Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 1737:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    ich möchte geschmacklosen Alkohol (58 %) mit Holunderbeersaft mischen (verdünnen). Kann ich hierzu Ihren Rechner zum Alkohol verdünnen benutzen?
    Übrigens, eine sehr gute Seite die sachlich und kompetent von Ihnen gepflegt wird.
    Gruß
    Herbert


    Herbert, Oldenburg
    19.Okt.2004 12:09:01


      Ja, den können Sie dazu auch verwenden.
      Danke!
      :-)

    Eintrag Nr. 1736:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    gerade bin ich dabei mir aus einem Dampfkochtopf eine Destille zu erstellen. Kann ich eigentlich das Geistrohr direkt als Durchlaufkühler herstellen oder ist das ungünstig? Ich wollte ein 28er Innenrohr und ein 35er Mantelrohr von ca. 1 m Länge nehmen. Der Topf hat 9 Ltr. Volumen. Das Steigrohr wollte ich so kurz wie nur möglich halten.
    Vielen Dank für Ihren Rat im voraus.
    Viele Grüße
    Frank


    Frank, Essen
    19.Okt.2004 10:30:26


      Ja, das leicht nach unten geneigte Geistrohr kann direkt als Kühler gebaut werden. Alle Angaben korrekt.

    Eintrag Nr. 1735:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    ich habe ca. 60 kg Quitten und möchte sie brennen lassen. Leider kann mir niemand genau sagen ob es sich bei dieser Menge überhaupt rentiert und wieviel Quittenschnaps ich erwarten kann. Muss ich die Maische mit Wasser verdünnen und Zucker zugeben?
    Danke moerl


    moerl, Deutschland
    18.Okt.2004 23:36:28


      Wenn Sie die Maische brennen lassen, dürfen Sie keinesfalls Zucker zugeben. Geben Sie ca. 10 Liter Wasser zu, dann haben Sie ca. 50-55 Liter Maische, als Ergebnis können Sie ca. mit 3 Litern 45%vol Schnaps rechnen. Allerdings weiß ich nicht, ob das jemand in Ihrer Nähe macht, normalerweise wollen Lohnbrenner ihren Kessel zur Gänze befüllen und meist handelt es sich um 180 Liter Kessel...

    Eintrag Nr. 1734:

    Hallo,
    ich habe Holunderbeeren in 60 %igen Alkohol angesetzt und die Holunderbeeren in Inwissenheit nicht vorher gekocht.
    Meine Frage: Zerstört der Alkohol die giftigen Substanzen oder sollte ich den Ansatz ohne ihn auf 10-12% herunter zu verdünnen noch einmal destillieren?
    Danke
    Peter


    Peter, Norddeutschland
    18.Okt.2004 00:01:57


      Destillieren Sie den Ansatz, ohne ihn vorher zu verdünnen.

    Eintrag Nr. 1733:

    Hallo Herr Schmickl,
    eigentlich sollte ich alles richtig gemacht haben, aber beim Geist tauchen Fragen auf: Habe 1,5 ltr 11%-Wein und frische Zwetschgen aufgeheizt (bis max. 90 Grad). Herausgekommen sind: 80 ml (leider zu wenig, um den Alko-Gehalt zu messen). Bei Himbeeren hatte ich bei gleichem Besatz 120 ml 70%-Alko-Geist erzielt. Der Nachlauf bei den Zwetschgen ergab 100 ml (bis 96 Grad).
    Frage: Ist die Ausbeute o.k. Oder funktioniert mein Kessel nicht richtig?
    PS: "Schnapsbrennen als Hobby" macht Spaß!
    Gruß aus dem kalten Norden.
    WulftenSüd


    WulftenSüd, Deutschland
    17.Okt.2004 22:16:52


      Bei 1,5 Liter und 11%vol im Kessel sollten Sie als Ergebnis ca. 250-300 ml 47-49%vol Destillat erhalten. Ich vermute, daß Ihr Thermometer zu hohe Termperaturen anzeigt, denn auch bei 91°C sind 80 ml viel zu wenig, d.h. Sie hören viel zu früh auf.
      P.S.: Freut mich, dass es Spass macht!
      ;-)

    Eintrag Nr. 1732:

    Hallo Her Schmickl,
    auf meiner Suche nach Brennbarem etc., habe ich Bäume/Büsche mit herrlichen roten Beeren gefunden. Dabei hat es mir eine Sorte besonders angetan, weil sie zahlreich vorhanden und nicht so trocken ist. Nach einholen von Informationen habe ich sie als "Gemeiner Schneeball" identifiziernen können.
    Nun meine Fragen:
    1.Kann ich diese Beeren brennen (lt. Internetseite giftig)?
    2.Kann ich generell alle Arten von Beeren brennen oder gibt es auch welche, die nach dem Brennen giftig sind?
    Danke für Ihre Hilfe


    Thomas.R, D-Niedersachsen
    17.Okt.2004 22:04:24


      ad 1: Der gemeine Schneeball ist giftig, das sollten Sie nicht verwenden.
      ad 2: Sie sollten nur Beeren verwenden, die auch genießbar sind, Ausnahme sind Vogelbeeren.

    Eintrag Nr. 1731:

    Hallo Hr. Dr. Schmickl,
    ich überlege mir, ob ich einen Ionentauscher zulegen soll? Mein Wasser das ich zum Verschneiden verwende ist sehr hart. Wäre ihrer Meinung nach ein Unterschied im fertigen Destillat spürbar? Haben sie ein paar Tips oder Links bzgl. Wasserenthärter für mich?
    Schöne Grüße aus dem Ländle


    Kurt Vonach, Vorarlberg
    17.Okt.2004 10:14:49


      Destilliertes bzw. weiches Wasser hat einen anderen Geschmack als hartes Wasser, wobei es reine Geschmacksfrage ist, was besser schmeckt. Der Nachteil bei hartem Wasser, es wird immer starke Trübungen geben. Es werden diverse Ionentauscher angeboten, allerdings zahlt sich diese Investition für das Verdünnen von Schnaps alleine nicht aus, denn entmineralisiertes Wasser vom Bau- bzw. Supermarkt, da steht verwirrenderweise "destilliertes Wasser" drauf, eignet sich dafür hervorragend (Kosten: ca. 2 EUR je 5 Literkanister).

    Eintrag Nr. 1730:

    Hallo Hr. Dr. Schmickl habe gestern apfelmaische angesetzt. hab 25 kg äpfel zu 20 l frucht brei verarbeitet und dann 4 kg zucker hinzugeben und 7 liter wasser und 150 g turbo hefe hinzugeben das es 30l ergen hat meine frage stimmt diese zusammen setztung oder ist mir ein fehler unter laufen ???
    Tobi


    Tobi, Maische
    16.Okt.2004 21:16:53


      Das ist so in Ordnung.

    Eintrag Nr. 1729:

    Hallo Hr. Dr. Schmickl
    Ich habe heute eine kleine Probemeische angesetzt und zwar mit 2 Kg. Apfelstücke und 150 gr. Zucker. Dieses habe ich in einen verschlossenen Plastikbehälter gegeben und den Deckel mit Klebeband zugemacht. Nun meine Frage. Wird das etwas und wenn ja wie lange dauert die Gärzeit?
    Gruss Heiri
    P.S. Ihr Buch habe ich kürzlich bestellt aber noch nicht erhalten.


    Heiri, Zentralschweiz
    16.Okt.2004 21:09:04


      Ja, es wird sicher gären, Sie müssen aber mit Fehlgärungen rechnen, d.h. danach den Vorlauf sorgfältig abtrennen. Sie müssen auf dem Faß auf jeden Fall einen Gärspund anbringen bzw. einen Ersatz dafür. Z.B. leerer Joghurtbecher mit Plastikschlauch, oder ähnliche Konstruktionen, die einen Siphon-Effekt ergeben, andernfalls wird Ihnen die Maische "um die Ohren fliegen".

    Eintrag Nr. 1728:

    hallo :-)
    ich habe vor kurzem Ihr Buch gekauft und hätte darüberhinaus 3 Fragen:
    1. ich habe keine natürliche Alkoholausbeute bei Quitten gefunden. Können Sie mir bitte sagen wie hoch diese ca. ist? Sodass ich die Zuckermenge entsprechend berechnen kann.
    2. In dem Buch steht, dass man eine hochprozentige Maische ein bis zwei Monate stehenlassen soll, sodass die Aromen besser aufgeschlossen werden. Wieviel "mehr" kann man denn damit rausholen? Lohnt es sich solange zu warten? (bin Anfänger)
    3. Dient die Absenkung des pH-Wertes "nur" zur Abtötung von lebensmittelverderbenden Mikroorganismen oder hat es auch noch andere Gründe?
    Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort!
    Weiter so! :-)
    Viele Grüße aus Deutschland,
    Andreas


    andreas, D
    16.Okt.2004 19:12:48


      ad 1: Quitten erzeugen ca. 4-5% Alkohol
      ad 2: Bezüglich des Aromas gibt es einen kleinen Unterschied, allerdings nicht so gravierend. Wird die Maische jedoch sofort gebrannt, kommt es oft zu einem leichten Hefegeschmack. Fazit: ja, es ist auf jeden Fall sinnvoll zu warten.
      ad 3: Der niedrigere pH fördert das Wachstum der richtigen Hefe und behindert das Wachstum der unerwünschten Mikroorganismen. Ist der pH zu hoch entsteht auf alle Fälle Vorlauf und sehr häufig hat, durch die dadurch entstandenen Fehlgärungen, das Destillat einen Essigstich.
      Danke!

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