Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 74:

    Die Gefährlichkeit von Methanol in Schnaps wird oft übertrieben dargestellt!
    Hintergrundinformationen dazu im GIFTPFLANZEN.COMpendium


    Webmaster, Deutschland
    02.Jan.2001 23:49:09


      Vielen Dank für diesen Hinweis, die Seite ist sehr interessant.

    Eintrag Nr. 73:

    hallo h.schmickl,
    Warum kann ich beim Ansetzen von Wodka und Himbeeren das Glas fest verschließen und brauche keinen Gärspund? Gibt es beim Brennen der Flüssigkeit einen giftigen Vorlauf? Vielen Dank für Ihre Antwort.


    Tausch Irene, Deutschland
    27.Dez.2000 07:52:21


      Beim sogenannten Angesetzten brauchen Sie keinen Gärspund, da es zu keiner Gärung kommt, nur dabei entsteht das CO2-Gas. Der Wodka entzieht den Himbeeren nur die Aromastoffe, es kommt allerdings zu keiner Gasbildung (wie bei einer Maische) und somit können Sie das Glas fest verschließen. Wenn Sie Angesetzte aus gekauften Wodka herstellen, haben Sie keinen giftigen Vorlauf, da der Wodka ja auf Grund des Lebensmittelgesetztes keinen Vorlauf enthalten darf.

    Eintrag Nr. 72:

    Sehr geehrter Hr. Schmickl!
    Wie tel. angekündigt wurde vorgestern Orangen- und Zitronengeist aus 80%
    Ansatzkorrn und mittels Apfelschäler geschnittenen Orangen- und Zitronen-Schalen
    im Aromakorb gebrannt.
    Einfach phantastisch! Dieser Geschmack und das Aroma! So etwas gibts nicht zu kaufen.
    Besten Dank für das Rezept.
    mfg
    Wolfgang Stadler


    Wolfgang Stadler, Österreich
    21.Dez.2000 20:32:14


      Gratuliere! Genießen Sie den guten Tropfen!

    Eintrag Nr. 71:

    Kann mir irgendjemand sagen, wie man Amaretto zubereitet?Ich würde das Rezept echt gerne haben.
    Drady


    Drady, Deutschland
    20.Dez.2000 15:43:43


      Weiß ich leider nicht. Sollte jemand das Rezept wissen, so tragen Sie es bitte in die Rezeptbörse auf der Seite 'Schnäpse' ein. Danke.

    Eintrag Nr. 70:

    Hallo!
    Wir brennen schon längere Zeit verschiedene Schnäpse (hauptsächlich Kornbrand). In letzter Zeit ist es öfters vorgekommen dass das Destillat nicht ganz rein und farblos war, sondern einen leicht gelblichen Stich hatte.
    Was kann das für eine Ursache sein?


    Andreas Radlgruber, Österreich
    19.Dez.2000 22:31:21


      Das Destillat ist eigentlich immer farblos. Wenn es sich um Brände handelt, die bisher bei Ihnen auch ein klares Destillat hatten, so kann ich mir nur folgende Ursache vorstellen: es ist beim Brennen etwas übergegangen und in die Kühlung gelangt. Reinigen Sie die Anlage, und brennen Sie erneut.
      Haben Sie neue Schnäpse gebrannt, wo Sie also bisher noch keine reinen Destillate als 'Beweis' haben, so könnten eventuell ätherische Öle einiger Rohstoffe dafür verantwortlich sein. Obwohl ich mir das eigentlich auch nicht wirklich vorstellen kann ...

    Eintrag Nr. 69:

    ad 48 und 68
    Es wurde normaler geschälter Langkornreis verwendet.
    Gärzeit: 4 Wochen bei 20 bis 25 °C.
    Die Ausbeute war nicht sehr groß (aus 1 kg Reis ca 0,3 l mit 45 %vol),
    der Geschmack ist aber ausgezeichnet.


    Michael Chocholka, Österreich
    19.Dez.2000 11:33:43


      Vielen Dank, das klingt gut. Ich habe einmal in Laos ausgezeichneten Reisschnaps getrunken, den sogenannten LaoLao. Bei der Zubereitung geben die Laoten zusätzlich noch sog. 'Manniok' bei. Es handelt sich um eine Art Kartoffel, aber was es genau war, konnte ich auf Grund der Sprachprobleme nicht erfahren.

    Eintrag Nr. 68:

    Hallo, ich habe mit Interesse alle Anregungen und Fragen gelesen, ich habe gehört, daß in Norwegen Schnaps aus Zucker und einer Turbohefe gebrannt wird.Ich möchte gerne wissen wie die Rezeptur der Zuckermaische ist und was ist Turbohefe
    Ralf Hinrichs


    Ralf Hinrichs, Deutschland
    14.Dez.2000 16:11:52


      Die Rezeptur für den geschmacklosen 'Zuckerwasserschnaps': 8 kg Zucker in 8 kg heißem Wasser unter Rühren auflösen. Auf 25 Liter mit kaltem Wasser auffüllen und 30 Sekunden rühren. Turbohefe zugeben, wenn die Temperatur unter 25°C ist. Dann vergären lassen.
      Turbohefe ist unsere Reinzuchthefe für 20% (siehe Produktliste).

    Eintrag Nr. 67:

    Hallo Herr Schmickl!
    Ich würde gerne wissen, ob es ein Methanol-Messgerät gibt. Ich gehe nämlich lieber auf Nummer sicher.
    Heinz


    Heinz Billinger, Deutschland
    12.Dez.2000 16:00:54


      Der giftige Vorlauf besteht leider nicht nur aus Methanol. Wir testen gerade einen Vorlaufschnelltest, der scheint gut und einfach zu funktionieren. Wir werden ihn höchstwahrscheinlich zu Jahresbeginn in unsere Produktpalette aufnehmen, sehen Sie dann einfach auf unserer Geräteseite nach.

    Eintrag Nr. 66:

    Hallo Herr Schmickl,
    Welche Sicherheitshinweise können sie geben um Methanol im Wein bzw. Schnaps zu vermeiden.Oder wie groß ist die Gefahr sich mit Methanol zu vergiften???


    T. L., Deutschland
    08.Dez.2000 18:00:09


      Sie meinen sicher den Vorlauf. Im Handel erhältlichen Wein sollte kein Vorlauf enthalten sein. Wenn Sie selbst Maische herstellen, achten Sie auf folgende Punkte:
      - sauberes arbeiten
      - nur gutes Obst verwenden, so als würden Sie einen Kuchen backen, d.h. faule Stellen wegschneiden, Stängel, Blätter, Kerne (wenn möglich) usw. entfernen
      - Reinzuchthefe verwenden
      - richtiger pH-Wert
      - verschlossenen Gärungsbehälter mit Gärspund verwenden
      Wenn Sie diese Punkte beachten, ist der Vorlauf sehr gering.
      Wir sind gerade dabei, einen Vorlaufschnelltest zu probieren. Sollte er gut sein, werden Sie ihn in Kürze auf unserer Geräteliste finden.

    Eintrag Nr. 65:

    ad 48
    Danke für den Tipp für Reisschnaps.
    Die Mischung aus 1 kg Reis, 10 l Wasser, 30 g Hefe, 100 ml Milchsäure und 1 ml Pektinex Ultra gärt seit 2 Wochen unaufhaltsam.


    Michael Chocholka, Österreich
    07.Dez.2000 12:41:20


      Gratulation! Es würde mich sehr freuen, wenn Sie uns nach dem Brennen das Ergebnis und den Geschmack mitteilen könnten. Haben Sie Naturreis oder den 'normalen', geschälten Langkornreis verwendet?

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