Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1077 von 4258:

Hallo Herr Dr. Schmickl,
zunächst einmal ein großes Lob an diese wirklich tolle Seite. Als absoluter Anfänger habe ich am WE in meiner selbt gebauten Destille (5 Liter Schnellkochtopf, 5 cm langes Steigrohr mit 28mm Durchmesser, obendrauf das Thermometer in Kork eingebaut, ca. 20 cm leicht abfallendes Geistrohr mit Spiralkühlung 12mm Durchmesser im Wassereimer) einen 11%igen Billigwein destilliert. Der Topf war mit 3 Litern gefüllt, als Ergebnis hatte ich 300 ml mit 54%.
Nun meine Fragen: Der erste Tropfen kam erst bei 89 Grad. Der Thermometereinbau ist absolut korrekt an der höchsten Stelle, genau dort, wo der Dampf ins Geistrohr geleitet wird.Ist das normal? Als die Temperatur über 93 Grand ging (ca. nach 10-15 Min.) habe ich das Gas heruntergedreht.
Ich weiß, das sollte nicht sein, aber sonst hätte ich höchstens 150 ml Ausbeute gehabt.
2. Frage: Das Destillat hatte einen wirklich üblen Nachgeschmack nach Seife, obwohl ich nach der Reinigung mit Spüli erst einmal Wasser destilliert habe. Woran kann das liegen? Oder sind da noch Rückstände vom Löten im Spiel?
3. Frage: Sind die Daten zu Bauweise und Mengenverhältnissen in Ordnung?
Vielen Dank für Ihre Mühe.
Mart


Martin Pfeifer, Deutschland
03.Dez.2003 15:03:51


    89°C sind für den Start viel zu hoch. Was passiert wenn Sie Wasser destillieren? Es sollten ca. 97-98°C angezeigt werden. Mit dieser Temperatur können Sie dann Ihre Anlage eichen. 54%vol für 11%vol Wein sind noch etwas hoch, d.h. Sie haben ein wenig zu früh die Destillation beendet. Der unverdünnte Edelbrand hat bei 11%vol etwa 50-51%vol.
    Der (geschwefelte) Wein sollte die Anlage sehr gut gereinigt haben, versuchen Sie noch eine Weindestillation, bis die Anlage sauber ist und das Destillat rein schmeckt. Es ist gut möglich, daß es sich um Lötrückstände handelt.
    Die Konstruktion ist OK, die Ausbeute könnte noch ein bißchen mehr sein, da ja der Alkoholgehalt wie gesagt etwas hoch liegt. Nicht vergessen beim Verdünnen die Schwefelige Säure auszutreiben (ein zwei Minuten den Schnaps schäumend mixen, bis es nicht mehr in der Nase sticht).

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl