Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1550 von 4278:

Sehr geehrter Herr Doktor!
Ich hätte mir das mit meinem Vogelbeerbrand wie folgendermaßen vorgestellt:
1.Vogelbeeren gepflückt, ausgesucht und gerebelt (schon geschehen). Waschen.
2.Einige Zutaten bestellt (auch schon geschehen).
3. Einmaischen ohne Zerstampfen und ohne Verflüssiger; Turbohefe und "Drittelzuckerlösung nach Abschmecken" Warum: Ich denke mir, daß ca.1/5 Ethanol genügen müßte, um das Aroma herauszulösen, außerdem will ich die Früchte noch zumindest Teilweise in den Aromakorb legen, was mit verflüssigten Beeren naturgemäß schwierig wäre.
Die Fruchtgärung selbst spielt wohl keine Rolle. Der Ethanoldampfdruck beim Brennen sollte dann den Rest des Aromas mitnehmen, außerdem vielleicht noch frische Früchte in den Aromakorb, das wird nach dem Geruch des Weines entschieden werden.
3a. Trinken
Nun bitte ich Sie, etwaige Fieberphantasieen vorher zu korrigieren und zu kommentieren.
4. Ich habe bisher immer mit Hefewürfeln aus dem Supermarkt gearbeitet (jetzt warte ich auf Ihre Turbo). Warum sind Bierhefewürfel hier kein Thema?
Herzlichen Dank, Ihr Ergebener K.S.


K.S., Waldviertel
25.Aug.2004 15:58:53


    Bei Vogelbeeren sollten Sie auf den Verflüssiger auf keinen Fall verzichten, denn sonst kann es passieren, daß Ihnen die Maische geliert, dadurch die Gärung stoppt und Sie diese gar nicht Brennen können. Die Früchte ganz zu lassen ist nicht sinnvoll, denn so bekommen Sie zuwenig Aroma. Denn einerseits werden die Aromastoffe frei gesetzt durchs Zersetzen vom Obst (macht die Hefe) und andererseits, so wie Sie schreiben, durch die Extraktion vom Alkohol. Geben Sie doch beim Brennen noch frische Vogelbeeren dazu (wie Sie auch schreiben). Aber auch die zermatschten Vogelbeeren kommen ja in den Kessel, so kommt auch bei diesen das Aroma komplett heraus. Also mein Vorschlag wäre:
    Verflüssiger verwenden und unbedingt zermatschen. Alles andere ist OK.
    ad 4: Jede Hefe ist auf das spezielle Endprodukt spezialisiert. Natürlich kann man auch Bierhefe oder Weinhefe verwenden (Alkoholresistenz beachten). Weinhefe bildet jedoch auch andere Substanzen wie Glykol, die zwar im Wein gewünscht werden, nicht jedoch im Destillat.
    Alternative für geringe Mengen: Vogelbeeren in ca. 40-50%vol Alkohol ansetzen (z.B. Gurkenglas zu 1/3 mit Früchten füllen und dann mit Alkohol vollfüllen) und nach ca. 1 bis 2 Monaten destillieren. Angesetzte Früchte in den Aromakorb. Die Extraktionskraft ist hier durch den höheren Alkoholgehalt stärker. Ist auch sehr gut!

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Helge Schmickl