Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1087 von 4278:

Hallo Dr. Schmickl !
Bei der Herstellung von Raki habe ich kein befriedigendes Ergebnis erhalten.
Bei Beginn der Destillation habe ich den Fehler gemacht, den Kessel zu hoch zu befüllen, so das der Aromakorb in der Maische gelegen hätte. Da die Maische ( Wasser/Zucker/20%Vol.) schon 65°C hatte, wollte ich nichts aus dem Kessel entnehmen. Also habe ich die Füße vom Aromakorb entfernt und den aufgeklappten Korb verkehrt herum auf den oberen Rand des Kessels gelegt. ( Auf den nach innen stehenden Randvorsprung neben der Dichtung ). Dann habe ich 8 große Anissterne zerstoßen und in die Mitte des Aromakorbes gelegt.
Der umgedrehte Aromakorb ragte also in den Deckel hinein. Im Moment wüsste ich nicht, warum dies nicht funktionieren sollte.
Der Brand ( ca. 1,5L mit 64%vol.) hatte auch einen recht guten Anisgeruch/Geschmack.
Nach dem Verdünnen jedoch ( auf 38%Vol. ) kam mir der Geschmack doch etwas wässrig vor. Auch hatte ich das Gefühl, das Aroma ist nicht besonders intensiv. Das Destillat ist obendrein noch klar, eigentlich müsste es doch milchig werden, oder ?
Jetzt habe ich den Schnaps mit 4 großen Anissternen angesetzt. Bringt das noch etwas bei dem Alkoholgehalt von 38%vol. ?
Was habe ich falsch gemacht?


Michael, D
06.Dez.2003 10:50:35


    Die Konstruktion war schon vollkommen ist Ordnung. Für einen besseren Geschmack folgendes beachten:
    1. nicht 20%vol Alkohol verwenden sondern 11%vol. Den die Aromen kommen ganz zu Beginn (egal wieviel Gewürz Sie hineingeben). Bei einem höheren Alkoholgehalt destillieren Sie länger und es kommt dann kaum noch Geschmack mit.
    2. Verdünnen Sie auf 40-45%vol, dann wird der Geschmack nicht so wäßrig sein (milchig wird es erst, wenn Sie zum Destillat noch einmal Wasser hinzugeben, d.h. bei 38%vol ist noch das ganze Anisöl gelöst)
    3. Verwenden Sie statt Sternanis den Gewürzanis, der ist im Geschmack viel besser, und zwar 30g für 1,5 Liter Alkohol. Ich vermute, Ihre 8 Sterne waren einfach zu wenig. Wenn Sie nun weiteren Anis in den Alkohol geben, bringt das schon noch was.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl