Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 108:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    hallo liebe Brennfreunde,

    ich habe eine interessante Homepage mit weiteren Infos zu unserem Thema gefunden:

    http://www.puk.de/ehp/brenner2.htm

    Im Hinblick auf die Einträge Nrn. 38 u. 96 ist besonders das Kapitel 4. Die Nachbehandlung des Destillats interessant, da es mit meinen Erfahrungen übereinstimmt.

    Viele Grüße

    Andreas Strangfeld


    Andreas Strangfeld, Deutschland
    26.Feb.2001 13:28:08


      Danke.

    Eintrag Nr. 107:

    Sehr geehrter Hr. Schmickl!
    Ich schon etwas Brennerfahrung mit einer alten Jessernig Anlage und suche nun ein moderneres semiprofessionelles Gerät . ca 40 - 50 l Maischevolumen , mit Wassermantel und ev mit Böden und Dephlegmator. Können SIe mir Firmen empfehlen oder gibt es eventuell auch Gebrauchtgeräte ?


    Rainer Wiesböck, Österreich
    24.Feb.2001 21:07:56


      In der von Ihnen gewünschten Kesselgröße haben wir bisher nur mit gebrauchten Anlagen von Brenngemeinschaften gearbeitet. Die Anlagen waren etwa 20 Jahre alt. Aus diesem Grund haben wir auch leider keinen aktuellen Vergleich von Großanlagenbauern und ihrer jeweiligen Qualität. Tip: gehen Sie zur Messe 'Destillata', die einmal jährlich in Wien stattfindet, dort finden Sie alle an einem Ort.

    Eintrag Nr. 106:

    Hallo Herr Schmickl

    Ich hatte vor ein pa Tagen nachgefragt wie mann einen guten Wodka herstellen kann

    nun schreiben sie mir ich sollte ihre Rezepte lesen.

    Leider kann ich damit nicht sehr viel anfangen.
    Bitte schreiben sie mir kurz den richtigen weg auf.
    Mein Nachbar,ein alter Schnapsbrenner sagte mir
    vor ein pa Tagen das mann in dem 40er Jahren die
    Kartoffeln kurz vor dem Einmeischen in den Frost
    gelegt hat um die Stärke in Zucker umzuwandeln
    ist das möglich.

    Bis dann Erwin


    Erwin Krüger, Deutschland
    22.Feb.2001 17:34:35


      Sie finden die Rezepte wie folgt: gehen Sie auf die Homepage und dann auf 'Schnäpse', auf dieser Seite klicken Sie dann auf 'Rezeptbörse'. Da finden Sie dann den Eintrag 'Wodka', einfach anklicken.
      Ich kann mir chemisch gesehen nicht vorstellen, daß Frost ausreicht, um Stärke in Zucker umzuwandeln, aber ich habe mit Kartoffeln wirklich keine Erfahrung, ich interessiere mich für die Herstellung von aromatisch hochwertigen Edelbränden. Geschmacklosen Alkohol verwende ich nur zum Ansetzen.
      Warum wollen Sie unbedingt Kartoffeln vergären? Verwenden Sie doch Zucker, das geht viel einfacher. Die Kosten sind bei den Mengen die ein Kleinbrenner verwertet auch nicht viel höher.

    Eintrag Nr. 105:

    Muß es zum Brennen immer Metallgefäße sein oder geht das auch mit Glas - Apparaturen wie z.B .Dreihalskolben und Liebichkühler ???

    Münow, Deutschland
    21.Feb.2001 20:35:33


      Natürlich können Sie auch Glasapparaturen verwenden, diese sind ja auch in der Chemie üblich. Ein Liebigkühler funktioniert auch, besser wäre aber ein Schlangenkühler oder Intensivkühler. Wenn Sie mit so hoch professionellen Geräten arbeiten, stellen Sie trotzdem kein Rücklaufverhältnis ein. Ein Rücklaufverhältnis verbessert zwar die saubere Abtrennung des Destillates, aber durch diese starke Abtrennungsfunktion gehen auch die Aromastoffe verloren, man erhält dann sehr reinen Alkohol, aber fast ohne Geschmack.

    Eintrag Nr. 104:

    Hallo Herr Schmickl und alle Brennfreunde,
    mit großem Interesse verfolge ich seit längerer Zeit die Diskussion rund um diese schöne Hobby.
    Ich hätte gerne gewußt, ob für die Herstellung eines Brennkessel lediglich Kupfer und Edelstahl in Frage kommen, oder ob auch Aluminium dafür geeignet ist. Denn die Zubereitung/Erhitzung von Speisen erfolgt ja auch in Aluminiumgefäßen.
    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.


    Klaus Zechel, Deutschland
    16.Feb.2001 21:38:44


      Sie können Brennkessel aus allen lebensmittelechten Materialen, die auch hitzebeständig sind, herstellen. Kupfer wurde von jeher gerne verwendet, da es leicht zu bearbeiten ist, auch die Optik ist sehr schön. Aber gegen Aluminium und Edelstahl spricht natürlich auch nichts.

    Eintrag Nr. 103:

    Hallo Dr. Schmickl
    Hallo Freunde des Alkohols

    Es gibt einen Wodka namens Moskowskaja

    Wer kann mir sagen wie ich einen guten Wodka herstellen kann .

    Bitte genaue Angaben.

    Bis bald Erwin


    Erwin Krüger, Deutschland
    14.Feb.2001 17:02:21


      Siehe Rezeptbörse.

    Eintrag Nr. 102:

    Betr. Goldblättchen
    Hier werden Sie geholfen ;-) :
    Einfach ins nächstgelegene Rahmenatelier (nicht in die Rahmenhandlung im Shoppingcenter) gehen. Blattgold ist dort ein viel verwendetes Material.

    Grüsse,
    Hans


    Hans, Schweiz (keine Homepage) Mittwoch, 14. Feb. 2001
    14.Feb.2001 14:16:32


      Danke!!!

    Eintrag Nr. 101:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,

    in Ihren Antworten zu den Beiträgen 101 und 105 schreiben Sie, daß mit Aktivkohle sämtliche Geruchs- und Geschmacksstoffe entfernt werden können. Wie sieht es mit den Substanzen aus, mit denen Alkohol zu Brennspiritus vergällt wird? Das Ausgangsprodukt für Spiritus ist meines Wissens ganz normaler genießbarer Alkohol. Kann man aus Spiritus durch die Behandlung mit Aktivkohle Ansetzschnaps gewinnen?

    Danke und Gruß

    Andreas Strangfeld


    Andreas Strangfeld, Deutschland
    14.Feb.2001 13:32:27


      Leider kann man Brennspiritus nicht mit Aktivkohle reinigen. Der Grund: der Alkohol (Sie haben recht, das ist normaler 'Trinkalkohol') und die zugesetzten Substanzen verhalten sich chemisch gesehen so ähnlich, daß man sie nicht mehr so einfach trennen kann (da hat der Gesetzgeber leider schon mitgedacht). Die Funktion der Aktivkohle beruht auf Adsorption: die Geruchs- und Geschmacksstoffe sind im Vergleich zum Alkohol sehr große Moleküle. Diese werden dann von den feinen Poren der Kohle festgehalten, der Alkohol jedoch nicht.

    Eintrag Nr. 100:

    Sie schreiben, dass es mit der Anlage möglich ist, mittels Wasserdampfdestilation ätherische Öle herzustellen. Leider weiß ich überhaupt nicht wie das in der Praxis funktioniert. Das Brennen von Maische gelingt damit ausgezeichnet. Wird die Anlage durch die Kräuter nicht stark riechen und nachher für Maische unbrauchbar sein? Wieviel Kräuter - wieviel Wasser? Viele Fragen! Vielleicht können sie mir beim Einstieg helfen. Meine Frau - eine echte Kräuterhexe- würde sich bestimmt auch freuen und mein Schnapsbrennen in Zukunft mit ganz anderen Augen sehen.
    Vielen Dank im voraus!
    Peter Reichelt


    Peter Reichelt, Deutschland
    13.Feb.2001 20:23:36


      Nach einer Kräuterdestillation sollten Sie die Anlage gründlich mit Putzmittel und Wasser reinigen (die Inhaltsstoffe sind oft harzig und klebrig). Danach mit hochprozentigem Alkohol (ab 43%vol) eine 'Putzdestillation' durchführen, dieser nimmt dann die ganzen Restsubstanzen, vor allem in der Kühlschlange mit (den Alkohol können Sie dann mit Aktivkohle wieder geschmacks/geruchsneutral machen).
      Und so funktioniert die Wasserdampfdestillation: geben Sie den Aromakorb mit Füßchen in die Anlage. Wasser geben Sie soviel hinzu, daß der Aromakorb gerade über der Wasseroberfläche steht. Den Korb füllen Sie mit Kräutern auf, und zwar soviel wie möglich. Nun destillieren Sie fast das gesamte Wasser über. Lassen Sie ein wenig in der Anlage zurück, damit diese nicht trockenläuft. Das gesamte Destillat besteht jetzt aus Wasser und dem Öl. Diese bilden zwei verschiedene Flüssigkeitsphasen, dadurch kann man sie leicht trennen. Da die Ölmenge eher gering ist, eignet sich zum Trennen am Besten ein sog. Scheidetrichter. Das ist ein Glasgefäß, das nach unten ganz schmal zusammenläuft und unten einen Auslauf hat, den man sehr genau dosieren kann. Man läßt also nun zuerst die wäßrige Phase ab, was übrig bleibt ist das Öl.
      Gutes Gelingen! Ich würde mich freuen, wenn Sie mir über Ihren Destillationserfolg berichten würden. Vorallem, welche Kräuter Sie verwenden.

    Eintrag Nr. 99:

    Hallo Brennfreunde
    Hallo Herr Schmickl

    Ich habe mir einen Doppelmantelkessel aus Edelstahlbierfässern mit Edelstahldeckel selber
    gebaut.(Füllmenge etwa 25 L.)
    meine Frage !
    wie lang sollte das Steigrohr sein und welche Neigung.
    weiter möchte ich wissen wo das Dampftermometer
    angbracht werden muß.
    ich danke schon jetzt und Wünsche allen Brennern
    weiter viel erfolg
    Erwin


    Erwin Krüger, Deutschland
    13.Feb.2001 16:37:04


      Das Steigrohr sollten Sie möglichst kurz halten, so wie es eben von Ihrer Anlagenkonstruktion her möglich ist. Sie sollten das Steigrohr am Besten senkrecht machen. Das Thermometer bringen Sie auf der höchsten Stelle des Steigrohres an, danach darf das Rohr nur noch abwärts Richtung Kühler gehen, um die richtige Dampftemperatur messen zu können. Das heißt, nach dem Thermometer geht das Rohr nach unten seitlich weg zum Kühler.

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