Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3887:

    Hallo Zusammen,
    habe im Forum viel über Vogelbeeren-Maischen gelesen. Hat jemand Erfahrungen mit Vogelbeeren als Ansatzschnaps mit anschliessender Destillation?
    Gruss Rantanplan


    Rantanplan, Oberpfalz
    07.Nov.2013 23:04:19


      Schmeckt hervorragend, siehe Buch.

    Eintrag Nr. 3886:

    Wer hat schon versucht Aronia oder Apfelbeere zu brennen oder mit anderem Obst als Geschmacksverstärker etc zu brennen. Richtig ist, dass die Beere kaum Alkohol hat (denke ich) aber mit Äpfel oder Birne in einem gewissen Verhältnis "als Würze" doch was bringen kann.

    werner Jäger, Kleiner Odenwald
    07.Nov.2013 15:15:57


      Stimmt die Beere hat keinen Alkohol, der entsteht erst bei der Gärung aus dem Zucker der Frucht. Jedoch enthält die Beere vergleichsweise wenig Zucker. Daher entweder hochgradig einmaischen oder, wie Sie bereits anmerken, mit Äpfel und/oder Birnen mischen. Ich würde Äpfel nehmen, damit der Beerengeschmack auch durchkommt, ca. 1 Teil Beerenbrei zu 2 oder 3 Teilen Apfelbrei.

    Eintrag Nr. 3885:

    Guten Tag,
    egal ob ich Kirsche, Birne oder Mirabelle
    einmaische das Destillat schmeckt immer nahezu gleich. Können Sie mir bitte sagen was ich falsch mache. In Ihrem Buch kann ich darüber nichts finden.
    Danke aus Brandenburg


    Andreas, Brandenburg
    03.Nov.2013 14:31:54


      Sorry, aber ohne genauere Beschreibung kann ich dazu auch nicht viel sagen. Am besten die Anleitungen im Buch möglichst genau beachten, wie z.B. Lagerdauer von hochgradigen Maischen, Nachlaufabtrennung usw. Wenn Früchte zu unreif eingemaischt, fehlt natürlich auch der Fruchtgeschmack.

    Eintrag Nr. 3884:

    Hey Leute, hab nun nach langer Zeit endlich meine Destille vollendet und möchte nun Geiste herstellen. Das Problem ist, ich weiß nicht, was ich als Aromakorb nehmen kann. Hab ihr eine Ahnung (mein Kessel ist ein Einkochautomat)?
    Eine andere Frage ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Küchenrolle als Anbrennschutz für Maische dienen kann die weicht doch durch oder?


    Philipp, Dresden
    01.Nov.2013 18:14:12


      Dünsteinsatz für Gemüse passt sich flexibel an den Topfdurchmesser an, gibt's auch für große Durchmesser. Und darauf dann das Blatt Küchenrolle, funktioniert!

    Eintrag Nr. 3883:

    Hallo Herr Schmickl,
    ich haben nach meinem letzten Brennvorgang die Brennerei gereinigt und musste feststellen, dass sich ausschließlich türkise 1mm große Ablagerungen am Beginn des Steigrohres gesammelt haben. Ich habe Zwetsche und Holler gebrannt. Meine Frange ans ist, um welche Ablagerungen es sich da handeln könnte? (Blausäure von den Zwetschken evtl.?)


    Roman, Oberösterreich
    01.Nov.2013 11:36:23


      Kenne das Material Ihrer Anlage nicht, bei Kupfer ist es wahrscheinlich Grünspan.

    Eintrag Nr. 3882:

    Guten Tag,
    Ich möchte gerne meine fertige Zwetschkenmaische 20°, ein Jahr lagern. Soll ich die Kerne entfernen oder soll ich sie in der Maische belassen?
    vielen Dank für Ihre Rückantwort


    ösi, NRW
    25.Okt.2013 16:06:21


      Am besten so vorgehen wie im Buch sehr ausführlich beschrieben...

    Eintrag Nr. 3881:

    Hallo Herr Schmickl
    Ich setze jedes Jahr zwischen 5 und 20 Litern Maische an, mehr nie. Turbohefe, Biogen-M und Verflüssiger gibt es aber nur für Mengen im Hektoliterbereich. Wie lange sind die angebrochenen Verpackungen dieser Produkte haltbar und was ist die beste Lagerung?
    Dank&Gruss, Tom


    Tom, Switzerland
    24.Okt.2013 21:47:08


      Biogen M & Verflüssiger sind auch angebrochen im nächsten Jahr noch verwendbar. Luftfeuchtigkeit macht die Hefe kaputt, daher luftdicht, mit möglichst wenig Luft in der Verpackung, lagern.

    Eintrag Nr. 3880:

    Guten Tag Herr Schmickl,
    wir haben gestern Vogelbeeren in 45er angesetzt! Wir haben die Früchte angequetscht. Das sollte doch eigentlich den Aromaübertrag noch erleichtern oder? Man sieht nur oft, dass ganze Früchte verwendet werden. War das anquetschen nun in irgendeiner Weise nachteilig?
    Mit freundlichen Grüßen


    seppi, bayern
    23.Okt.2013 12:21:08


      Ja, da haben Sie recht, nein ist nicht nachteilig.

    Eintrag Nr. 3879:

    Hallo, Herr Schmickl,
    immer wieder bin ich gern auf Ihren Seiten unterwegs- ob im Buch oder hier! Leider habe ich auf mein Problem weder dort noch hier eine hinreichende Erklärung gefunden. Die Trübung des auf Trinkstärke verdünnten Schnaps ärgert mich immer wieder. Was ist die genaue Ursache dieser Trübung??? Der Hauptlauf ist kristallklar und nach dem Verdünnen mit dest. Wasser kommt diese Trübung. (Hauptlauf aus Apfel/Birnen-Maische bei 87°C abgebrochen um ja keinen Nachlauf zu bekommen und Thermometermissweisung auszuschließen, Temperatur beider Medien gleich, nach einem Tag nebeneinander stehen. Ich weiß, das Zauberwort heißt filtern, aber was ist der genaue Grund der Trübung und lässt sich dieser Grund vermeiden? Ich habe wirklich alles was ich hier und in Ihrem Buch darüber gelesen habe, beachtet und habe immer wieder diese unschöne Trübung.
    Jetzt schon vielen Dank für Ihre Antwort
    Mit freundlichen Grüßen
    R.


    Don, Sachsen
    22.Okt.2013 18:24:37


      Wie im Buch beschrieben, sind das organische Verbindungen, die in hochprozentigem Alkohol löslich, in Wasser jedoch unlöslich sind. Wenn dieser Effekt auftritt sind die Brände sehr geschmacksintensiv, ist also OK so. Wie im Buch ebenfalls beschrieben: Destillat verdünnen, ca. 2 bis 3 Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen und mit Faltenfilter "fein" filtrieren. Wird vorher filtriert, kommt es zu Nachtrübungen. Ebenfalls im Buch: der Temperaturunterschied Wasser zu Alkohol muss schon sehr groß sein, damit eine Trübung entsteht.

    Eintrag Nr. 3878:

    Hallo Herr Schmickl
    Erst einmal danke für die vielen Anregungen und Tipps hier auf dieser Seite, es macht wirklich Spaß hier zu lesen.
    Jetzt zu meinem Problem: Meine Hochprozentige Birnen Maische macht mir Sorgen. Alles wie es sein soll, wie so oft erledigt. Eingemaischt PH Wert eingestellt Verflüssiger dann zum Schluss Errechnete Zuckermenge da zu. Jetzt kommt es: Ich benutzte eine Tüte Prestige 8KG die ein Verfallsdatum 15.7.2013 hatte. Ja was soll ich sagen auch nach 2 Tagen keine Gärung. In der Not nahm ich dann ein Päckchen Prestige Turbohefe 48h für Zuckermaische, da ich nichts anderes mehr da hatte. Die Gärung ging auch nach einigen Stunden los und die Welt war in Ordnung. Alle 3 Tage habe ich auch durchgerührt, Maische steht auch Warm bei 24 Grad Celsius und auch nach der 2 Zuckergabe war noch alles gut. Jetzt wurde die Gärung wieder langsamer, die Alkohol Gehalt Messung ergab 12,5%, die Maische schmeckte auch nicht mehr so toll süß, also entschloss ich mich für die 3 und letzte Zucker Zugabe. Leider ist seid dem Schluss mit gären.
    Was kann ich tun?? Bitte um ihren Rat!


    Messknecht, Niedersachsen
    21.Okt.2013 07:47:14


      Danke, das freut uns!
      Gärtemperatur ist viel zu warm, wie im Buch sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich beschrieben, ist Gärung dann zu schnell, durch die starke CO2-Entwicklung wird Aroma ausgeblasen. Eventuell war letzte Zuckerzugabe daher zu spät, weil der vorherige Zucker wegen der schnellen Gärung bereits nahezu komplett aufgebraucht. Es könnte sein, dass es dennoch langsam weiter gärt. Kurzum: Maische die nächsten Tage beobachten und immer wieder umrühren. Hefen vermehren sich an der Luft, Alkoholgehalt von 12,5%vol ist dafür zwar relativ hoch, vielleicht nützt es aber trotzdem noch etwas.

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