Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1315 von 4258:

Wie oft soll ich eine Fruchtmaische umrühren, bzw. muß man den Fruchtkuchen hineindrücken. Meine Bedenken sind, daß dabei zuviel Sauerstoff in die Maische kommt.
Mein Holunderschnaps hat einen brennenden, scharfen Beigeschmack. Überhaupt habe ich einige Schnäpse die nach kurzer Lagerung sehr mild schmeckern und andere wiederum schmecken auch nach einem Jahr Lagerung noch scharf, Woran könnte das liegen. Ich behandle meiner Meinung nach alle Maischen gleich.
Danke für die Antworten im Voraus.


Gerald Lichtscheidl, Burgenland Österreich
04.Apr.2004 15:37:05


    Während die Maische heftig gärt, sollten Sie zumindest alle 3-4 Tage einmal umrühren (im Fruchtkuchen sitzt alles notwendige: Fruchtzucker, Aromen, Nahrung für Hefe...). Wird anschließend das Faß geschlossen, so füllt es sich in Kürze wieder mit dem Gärgas und dieses verdängt die Luft (CO2 ist schwerer als Luft). Auch bei langsamer Gärung ist es zumindest einmal wöchentlich ratsam, bis der Fruchtkuchen zu Boden gesunken ist (also bis zum Ende der Gärung).
    Schärfe kann verschiedenste Gründe haben, liegt jedoch zumeist an einer fehlerhaften Vorlauf- und/oder Nachlaufabtrennung. Mit Ihrer Beobachtung bestätigen Sie eine "Daumenregel" diesbezüglich: "gute" Schnäpse sind mehr oder weniger von Beginn an mild und werden beim Lagern immer besser, "schlechte" hingegen bleiben scharf, auch eine jahrelange Lagerung ändert daran nichts.
    Unsere persönliche Beobachtung: Brände aus "naturbelassenen" Maischen aus Obst mit sehr geringem Zuckergehalt (z.B. Vogel- oder Holunderbeeren) sind in der Regel sehr scharf in Vergleich zu den hochgradigen Varianten der gleichen Obstsorte.

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