Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 900:

    Hallo Doc,
    mir tut sich da mal wieder eine neue Frage auf.
    Da ich an eine relativ große Menge Traubenzucker (Glukose) kommen könnte, ist hier die Frage, kann man mit diesem Zucker auch geschmacklosen Alkohol herstellen, bzw. kann mann Traubenzucker auch zum Süßen der Maische verwenden?
    Vielen Dank im vorraus für Ihre immer schnellen und kompetenten Anworten.
    mfg
    Rüdiger


    Rüdiger, Deutschland
    08.Okt.2003 20:59:13


      Da Traubenzucker (Glucose) auch ein Monosaccharid ist, kann er genauso wie Fruchtzucker (Fructose) vergoren werden.
      Danke, wir bemühen uns!
      :-)

    Eintrag Nr. 899:

    Habe eine Anfrage zum Übersetzen eines Werbeflyers einer Britischen White Spirit Distillery erhalten, die eigentlich genau genommen Gin "destilliert" und Wodka "brennt". Im Englischen ist beides distilled und im Deutschen wäre dies brennen. Aber stimmt das???

    Birgit Valentin, Bayern
    08.Okt.2003 17:30:11


      Ja, das stimmt schon. Destillieren und brennen ist beim Alkohol das gleiche. "Brennen" bezieht sich immer auf das Destillieren von Trinkalkohol, "destillieren" ist der Begriff für alle Destillationen, egal, welches Flüssigkeitsgemisch sich im Kolben (Kessel) befindet.

    Eintrag Nr. 898:

    Suche Bauanleitung für ein Destilliergerät und zubehör.

    Wolfgang Janssen, NRW
    07.Okt.2003 14:00:10


      Siehe Buch "Schnapsbrennen als Hobby".
      ;-)

    Eintrag Nr. 897:

    Wie lange brauch Süssmost, bis er bei einer Raumtemperatur von 19 Grad vergoren und brennfähig ist. Habe Hefe und Hefenahrung dazugegeben.
    Danke für Ihre Antwort!


    Michalel Scherzerl, Österreich
    07.Okt.2003 09:25:24


      Ca. 2-3 Wochen

    Eintrag Nr. 896:

    Hallo, bei meiner Trestermaische (Traubenmaische), fertig gegoren, schwimmt ein feiner, weisser Film an der Oberfläche.Sieht aus wie feingeriebener Parmesankäse. Die Maische riecht gut und sieht ansonsten auch gut aus.
    Was kann das sein und wie kommt es zustande.
    Gruss und Danke


    hugo, irgendwo
    06.Okt.2003 12:35:01


      Hierbei dürfte es sich um Kahmhefe zu handeln, siehe Eintrag Nr. 753

    Eintrag Nr. 895:

    Hallo,
    kann es Sinn machen, mit Teebeuteln einen Geist zu brennen? Hört sich im ersten Moment blöd an, aber vom Prinzip her eigendlich ein bestechender Gedanke, weil´s ja unheimlich viele Geschmacksrichtungen gibt. Oder erschlägt der Tee alles?
    mfg
    H.-H.


    lohrjaeger, spessart
    06.Okt.2003 11:57:58


      Natürlich können Sie damit einen Geist versuchen. Das Ergebnis würde mich sehr interessieren.
      ;-)

    Eintrag Nr. 894:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    habe am Wochenende meinen Angesetzten mit Himbeeren (55 Vol.% der 7 Wochen gestanden ist) mit frischen Himbeeren gebrannt.
    Heraus kam ein Schnaps mit 75 Vol.%. Das Aroma ist sehr gut. Aufgrund der hohen Alkoholgrades habe ich ca. ein Drittel Wasser zum Verdünnen gebraucht. Das Aroma hat hierdurch etwas gelitten.
    In Ihrem alten Buch schreiben Sie, man hätte den Angesetzten vorher verdünnen sollen.
    In den Fachfragen bzw. Rezepten habe ich entnommen, dass man auf jeden Fall nachher verdünnen soll.
    Was ist jetzt Ihrer Meinung nach die bessere Methode?
    Schönen Gruß
    Stefan


    Stefan, Bayern
    06.Okt.2003 08:42:42


      Ja, unbedingt nachher verdünnen. Wenn man den Alkohol vorher verdünnt, verliert das Destillat stark an Geschmack.

    Eintrag Nr. 893:

    Hallo,
    nach einigen Brenngängen mit Obstmaische, die gut liefen habe ich jetzt 6 Durchgänge a 4 Liter Zucker/Turbo in der großen de Luxe gebrannt. Obwohl ich mit der Temperatur vorsichtig war, ging mir bei den letzten 3 Durchgängen jeweils bei ca. 87° Hefe mit über. Liegt das daran, daß im unteren Bereich meines Maischebehälters der Hefegehalt so hoch war? Destillat war immer zwischen schnell tröpfeln und schwach rinnen.
    4 Liter sollte doch auch auf der sicheren Seite liegen.
    mfg
    H.-H.


    lohrjaeger, spessart
    05.Okt.2003 20:10:37


      Schwach tröpfeln bzw. rinnen ist in Ordnung. 4 Liter sind kein Problem, da sollte nichts übergehen. Ich vermute, daß Sie durch die Hefe gegen Ende der Destillation so Art Siedeverzüge hatten. Es hat - salopp gesagt - blubb gemacht und die Hefe ist übergespritzt. Es kann natürlich auch sein, daß die Maische beim Kochen stark schäumt. Dagegen helfen ein paar Tropfen Anti-Schaum.

    Eintrag Nr. 892:

    Lieber Herr Schmickl,
    ich möchte meine Kleinbrennanlage mit einer Elektro-Platte betreiben, auf die Elektroplatte lege ich eine 10mm Aluplatte, damit sich die Temperatur noch gleichmäßiger verteilen kann (Ausserdem ist die Heizplatte kleiner als der Topfdurchmesser). Allerdings habe ich trotz Siebeinsatz ein Anbrennproblem.
    Ich habe nun folgende Überlegung: Wenn ich in die Aluplatte einen PT100-Fühler einbaue und über einen Regler die Heizplatte ansteuere, dann müsste man doch ähnlich einem Wasserbad den Maximalwert der Heiz-Temperatur sehr genau einstellen können. Und nun die Fragen:
    Wie heiß darf die Platte maximal werden, ohne dass was anbrennen kann?
    Wie heiß wird es mit einem Wasserbad?
    Ist dieses Prinzip ein wirkungsvoller Ersatz für ein Wasserbad oder übersehe ich da was?
    Herzliche Grüße
    ein Hobbybrenner


    Brenner, Ö
    05.Okt.2003 17:36:42


      Nein, es ist kein Ersatz für ein Wasserbad. Ein Wasserbad umschließt einen Brennkessel, das Bad steht unter Druck. Durch das Zwischenschalten des Bades umgibt schonende Hitze den gesamten Kessel, es gibt kein Anbrennen. In einem Wasserbad erreicht man unter Druck ca. 110°C.
      Es kommt immer zum Anbrennen, wenn zu rasch und zu heiß erhitzt wird. Auf alle Fälle die Heizung bei 60°C im Kessel reduzieren. Sie können die Platte bis 60°C schon voll einschalten, dann aber die Leistung reduzieren, so sollten Sie mit dem Anbrennen kein Problem haben.

    Eintrag Nr. 891:

    Hallo nochmal,
    habe noch etwas vergessen zu fragen.
    Wenn ich beim ersten Brand schon den Edelbrand trenne, habe ich dann im zweiten Brand noch Fuselöle enthalten? Bis zu welcher Temperatur sollte ich mit einer Glasdestille hochgehen?
    Methanol sollte ich dann ja auch nicht haben, nur zur Sicherheit die ersten Tropfen verwerfen.
    Oder ist es besser erst beim Zweiten Brand zu trennen?
    Danke für die Mühe.
    Sascha


    Sascha, Niedersachsen
    05.Okt.2003 16:14:44


      Im ersten Brand trennen Sie Vorlauf ab, destillieren bis ca. 93°C, d.h. keine Nachlaufabtrennung. Im 2. Brand haben Sie keinen Vorlauf mehr, Nachlauf allerdings schon, d.h. bis 91°C destillieren.

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