Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 158 von 4327:

Hallo Helge !
Tony Acklands beschreibt auf seiner HP ziemlich genau die Reflux Methode (Rücklaufdestille). Durch das oftmalige destillieren im Steigrohr wird natürlich ein höherer Alkoholgehalt erzielt. (So wie bei einer Topfdestille mit Verstärkerglocken)
Aber wie schauts mit dem Geschmack aus ?
Ist der wirklich besser wie eine einfach gebrannte Turbomeische ?
Hast Du da erfahrungswerte ?
Gruß Karl


Karl Eiböck, Österreich
20.Aug.2001 07:04:22


    Ich kenne diese Arbeitsmethode sehr gut. Das Ergebnis ist ein sehr hochprozentiger und reiner Alkohol. Vom Prinzip her werden mehrere 'normale' Destillationsvorgänge in einem Gerät (der Rektifikationskolonne) hintereinander durchgeführt, Sie haben somit keinen 'doppelt Gebrannten', sondern fünf-, zehn- oder zwanzig-fach destillierten Alkohol, je nach Höhe und Trennleistung der Kolonne. Durch diesen starken Trenneffekt wird aber auch das Aroma abgetrennt. Man sollte Rücklaufdestillationen (=Rektifikation oder 'reflux' in Englisch) nur zur Trennung bzw. Säuberung von Flüssigkeitsgemischen verwenden. Beim Schnaps darf die Trennung mit Absicht nicht zu gut sein, da Sie sonst mit z.T. erheblichen Aromaverlusten rechnen müssen. Im Extremfall erhalten Sie einen komplett geschmacklosen Alkohol. Beste Methode: hochgradige Maischen (mit mindestens 12%vol, der hohe Alkoholgehalt verstärkt außerdem das Aroma der Maische, da das Extraktionsverhalten viel besser ist) herstellen und EINMAL mit einer 'normalen' Destillationsapparatur überdestillieren. Durch den hohen Alkoholgehalt der Maische erhalten sie dann bereits 49% oder mehr, je nach Alk.gehalt in der Maische.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl