Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1310 von 4314:

Hallo Herr Schmickl
Der Bau meines Kessels neigt sich dem Ende. Er ist aus Edelstahl mit einem Durchmesser von 43cm und einer Höhe von 41cm. Passend dahinein habe ich ein Edelstahlsieb als Anbrennschutz hergestellt, welches einen Durchmesser von 40cm und eine Höhe von 33cm mit drei 5cm hohen Füßen für den Abstand zum Boden. In den Deckel soll jetzt ein Kupfer T-Stück (28mm) mit seitlichem Abgang in 15mm, wo dann das Geistrohr angeschlossen wird. Das Geistrohr soll dann nach ca 80cm in ein 10mm Rohr übergehen, was der Spiralkühler werden soll. Nun zu meinen Fragen:
1) Sind die Maße so in Ordnung, oder sind die der Kupferrohre nochmal zu überdenken?
2) Wie lang sollte das 10mm Rohr für den Kühler sein?
3) Wie hoch würden Sie den Topf mit dieser Größe mit Maische (Apfel, Birnen) befüllen?
4) Welche Leistung sollte der Hockerkocher haben, den ich mir noch bei EBAY ersteigern muss?
5) Ich lese immer wieder von Silikonschlauch, der als Dichtung verwendet werden kann. Wo bekomme ich solchen Schlauch her? Oder ist es sinnvoll aus Silikon selbst eine Dichtung herzustellen? Leider habe ich keinen blassen Dunst WIE!!!
6) Kann ich den Nachlauf dem folgenden Brennvorgang hinzufügen?
7) Die kniffligste Frage, die, trotz das Sie sie hier schon X mal beantwortet haben, für mich immer noch das größte Problem ist: Ich behaupte mal, ich habe sehr sauber gearbeitet. Wieviele Schnapsgläschen würden Sie wie hoch mit Vorlauf füllen um diesen RICHTIG abzutrennen.
Dies ist mal wieder sehr viel auf einmal, und ich möchte mich bei Ihnen ganz, ganz herzlich bedanken für Ihr Verständnis und Ihre Geduld und Ausdauer womit Sie dieses Forum leiten. Ich denke ich spreche für viele hier, wenn ich sage, das Sie DER "Brennguru" schlechthin sind. Ich habe durch Ihr Buch und Ihre Website innerhalb 8 Monaten extrem viel erfahren und gelernt.
Nochmals vielen Dank für Ihre Bemühungen und Ihre Antworten
Roland


Roland, irgendwo in god old germany
30.Mär.2004 02:28:37


    ad 1: ist in Ordnung
    ad 2: wenn ich mich nicht verrechnet habe ist das effektive Füllvolumen ca. 45 l (wenn zu dreiviertel gefüllt) daher mindestens 2 Meter
    ad 3: maximal zu dreiviertel füllen
    ad 4: ca. 2000 Watt sollten reichen. Trotzdem wird es länger als 1 Stunde dauern das Ganze zum Kochen zu bringen. Sehr wichtig dabei: die Regelung muß STUFENLOS möglich sein. Weil die Schnapsqualität entscheidend von der Destilliergeschwindigkeit (wie stark das Destillat herausrinnt) abhängt. Für 45 l am besten so einstellen, daß sich ein DÜNNER Rinnsal bildet.
    ad 5: Solche Schläuche bekommen Sie in jedem Laborbedarf. Direkt aus Silikon ist es schwierig eine Dichtung herzustellen, vorallem was dann die Reinigung der Anlage betrifft.
    ad 6: ja, prinzipiell schon, ist aber nicht gerade qualitätsfördernd... besser: sammeln Sie den Nachlauf extra, dann mit AktivKohle behandeln und nochmals destillieren, so erhalten Sie geschmacklosen Alkohol
    ad 7: Als Vorlauf bei sauberer Arbeitsweise sollten Sie bei 45 l ca. eineinhalb Schnapsgläschen abnehmen. Aber machen Sie doch den einfachen Test, der auch im Buch beschrieben ist: Vom ersten Tropfen an ca. zehn bis fünfzehn Schnapsgläschen halb voll laufen lassen und dann dran riechen. Vorlauf stinkt nach UHU, ist unverkennbar, hat nichts mit dem Edelbrandaroma zu tun. Beim nächsten Brand (bei gleicher Maische) wissen Sie dann, wieviel Vorlauf enthalten ist.
    Danke
    :-))

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl