zeitpunkt muß ich den Gasbrenner voll aufdrehen damit die Temperatur überhaupt noch steigt.
    Ich nehme an das bei z.B. Marillenmaische kleine Fruchtstücke durch den Aromakorb gelangen und anbrennen. Ich habe mir gedacht ich könnte ein feinmaschiges VA-Gitter (oder verzinkter Stahl) unterhalb des Aromakorb anbringen so dass wirklich nur mehr der flüssige Teil der Maische auf den Kesselboden gelangt.
    Danke für Ihre Antwort.


    Obstler, zu Hause
    29.Okt.2004 00:41:40


      Ja, Sie können ein feinmaschiges Gitter verwenden. Allerdings sollten Sie dieses nicht unter, sondern über dem Aromakorb einsetzen. Abgesehen davon genügt es oft schon, wenn Sie den Kesselinhalt vorgewärmt in den Kessel einfüllen.

    Eintrag Nr. 1770:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    habe grüne Walnüsse in 90 % Akohol angesetzt und wollte diese jetzt brennen. Muss ich vorher verdünnen und wenn, auf wieviel %, oder kann ich den ganzen Ansatz so brennen und die Nüsse in den Aromakorb geben?
    Danke für Ihre Antwort und vor allen Dingen für Ihre Mühe bei der Beantwortung unserer Probleme.
    Gruss
    Kalle


    Kalle, D
    28.Okt.2004 20:42:00


      Normalerweise wird ein Ansatz ohne vorheriges Verdünnen gebrannt, normalerweise wird aber in ca. 50%vol Alkohol angesetzt. In Ihrem Fall sollten Sie vor dem Brennen auf ca. 45-50%vol verdünnen. Geben Sie die Nüsse in den Aromakorb.

    Eintrag Nr. 1769:

    Hallo
    Ich habe Zuckerwasser mit einer Turbohefe angesetzt. Alles hat ein paar Tage gegärt und geschäumt und nun ist die gesammte Flüßigkeit (30 Liter) incl. Schaum fest geworden wie eine Sülze. Was ist da pasiert bitte eine kurze Rückantwort wenn Sie Zeit haben.
    Vielen Dank Rainer Festl


    Festl Rainer, bayern
    28.Okt.2004 07:55:11


      Welchen Zucker haben Sie verwendet? Gelierzucker würde alles erklären, es sollte nur Saccharose (raffinierter "Haushaltszucker") verwendet werden. Wurde der Zucker wie im Rezept beschrieben aufgelöst? Sind Sie genau nach Rezept vorgegangen?

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