Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 838:

    Herr Doktor, Herr Doktor, helfen Sie mir!
    Hllöchen,
    ich habe bisher nur Fruchtmaischen vergoren und möchte jetzt mal meinen eigenen Rum herstellen. Dazu habe ich an Zuckerrübensirup mit Wasser 1:1 gedacht. Müsste bis 20%vol ausreichen.
    Jetzt meine Fragen:
    1. Muß auch dies im sauren Milieu vergoren werden?
    2. Brauche ich Hefenährsalz?
    3. Kann der Ansatz gelieren, brauch ich also Enzyme?
    4. Ist das nicht vielleicht viel zu viel Zucker auf einmal?
    Vielen Dank im Voraus.
    MfG
    Sascha


    Sascha, Niedersachsen
    20.Sep.2003 11:15:31


      ad 1: Ja, stellen Sie auch hier 3,5 ein.
      ad 2: Ja, diese sind für jede Vergärung erforderlich
      ad 3: Ein bißchen Verflüssiger kann nicht schaden
      ad 4: Es hängt von der Zuckermenge in Ihrem Sirup ab, es sollte nicht mehr als 130 g Zucker je Liter Maische zu Beginn haben. Sie können ja nach und nach immer wieder Sirup zugeben.

    Eintrag Nr. 837:

    Meine letzte Maische hatte nach abgeschlossener Gärung noch immer einen süßlichen Geschmack.Der erzielte Alc-gehalt lag bei 12%. Es sollten nach der Zuckezugabe zu Beginn des Ansatzes eigentlich mehr werden. Fehlten vielleicht zum Schluss die nötigen Nährsalze, die die Hefe benötigt?

    hartmut, Niedersachsen
    20.Sep.2003 00:36:29


      Es hängt auch von der verwendeten Hefe ab. Normale Weinhefen, Gärfixe usw. können niemals mehr als 12-13%vol erreichen, dann sterben die Hefen ab. Wenn Sie die Turbo verwendet haben, dann kam es zu einer Gärunterbrechung durch z.B. falsche Gärtemperatur, falschen pH Wert... Die Hefenährsalze sind in diesem Produkt bereits enthalten.

    Eintrag Nr. 836:

    Nachtrag zu 831
    Wäre dieses Fass jetzt anundfürsich zum Brennen fertig?
    mfg Stefanie


    stefanie, Vorarlberg
    19.Sep.2003 22:02:21


      Ja, Sie können schon brennen.

    Eintrag Nr. 835:

    hallo hr. dr. schmickl
    hätten sie ein guts Rezept für Zwetschgenschnaps? Die Menge kann man ja umrechnen ...
    Ich such eventuell auch noch eines für Birnen ..
    hätten sie eins
    mfg und danke im voraus


    Peter, Sonneberg
    19.Sep.2003 15:03:50


      Siehe Rezepte, als Suchbegriff "Zwetschgenschnaps" eingeben.
      ;-)

    Eintrag Nr. 834:

    Hallo,
    ich habe ca. 600l Birnenmaische (keine Willi) angesetzt. Hefe habe ich entsprechend der Angabe auch zugefügt. Jetzt lese ich hier etwas von Verdünner. Ist das notwendig bzw.was passiert wenn man keinen Verdünner beifügt.
    Vielen Dank für die Antwort.
    Freundliche Grüsse
    Ralf Kugler


    Ralf Kugler, Baden-Württemberg
    19.Sep.2003 11:41:04


      Mit Verdünner meinen Sie sicher den Verflüssiger. Den gibt man hinzu, damit die Schalen und das Fruchtfleisch der Früchte besser zersetzt und so von den Hefen besser "verdaut" werden können, damit die Maische dünnflüssiger wird und schließlich nicht stockt, d.h. sie kann ohne Verflüssiger gallertartig werden, dann kann man sie so gut wie nicht mehr brennen. Außerdem wird durch die Zugabe das Aroma des Destillates besser. Verflüssiger erhöht aber NICHT den Alkoholgehalt der Maische, die Zugabe ist also auch für Abfindungsbrenner erlaubt.

    Eintrag Nr. 833:

    hallo hr. dr. schmickl!
    hab eine kurze frage!
    ich hab noch immer ein problem mit dem einstellen des ph-wertes?
    wenn ich mit dem ph-meßstäbchen die maische messe,
    ich möchte auf 3,5 die säure einstellen, und das stäbchen zeicht z.b. nur 2.0 od. 5.0 an muß ich säure zugeben oder nicht - was ist wenn icht zuviel säure habe (zeigt das stäbchen mehr oder weniger an) - kann ich diese enziehen?
    danke für ihre fachliche antwort?
    p.s. danke das sie ihre wissen hier kostenlos zur verfügung stellen - wäre sonst warscheinlich nicht bezahlbar!!! :-))
    lg norbert


    norbert, nö
    19.Sep.2003 09:21:12


      Wenn Sie einen pH von 5 haben, also alles größer als 3,5, so müssen Sie Säure zugeben. Dadurch wird der Wert gesenkt. Natürliche Früchten haben keinen pH kleiner als 3,5, aber wenn dies theoretische der Fall wäre und Sie würden 2 ablesen, dann dürften Sie keine Säure mehr zugeben, sondern eine alkalische Substanz wie Kalk, um den pH wieder zu erhöhen. Bitte beachten Sie, daß Hefe im zu sauren Milieu (pH < 2,5) nicht überleben kann.
      Bitte, gern
      ;-)

    Eintrag Nr. 832:

    Hallo Herr Schmickl,
    zum Thema Fässer in Ihrem Buch das diese sehr teuer seien, hier ein kleiner Tipp: Im Google "bier selbstgebraut" eingeben, der Spezialversand unter den Top-Suchergebnissen bietet erschwingliche Fässer aus diversen Holzsorten in einer sehr guten verarbeitung. Ich habe selber letzte Woche ein Fass 20 ltr Eiche gekauft und kann nur sagen absolute Spitzenklasse.
    Nun doch noch eine kurze frage, aus welchem Ausgangsmaterial wird eigentlich Stroh-Rum gewonnen ?
    Vielen Dank und mach weiter so.


    M.W., D. R-P
    18.Sep.2003 20:16:07


      Danke für den Hinweis, unter diesem Stichwort zu suchen liegt wirklich nicht auf der Hand. Wie Sie wissen werden Werbeschaltungen aller Art ausnahmslos gelöscht, um nicht so wie in der Vergangenheit die Fachfragen und die Foren zu einer Ansammlung von Werbepostings verkommen zu lassen. Siehe auch "Hilfreiche Tipps zur Benutzung" rechts oben. Ich habe Ihren Eintrag daher geändert.
      Stroh-Rum besteht aus geschmacklosen Alkohol, egal welcher Herkunft. Siehe Eintrag Nr. 506 oder oben ins Suchfeld "Stroh-Rum" eingeben.

    Eintrag Nr. 831:

    Hallo!
    Ich habe ein Fass gutgereifte Äpfel eingemaischt (vor ca. 5-6 Wochen) Gärfix und Biogen M dazugegeben und ca. alle 3-4 Tage umgerührt. Ich denke das die Maische schon vergoren ist, und jetzt hat sich eine leichte weisse Schicht gebildet (kein Essiggeruch). Was mir komisch vorkommt ist das das Fass nur ganz leicht nach Alkohol riecht. Normalerweise müsste es doch ganz stark danach riechen.
    1.Frage. Soll ich das Fass weiterhin umrühren?
    2.Frage. Warum riecht das Fass nur ganz leicht.
    3.Frage. Habe ich vielleicht irgendwo ein Fehler beim einmaischen gemacht.
    Im voraus herzlichen Dank
    Stefanie


    Stefanie, Vorarlberg
    18.Sep.2003 19:12:29


      ad 1: Wenn die Gärung schon beinahe beendet ist brauchen Sie nicht mehr umzurühren.
      ad 2: Haben Sie schon den Alkoholgehalt gemessen? Apfel ohne Zusatzzucker wird ca. 4-5%vol erreichen, da riecht man den Alkohol kaum. Das was während der Gärung in der Nase so sticht ist die Kohlensäure (entsteht aus dem CO2).
      ad 3: Nein, das hört sich in Ordnung an. Wir haben diese weiße Schicht noch nie gehabt, aber wie Sie unten in den Fachfragen lesen können, scheint dies, je nach verwendeter Hefe, öfters aufzutrenen. Wenn die Maische schlecht ist bzw. schimmelt, dann riechen und schmecken Sie das sofort.

    Eintrag Nr. 830:

    sie schreiben:
    ...weiters darf hochprozentiger Alkohol niemals in Kunststoff gelagert werden (die giftigen Weichmacher werden herausgelöst).
    das leuchtet ein. aber wie hoch ist hochprozentig? da mache ich mir um meine maischen sorgen bei 24% und längerer lagerung. sollte ich sie umfüllen?
    danke...


    Lippi I, Bad Tölz
    18.Sep.2003 17:43:30


      Bei Maische mit 24%vol brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, da ist Kunststoff das Beste. Aber hochprozentige Destillate, d.h. ab 38%vol, sollten niemals in Kunststoff gelagert werden.

    Eintrag Nr. 829:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    Ihre Site ist prima, und die schnellen Antworten- einfach super.
    Habe noch eine Frage.
    Ich habe das erste mal Maische in einen Fass(150l)
    angesetzt. Das Fass ist noch nicht ganz voll. Darf ich zum späteren Zeitpunkt noch Birnen zugeben?
    Vielen Dank.
    Gruß Indi


    Indi, Deutschland
    18.Sep.2003 16:38:46


      Danke!
      :-))
      Solange die Maische noch gärt können Sie problemlos (zerkleinertes) Frischobst zugeben.

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