Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1231 von 4278:

Hallo Herr Schmickl
Hab ich etwas falsch gemacht? Nach dem Ansetzen von Zwetschgen u. Birnenmaische, die Gärung verlief problemlos und es haben alle Parameter gepasst (ph-Wert ok, über 20%, geschmacklich in Ordnung ...) bin ich nun nach den ersten Versuchen etwas enttäuscht. Das Destillat hatte in beiden Fällen etwas 70%, Vorlauf war minimal, Edelbrand von 81 bis 91 Grad. Sowohl bei Zwetschge, als auch bei Birne wurde auf 45% verdünnt und drei Wochen offen mit Wattekorken abgelagert. Bei der Verköstigung war allerdings auffallend, dass beide etwas "fad" schmecken, beim Riechen fehlt der typische Zwetschgengeruch fas vollständig, bei der Birne ist es auch nicht anders. Hab schon gedacht, ob es an der Fruchtsorte liegen könnte, habe aber bei Zwetschge zwei verschiedene Sorten angesetzt, das Resultat ist aber bei beiden gleich. Bin nun etwas ratlos.
Können Sie mir weiterhelfen?
mfg
Chrs


Chris, Bayern
15.Feb.2004 15:23:30


    Nein, an der Frucht liegt es nicht, denn Zwetschke schmeckt immer, egal welche Sorte. Vorraussetzung natürlich, die Früchte waren reif. 70% an Destillat ist viel zu hoch, Sie sollten bis ca. 55-58%vol brennen. Da Sie zu früh die Destillation beendet haben, fehlt Ihnen auch ein großer Teil der Aromen, mit der Temperaturmessung - die Angaben 81-91°C sind OK - kann etwas nicht stimmen. Weitere mögliche Ursache für zu wenig Geschmack: lag die Gärtemperatur über 19°C? Wenn ja, dann wurde durch die schnelle Gärung und dadurch starke CO2 Entwicklung Aroma "ausgeblasen". Oder das "offen stehenlassen" war bei einer zu hohen Temperatur. Wir haben das einmal im Sommer bei ca. 22-24°C gemacht, nach zwei Wochen schmeckte auch alles fad. Die offenen Flaschen daher am besten bei ca. 15-19°C lagern (Kellertemperatur).

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Helge Schmickl