Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 1486:

    Hallo Dr.Schmickl!
    Kann ich in dem 7,8l Kessel genausogut eine größere Menge von z.B. Limettengeist herstellen, oder ist es besser im 3,8l Kessel mehrere kleine Portionen zu machen. Gruß Chris.


    Christian Kracke, Deutschland
    20.Jul.2004 12:33:09


      Sie können mit dem 7,8 Liter Kessel auch genauso eine größere Menge Geist herstellen, einfach die entsprechende Frucht- oder Kräutermenge (und die dazu benötigte Alkoholmenge) hochrechnen.

    Eintrag Nr. 1485:

    Hallo,
    mich würde interessieren ob das Ergebnis leidet wenn man den Brennkessel nicht ganz anfüllt? Also z.B. in einem 25-Liter Kessel nur 5 Liter Maische in einem Durchgang brennt?
    danke für Ihre Antwort
    Wolfgang


    Wolfgang, Wien
    19.Jul.2004 21:59:06


      5 Liter in einem 25 Liter Kessel sind zuwenig, der Kessel sollte immer zumindest bis zur Hälfte gefüllt werden. Sonst ist der Dampfraum derart groß, daß einerseits Rektifikationseffekte und andererseits große Ausbeuteverluste auftreten, weil der darin enthaltene Dampf nicht mehr bis zum Kühler kommt.

    Eintrag Nr. 1484:

    Hallo H.Doktore
    Ich habe nach ihrer Buch-Anleitung mit der Topf-Geist Methode einen Limettengeist hergestellt! Aus 2 Litern Wein habe ich 600ml guten schmeckenden Limettengeist erhalten! Als ich allerdings den Alc-gehalt gemessen habe war ich etwas erstaunt nur 30% zu haben! kann ich den Geist so in einer Flasche lagern? Er ist ganz rein und sauber ohne Flocken oder ähnliches! Wo lag mein Problem?
    danke Rene


    Rene, D-Leimen
    19.Jul.2004 08:07:36


      Ja, Sie können auch Destillate mit 30%vol lagern. Haben Sie den Alkoholgehalt richtig gemessen? Hatte der Wein zumindest 10,5%vol? Dann kann es noch sein, daß Sie zulange destilliert haben, denn aus 2 Liter 10%vol Alkohol erhält man ca. 450-500 ml 45%vol Destillat. Außerdem verdünnt der Limettensaft im Kessel den Alkoholgehalt, d.h. die Ausbeute für 45%vol ist noch geringer als angegeben.
      Fazit: Beim nächsten Mal früher aufhören. Aber Hauptsache es schmeckt...
      ;-)

    Eintrag Nr. 1483:

    wo ist das kästchen oben rechts auf dieser seite?
    wie kann ich eigentlich gänsewein machen?


    vladimir, frankfurt
    19.Jul.2004 07:57:23


      Das Kästchen zum Suchen von Begriffen steht oben rechts, es enthält den Text: "Suchbegriff eingeben". Sobald Sie darauf klicken, können Sie das Suchwort eingeben.
      Gänsewein ist mir nicht bekannt. Haben Sie es schon bei den Rezepten versucht?

    Eintrag Nr. 1482:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    wir möchtem einem Freund in der Karibik helfen eine Schnapsbrennerei zu installieren. Dort gibt es nur Rumhersteller aber eine Vielfalt an Früchten. Leider stirbt die Gärhefe bei Temperaturen über 28 Grad ab. Gibt es Turbohefe die bei höheren Temperaturen noch funktioniert? Eine Klimaanlage steht leider nicht zur Verfügung.
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
    Viele Grüße, Michael.


    Kress Michael, Deutschland Bodensee
    18.Jul.2004 13:02:15


      Hefen mit höherer Temperaturresistenz sind mir nicht bekannt. Wird das Gärfaß in einen Keller gestellt oder zumindest an einen ganztägig schattigen, luftigen Platz, dann funktioniert die Turbo mit Sicherheit auch in der Karibik. Wenn ein Bach in der Nähe ist, könnten Sie diesen auch zur Kühlung nutzen (z.B. das Faß ins Bachbett stellen).

    Eintrag Nr. 1481:

    Hallo Herr Dr. Schmickl!
    Ihnen und Frau Malle zunächst einmal ein großes Kompliment für das tolle Buch! Mein Vater und ich – seit Jahren begeisterte Hobbybrenner (Stoffbesitzer) – haben dadurch vieles dazugelernt. Vor allem wissen wir jetzt, was wir früher alles falsch gemacht haben. (Und das war eine ganze Menge!)
    Ich hätte eine Frage bezüglich der Herstellung einer Schlehenmaische an Sie. Bereits im letzten Herbst haben wir ca. 140 Liter Schlehen eingeschlagen und mittels Reinzuchthefe + Hefenahrung + Pektinase vergären lassen. Die Gärung dauerte (bei 18-20°C) ca. 2 Monate und trotz Wasserzusatz und der Pektinase, blieb die Maische recht zähflüssig. Es war uns folglich auch nicht möglich einen Großteil der Kerne herauszusieben. Dennoch war das Brennergebnis alles in allem erfolgreich und auf 42% verdünnt erhielten wir 12 ½ Liter ausgezeichneten Schlehenbrand.
    Diesen Herbst würden wir gerne wieder ein ähnliche Menge Schlehen einschlagen. Was müssen wir tun, um eine ähnlich zähflüssige Maische zu vermeiden? Kann es sein, dass der pH-Wert nicht i.O. war? Mit den Messstäbchen ist es aufgrund des roten Farbstoffanteils der Schlehen sehr schwierig den pH-Wert zu bestimmen. Ich hatte den Eindruck die Maische wäre eher zu sauer gewesen. Sollen wir diesmal lieber gleich Biogen-M dazugeben? Oder kann die Schlehenmaische dadurch übersäuern?
    Beste Grüße nach Österreich
    Claus


    Claus, Nordbaden (D)
    18.Jul.2004 12:26:23


      Danke!
      :-)
      Nein, der pH Wert hat nichts mit der Zähigkeit zu tun. Bei farbintensiven Maischen sollte dennoch Biogen zugegeben werden, ein Übersäuern kann bei Biogen nicht passieren. Bei Schlehen sollten Sie zumindest ein Viertel der Menge an Wasser zugeben, ist die Maische immer noch zu fest, den Verflüssiger höher dosieren oder die Marke (des Verflüssigers) wechseln. Je nach Hersteller ist der "Verflüssigungsgrad" unterschiedlich. Zum Beispiel haben wir mit dem von uns verwendeten Verflüssiger bei Schlehen dieses Problem nicht.
      P.S.: Bei Schlehen ist es nicht notwendig die Kerne auszusieben.

    Eintrag Nr. 1480:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    hätte noch eine weitere Frage die ich leider beim schreiben des vorherigen Beitrags vergessen hab. Hab gerade auf ebay eine Destille aus Kupfer gesehen. Allerdings ist diese ohne Thermometer. Wie soll man bei diesen Geräten die Temperatur kontrollieren bzw. ist das unbedingt nötig zum brennen? Oder kann man bei solchen Geräten ein Thermometer auch nachträglich anbauen?
    MFg Michael


    Michael, Deutschland
    16.Jul.2004 19:02:26


      Ja, das Destillieren mit einem Thermometer ist bei Kleingeräten unerläßlich, andernfalls werden Sie Vorlauf und Nachlauf nicht wirklich abtrennen können. Bezüglich Nachrüstmöglichkeiten usw. wenden Sie sich bitte direkt den Anbieter bei ebay.
      P.S.: Sie sollten diesbezüglich den Menüpunkt "Info zum Kesselkauf" (siehe links oben) beachten.

    Eintrag Nr. 1479:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    Ich hätte eine Frage zu dem Thema Methanol. Methanol entsteht ja meines wissens beim Destillieren nur, wenn ich zuvor beim maischen nicht sauber gearbeitet habe und später beim Destillieren z. B. Kerne oder Holzsplitter mit in der Maische sind. Entsteht Methanol auch wenn ich z. B. schon fertige Produkte wie z. B. Wein oder Apfelwein zum Destillieren nehme? Desweiteren hätte mich interessiert ob solche "mini-heim-Destillieranlagen" aus Glas wie sie bei ebay etc. angeboten etwas taugen, oder ob die nichts sind.
    MFG Michael


    Michael, Deutschland
    16.Jul.2004 17:25:14


      Methanol entsteht immer nur während der Vergärung und nicht durch das Erhitzen der Flüssigkeit. Wird fertiger Wein destilliert, so haben Sie bei Weinen, die für den Handel zugelassen sind, nicht mit Methanol zu rechnen. Bei selbst hergestellten Weinen hängt es wiederum von der Art der Einmaischung ab.
      Diese kleinen Glasdestillen eignen sich hervorragend zur Dekoration, zum Destillieren jedoch nicht wirklich.

    Eintrag Nr. 1478:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    ich habe grüne Walnüsse geviertelt und dann in 50%igen Alk.eingelegt.Jetzt,nach 3 Wochen ist daraus eine schwarze Brühe entstanden. Kann das so richtig sein??
    Gruß nach AT
    e


    Sauerlandbrenner, D
    16.Jul.2004 09:18:10


      Ja, das ist vollkommen richtig so (genaugenommen ist es tief dunkelgrün). Lassen Sie alles zumindest 2 Monate ziehen, danach destillieren.

    Eintrag Nr. 1477:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    kann ich einer Kirschmaische die ohne Zugabe von Hefe bereits begonnen hat zu gären trotzdem Zucker hinzugeben? Wenn ja wieviel pro Liter Maische und in welchem zeitlichen Abstand?
    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Völker


    Uwe Völker, Deutschland
    15.Jul.2004 14:43:10


      Ja, können Sie. Insgesamt 75 g je Liter Maische, auf drei Portionen aufgeteilt. Eine zu Beginn und dann jeweils nach drei Tagen.

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