Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 1283:

    Sind Antigel und Verflüssiger eigentlich dasselbe?

    Easy Rider, Alto Adige
    17.Mär.2004 17:52:24


      Ja. Wird auch noch Pektinase genannt.

    Eintrag Nr. 1282:

    Hallo,
    ich habe in Ihrem Forum herausgefunden, daß ich zur Vodkaherstellung 8 KG Zucker auf 8 Liter heißes Wassser vermische, diese dann bis 25 l auffüllen und 50 g Turbohefe dazu. Meine Frage ist nun, ob ich nco hzusätzliche Nährsalze benötige, um die Gärung zu unterstützen?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!


    Micha, D
    17.Mär.2004 16:04:01


      Sie brauchen nicht 50 g Turbo, sondern 115 g (die ganze Packung) für diese Menge. Die Hefenährsalze sind in der Packung bereits enthalten.

    Eintrag Nr. 1281:

    hallo hr. dr. schmickl!
    ich habe voriges jahr birnen angestzt und gebrannt. so wirklich schmeckt mir der brand aber nicht - dürften die birnen nicht gut gewesen sein, ein bekannter hat auch birnen gebrannt und die sind auch nichts geworden. jetzt würde ich gerne den brand mit aktivkohle "reinigen", und zum ansetzen nehmen. wie groß sind ihre packungen aktivkohle und wieviel alkohol kann ich damit reinigen.
    danke für die beantwortung
    gruss
    norbert


    norbert, nö
    17.Mär.2004 16:03:55


      Sie brauchen ca. einen gehäuften Eßlöffel Aktivkohle auf 5 Liter Alkohol. Eine Pakcung hat 250 g.

    Eintrag Nr. 1280:

    Hallo Herr Schmickl,
    bringen eigentlich Siedesteine im Kessel ein besseres Sieden im Kessel und damit eine bessere Trennung von Vorlauf und Edelbrandt?


    Boris2004, Hamburg
    16.Mär.2004 13:15:16


      Nein, das hat damit überhaupt nichts zu tun. Siedesteinchen verhindert lediglich einen Siedeverzug.

    Eintrag Nr. 1279:

    Eintrag Nr. 712:
    >>Eine Frage zur Weinbereitung: Mein Mirabellenwein schlägt grundsätzlich früher oder später von hellgelb in goldbraun um. Ich nehme stark an, daß er oxidiert. Jetzt habe ich entgegen meiner Überzeugung Schwefel dazugetan, was ein Fehlschlag war (Gärstopp, trotzdem Braunfärbung). Geschmacklich war allerdings am Ergebnis vor 2 Jahren (ohne Schwefel, oxidiert) nichts auszusetzen. ..... <<

    Wer Braunfärbung im Wein verhindern möchte, kann nach der Fertigstellung des Weines Ascorbinsäure (Vitamin-C-Pulver, gibts in jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt) zugeben. Etwa 0,5 - 1 g/Liter. Safthersteller machen das auch und schreiben dann großspurig auf die Flaschen "Mit Vitamin-C-Zusatz".

    Zu Eintrag Nr. 1277:
    Schreibe Deine Fragen doch einfach ins Diskussionsforum, dann haben alle etwas davon. :)


    Terras, Italia
    16.Mär.2004 10:55:57


      Wow, bald werden wir hier auch Weinprofis. Danke.
      Sie müssen ja jetzt schon dunkelrot sein (in Bezug auf Eintrag 1276).

    Eintrag Nr. 1278:

    Eintrag Nr. 1274:
    Guten Tag Hr. Schmickl
    werden die Anlagen von mir? oder von Ihnen registriert?
    Versand A oder CH
    Classic 5lt


    jack, ch
    15.Mär.2004 20:15:02


      Wenn Sie bei uns eine Anlage bis 2 Liter kaufen, so müssen Sie diese in der Schweiz selbst melden, unsererseits erfolgt keine Meldung. Anlagen über 2 Liter dürfen in die Schweiz nicht ohne Brennrecht des Käufers eingeführt werden. Anlagen über 2 Liter werden beim Verkauf in Österreich von uns gemeldet und sind dann auch Ihrerseits zu melden (= Doppelmeldung).

    Eintrag Nr. 1277:

    Hallo Terras, Italia
    Könntest Du mich mal anmailen. Ich hätte die ein oder andere Frage wegen deinem Tip mit dem Teflonband.


    Roland, Groß Deutschland
    15.Mär.2004 20:10:33



    Eintrag Nr. 1276:

    Da wurde ich ja fast rot im Gesicht bei soviel Lob vom Dr. ;)
    Also gut, dann noch etwas Nützliches:
    Der Gärverlauf von den "richtigen Hefen" (in dem Fall Reinzuchthefen) verläuft vereinfacht dargestellt in aller Regel nach folgendem Schema:
    1. Phase: 0-36 h: "Gewöhnung" der Hefe an das Medium. Kaum Wachstum.
    2. Phase: 36-48 h: Exponentielles Wachstum unter aeroben (Anwesenheit von Sauersoff) Bedingungen. Jetzt schäumt es kräftig wg. der CO2-Produktion.
    3. Phase: 48 h - Absterben der Hefen: anaerobe Reaktionen und Erzeugung von Ethanol. Kaum noch Schäumen, bzw. CO2-Produktion. Dazu muss man ganz deutlich sagen: Der Prozess der Alkoholerzeugung ist dann zu Ende, wenn alle Hefezellen abgestorben sind. Die Hefen sterben ab, wenn sie entweder keine Nahrung mehr haben oder der Alkohol sie selbst umbringt und sinken dannn zu Boden.

    Wie unser Doktor ;) richtig sagt, erkennt man es daran, dass man oben im Gärbehälter eine klare Flüssigkeit hat und alle Trübstoffe/festen Stoffe abgesunken sind. Wenn es noch Bläschen hat, ist es noch viel zu früh. Darum auch Glasbehälter; in denen kann man den Prozess am allerbesten beobachten.
    Und nun die Tipps dazu:
    ad 1: steht alles hier oder im Buch vom Doktor. Einzige Ausnahme: Nährsalze erst nach 24-36 Stunden zugeben. Das ist der Gewöhnungsphase zuträglich und verhindert, dass "schnelle" Fehlhefen ernährt werden.
    ad 2: In diesem Zeitraum kräftig Luft untermischen, Richtwert kann man kaum geben, kräftig die Maische je nach Behälter mit geeignetem Gerät aufmischen. Ich mach es mit einer Aquariumpumpe und lasse einen Silikonschlauch in der Maische hängen und rühre ab und an mal um in dieser Zeit. So etwa ein bis zwei Stunden das Pümpchen laufen lassen reicht. Bei Maischefässern dürften zweimal 5 - 10 Sekunden Bohrmaschinenquirl reichen.
    ad 3: Ab jetzt ist Sauerstoff kontraproduktiv, er würde die manchmal langsameren Fehlgärungen unterstützen. Also bitte nur ab und an mal nachschauen und wenn überhaupt nur selten vorsichtig umrühren, ansonsten den Gärspund drauflassen.

    Ergänzung Nr. 1: Das Ganze kann man nur ad 3) komplett auf Turbohefe übertragen. Bei der werden schon am Anfang genügend Hefezellen zugegeben, um den kompletten Gärprozess durchlaufen zu lassen. ad 2) sollte man bei Turbohefe nach spätestens 6-12 Stunden nochmal kräftig aufmischen.
    Ergänzung Nr. 2: Die vorgenannten Tipps beziehen sich auf Mediumtemperaturen zwischen ca. 15°C und 21°C.
    Ach so nochwas: In Önologiefachbüchern liest man oft von der Notwendigkeit der Schwefelung. Das ist mit Einschränkungen richtig, bezieht sich aber ausschließlich auf Massenprodukte. Kein Winzer oder Brenner kann sich jede Weintraube oder Birne daraufhin einzeln ansehen, ob Faulstellen o. ä. vorhanden sind. Bei denen, die so etwas (fast) betreiben sind die Produkte entsprechend irrsinig teuer. Da kostet ein Fläschchen schon einmal soviel wie eine komplette Brennanlage vom Doktor ;).(Beispiel: DRC usw.)


    Terras, Italia
    15.Mär.2004 19:07:08


      Hochinteressant!
      Wiederum dankeschön, ich wünsche nochmals einen roten Kopf!
      ;-)

    Eintrag Nr. 1275:

    Hallo Herr Dr. Schmickl
    Kann ich Kupferschraubverbindungen an meiner Destille mit handelsüblichem (Wasserinstallation)Hanf abdichten? Wenn nein, was wäre dann angeraten?
    vielen dank für Ihre Hilfe.


    Schraubverschluss, Hanftal
    15.Mär.2004 00:16:05


      Besser wäre Teflonband (siehe auch Beitrag Nr. 1273)

    Eintrag Nr. 1274:

    Guten Tag Hr. Schmickl
    Darf man in der Schweiz einen Brenner mit mehr als 5lt. z.b. (7.8) besitzen? werden diese von mir oder Ihnen registriert? Wie kriegt man die ueber den Zoll? Per Post?,.... wohne in Grenznähe ist eine Anlage grösser 5 lt auch effizienter, oder wie Verhält sich das mit dem grösseren Volumen, Heizleistung,....Endresultat!
    Danke im Voraus.
    jack


    jack, schweiz
    14.Mär.2004 23:00:36


      Nein, in der Schweiz dürfen Privatpersonen nur brennen, wenn Sie eine Landwirtschaft besitzen. Anlagen bis 2 Liter Kesselvolumen dürfen in die Schweiz eingeführt werden, sind dann aber nur zur Herstellung von ätherischen Ölen usw. erlaubt.
      Das Endresultat ist anlagenunabhängig. Vom zeitlichen Aspekt her ist eine größere Anlage effizienter als zwei halb so Große.

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