Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1085 von 4260:

Hallo Herr Schmickl,
ich habe mehrere Fragen:
1.) Nachdem meine Brennanlage (ca. 35 l Kesselvolumen, prakt. kein Steigrohr da Rohrbogen direkt auf dem Deckel) mit gutem Erfolg in Betrieb genommen ist, frage ich mich wie das Brennverhalten bei kleineren Mengen ist, kommt es dann nicht durch die Kesselhöhe zur Rektifikation?
2.) Ich habe gerade Schlehen eingemaischt, die Früchte habe ich teilweise zerstampft, und den Rest mit der Hand zerquetscht. Zu früheren Anfragen haben Sie geschrieben, daß nur 10% der Kerne mitgebrannt werden sollen, wie kann ich die Kerne von der Maische trennen?
3.) Als zweites habe ich Quitten eingemaischt, ich habe die Früchte geschnetzelt. Dabei sind relativ viele Kerne aufgeschnitten worden, hätte ich die Kerngehäuse entfernen müssen?
3.1) Wieviel Zitronensäure/kg muß ich zugeben?
4.) Wie sind Brände und Geiste geschmacklich einzuordnen, sollte man, wenn man genug Brenngut hat (bei Früchten) immer einen Brand herstellen?
Vielen Dank im voraus und Grüße aus Hasede
Ralf


Ralf, Hasede/Deutschland
05.Dez.2003 20:51:29


    ad 1: Ja, vollkommen richtig. Weniger als halbvoll sollte die Anlage keinesfalls betrieben werden.
    ad 2: Wenn die Maische fertig ist, sammeln sich die Kerne am Boden. Sie können nun einfach einen Teil herausschöpfen. Oder wenn Sie die Maische destillieren, vorher gut umrühren und beim herausschöpfen bekommen Sie dann ohnehin nur einen kleinen Teil der Kerne mit. (Sofern Sie nicht den Bodensatz mitnehmen).
    ad 3: Nein, diese Kerne schaden nicht.
    ad 3.1: Die Zitronensäure müssen Sie langsam portionsweise zugeben (vorher in Wasser auflösen) und mit dem pH Stäbchen jedesmal pH messen. Hier gibt es leider keine Formel. Aufpassen, daß Sie nicht überdosieren, sonst kann der pH auch kleiner als 3 sein, dann gärt nichts mehr.
    ad 4: Brände eignen sich für große Fruchtmengen. Geiste für kleine Mengen aber auch Gewürze. Hier wäre eine Maische zu intensiv. Ebenso bei Fichtentrieben (Maiwipferln).

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl