Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1593 von 4254:

Hallo Herr Dr. Schmickl,
erst einmal ein dickes Lob an Ihre Webseite, sie ist wirklich sehr informativ. Nun zu meiner Frage. Ich habe Bananen eingemaischt, habe alles zugegeben (Mischung 1:1 mit Wasser,Biogen, Zucker, Turbo usw.) Nach 14 Tagen mit dem Vinometer gemessen, steigt selbst bei mehrmaligen Messen auf 25% Vol.Die Gärung scheint vorbei zu sein denn der Gärspund blubbert nicht mehr aber der Fruchtkuchen setzt sich trotz nach mehrmaligen Umrührens nicht ab. Die Maische schmeckt einfach prima und ist etwas süß.Nun die Fragen:
1.) Können überhaupt 25% entstehen (oder zeigt das Vinometer immer falsch an?
2.)Ist das in Ordnung, dass die Maische süß schmeckt?
3.) Warum setzt sich nicht der Fruchtkuchen ab? Ist das mehrmalige Umrühren nach beendeter Gärung nicht schädlich (wegen Sauerstoff)
Vielen Dank im Voraus und weiter so!


Thorn, Berlin
07.Sep.2004 19:31:45


    Danke!
    Solange der Fruchtkuchen obenauf schwimmt, ist die Gärung nicht zu Ende. Es entsteht immer noch Gärgas und dieser treibt die Fruchtstücke nach oben. Bzw. wenn's beim Rühren noch schäumt, gärt's noch.
    ad 1: Auch wenn man die Meßungenauigkeit des Vinometer von ca. 2%vol abzieht (je süßer die Masiche, desto mehr), bleiben immer noch ca. 23%vol. Ja, es ist möglich mehr als 20%vol zu erreichen, Sie merken's dann auch beim Brennen am Alkoholgehalt vom Edelbrand, der ist dann höher als sonst.
    ad 2: Die Süße kommt durch den Restzucker, den die Hefen nicht mehr vergären konnten auf Grund des bereits hohen Alkoholgehaltes, ist also in Ordnung. Zucker ist fest, geht beim Destillieren also nicht mit.
    ad 3: Bei hochgradiger Maische stört das Umrühren nicht (bei 20%vol oder mehr kann nichts mehr "schlecht" werden). Warten Sie noch 2-3 Wochen, dann ist die Gärung beendet. Wenn sich der Fruchtkuchen gesetzt hat und oben klarer Fruchtwein sichtbar ist, ist es nicht mehr notwendig umzurühren.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl