Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 1064:

    Hallo Herr Dr. Schmickl
    Kennen Sie das Rezept von Vieille Prune (Alte Zwetschge)?


    stefan vogt, CH
    27.Nov.2003 04:43:12


      Wenn Sie "Vieille Prune" oben rechts als Suchbegriff eingeben, finden Sie einige Einträge.

    Eintrag Nr. 1063:

    Hi Herr Dr. Schmickl
    Ich habe 10l Rosinenwein angesetzt. Nun habe ich die Befürchtung, das ich zuviel Zitronensäure dazugegeben habe. Es schmeckt jedenfalls so. Gibt es eine Möglichkeit zuviel Säure zu neutralisieren? Irgendwo habe ich was von Calciumkarbonat gelesen, wenn man das nehmen kann, wie muss das dosiert werden??
    Danke für Ihre Antwort.


    Brennmann, Gärballon
    26.Nov.2003 21:38:03


      Messen Sie zuerst den pH-Wert bevor Sie etwas zum Neutralisieren hinzugeben. Es kann auch herb schmecken, was mit dem pH nichts zu tun hat. Sie könnnen dann den Kalk hinzumischen, aber langsam, portionsweise und mit den pH-Stäbchen laufend kontrollieren. Ideal ist soetwas natürlich nicht.

    Eintrag Nr. 1062:

    Hallo Herr Schmickl,
    da ich absoluter Anfänger bin und erst einen Versuch (mit Wok, wie in Ihrem Buch beschreiben) hinter mir habe, meine Fragen:
    1. Geschmackloser Alkohol mit Zucker, Wasser und Hefe.
    Muss dieser noch Gären nachdem er mit dem Wasser vermischt wurde ? Und muss er destilliert werden ? Ich möchte ihn für einen Angesetzten nutzen.
    Ausserdem wäre ich mit 3-4 Freunden an Ihrem Seminar interssiert. Nur leider kommen wir aus dem Norden Deutschlands. Führen Sie auch in unserer Gegend Seminare durch ?
    MfG
    Thomas R.


    Thomas R., Niedersachsen
    26.Nov.2003 17:05:25


      Wenn Sie Zucker, Wasser und Hefe miteinander mischen, setzt eine Gärung ein, diese dauert 3-4 Wochen. Aus dem Zucker entsteht der Alkohol. Nach ca. 4 Wochen können Sie diese Maische dann destillieren.
      Seminare dürfen wir nur in Österreich abhalten (in Deutschland ist das nicht erlaubt).
      Flüge von N-Deutschland nach Klagenfurt gibt es schon ab 19,99 EUR.

    Eintrag Nr. 1061:

    hallo Dr.!
    kann bei der vergärung von zucker mit turbohefe methanol entstehen? wenn ja wie kann man es vermeiden?
    danke schon mal!
    Gruß Tob


    Tob, Ruhrpott
    25.Nov.2003 18:28:25


      Nicht wenn Sie sauber arbeiten und einen Gärspund verwenden.

    Eintrag Nr. 1060:

    Hallo.
    Ich habe erst vor kurzem mal daran gedacht schnaps selber zu brennen. Nur wohne ich in Deutschland und weiss das das hier nur SEHR eingeschränkt möglich ist. Ich wollte eigendlich fragen auf welche weise ich legal schnaps brennen kann.
    Ich meine gelesen zu haben das man einen kessel mit über 0,5 liter füllmenge melden muss. lohnt sich das dann überhaupt? der schnaps wär auch nicht zum Verkauf.
    danke im vorraus.


    Fabian. S, NRW
    24.Nov.2003 14:08:46


      Ja, Ihre Vermutung stimmt, alles über 0,5 l Kesselinhalt ist in Deutschland meldepflichtig (darüber können Sie auch legal brennen, brauchen dazu allerdings ein Brennrecht). Aus 0,5 l hochprozentiger Maische erhalten Sie bei einem Brennvorgang ca. 180ml trinkfertiges Destillat.

    Eintrag Nr. 1059:

    hallo hr. dr. schmickl!
    hab eine frage zum erstellen von geschmacklosen alkohol!
    für 30 liter nehme ich 30 liter wasser, 5 kg zucker auf 3 mal, und ca 1/3 päckchen turbohefe? - ich hoffe das ist ok?
    wenn ich einen angesetzten machen möchte - ist es gut wenn ich mit trinkstärke ansetze (42%vol) oder stärker und anschließend verdünne? (geschmacksverlust?)
    danke für ihren rat!!
    lg norbert


    norbert, nö
    24.Nov.2003 11:25:25


      Nein. 8 kg Zucker in 25 Liter Wasser zur Gänze auflösen und ein ganzes Säckchen Turbo verwenden (sonst wären die Hefenährsalze der Turbopackung unterdosiert). Angesetzte sollten mit 45-50%vol angesetzt werden. Wenn Sie ohne vorher zu destillieren den Angesetzten trinken möchten, dann sollten Sie 45%vol wählen.

    Eintrag Nr. 1058:

    Hallo Dr. Schmickl,
    meine 7-Liter-Destille hatte ich beim ersten mal mit 5 und beim zweiten mal mit (nur) 3 Liter Birnenmaische befüllt. Bei beiden Brennvorgängen ist mir die Maische "übergegangen" - und zwar genau bei 91° Dampftemperatur. Sekunden vorher hatte ich glücklicherweise schon abgetrennt. Die Heiztemperatur war nicht zu hoch, weil es nur noch langsam tropfte. Trotzdem ist es sehr ärgerlich, weil Geistrohr usw. alles vers...t ist.
    Warum und wodurch ist das passiert? Wie kann ich das verhindern?
    Viele Grüße


    Gerhard, D
    24.Nov.2003 10:13:30


      Könnte es sein, daß die Maische geschäumt hat? Bei Birne eher unüblich. Dann ein bis zwei Tropfen Antischaum verwenden.

    Eintrag Nr. 1057:

    Hallo Dr. Schmickl!
    Ich produziere bereits Met und denke auch daran welchen zu brennen.
    Dazu habe ich einige Fragen an Sie:
    a.) Funktioiert der Brennvorgang genauso wie bei "herkömmlichem" Schnaps, oder muß beim Met auf Besonderheiten geachtet werden?
    b.) Welche Mengen dürfen lt. österreichischem Gesetz gebrannt werden, und wie hoch sind die Steuern?
    c.) Mit welcher mengenmässigen Ausbeute ist aus 100 Liter Met zu rechnen, und ab welcher Metmenge ist ein Brennvorgang wirtschaftlich?
    Danke im Voraus,
    mfg


    Rudi, NÖ
    24.Nov.2003 00:42:27


      ad 1: funktioniert genauso
      ad 2: Soviel ich weiß, braucht man für das Brennen von Met in Österreich eine Sondergenehmigung, da dies im Abfindungsbrennrecht nicht vorgesehen ist.
      Steuersätze f. Abfindungsbr.: bis 100 l A jhrl. Erzeugungsmenge 540 EUR/hl A, bis 200 l A 900 EUR/hl A. A=100%vol Alkohol.
      ad 3: Ausbeute hängt ausschließlich vom Alkoholgehalt im Met ab. 5%vol ergeben bei 100 Liter ca. 7-9 Liter Schnaps mit Trinkstärke. Die Wirtschaftlichkeit hängt von zu vielen Faktoren ab, um diesbezüglich eine ernsthafte Schätzung geben zu können.

    Eintrag Nr. 1056:

    Hallo Herr Schmickl,
    Ich wollte wissen, wie Methanol riecht. Kann man durch riechen überprüfen ob die Vorlaufabtrennung gelungen ist?


    Lumpi, Hessen
    23.Nov.2003 22:10:49


      Methanol riecht sehr ähnlich wie Ethanol, d.h. mit Riechen gelingt die Unterscheidung leider nicht wirklich. Vorlauf ist ein Substanzgemisch, in dem Methanol nicht unbedingt enthalten sind muß (hängt von Maischequalität ab). Allerdings ist Ethylacetat enthalten, welches stark nach Klebstoff riecht. Somit riecht Vorlauf nach UHU. Wenn der "Edelbrand" nach UHU riecht, müssen Sie noch einmal destillieren und diesmal den Vorlauf richtig abtrennen (das was beim Kühler heraus rinnt in kleine Gläser auffangen und der Reihe nach beschnüffeln).

    Eintrag Nr. 1055:

    Hallo Dr. Schmickl
    Je mehr ich erfahre desto besser erkenn ich dass ich sehr wenig weiss:-) Ich habe alle Einträge zum Thema Geistrohr gelesen und es entstanden einige Fragen.
    Soll man den Geistrohr so kurz machen wie möglich, oder ist es egal?
    Was für einen einfluss hat es auf den Qualität? Welche Kriterien muss man beachten?
    Ich habe eine ungefähr 30 l Anlage Geistrohrdurchmessser 28mm, länge noch ungewiss:))
    (Kühler 10mm durchmesser)
    Kann man als anbrennschutz Steine verwenden?
    Ich versuche mich mit den Fragen zurückzuhalten:-)
    Mit freundlichen Grüssen Spike


    Spike, Ungarn
    23.Nov.2003 19:17:47


      Geistrohrlänge ist egal, solange der Durchmesser groß genug ist, sodaß im Inneren beim Destillieren kein Überdruck entsteht. Aber STEIGrohr so kurz wie möglich, dies bringt dann das maximale Aroma und somit die beste Qualität. 28 mm für 30 l sind OK.
      Wenn die Steine das Anbrennen tatsächlich verhindern, können Sie diese durchaus verwenden.

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