Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1594 von 4316:

Lieber Herr Schmickl,
nachdem Ihr Buch mir den Mund wässrig gemacht hat, habe ich kürzlich eine 3l-Anlage
erstanden und mit ersten Brennversuchen begonnen.
Erstes Problem: Die Anlage hat kein Thermometer. Lässt sich das nachrüsten? Da ich bisher nur Geiste gebrannt habe, gabs kein Problem mit Vorlauf. Den Nachlauf habe ich über den Alkoholgehalt (ca. 30 %) bzw. den Geschmack (zunehmend fad) abgetrennt. Gibts was besseres? Was geschieht mit dem Rest, der im Kessel zurückbleibt?
Zweites Problem: Ich habe vor 10 Tagen eine herkömmliche Mirabellenmaische angesetzt, allerdings in einem Behälter, der nicht mit einem Gärspund verschlossen ist, sondern den ich mit einem Kaffeefilterpapier und Gummiring abgeschlossen habe. Wie der Geruch zeigt, gärt es dort zwar, aber von heftig oder auch nur deutlich keine Rede. Da es nachts kalt ist, habe ich den Behälter in der Wohnung - tagsüber mag es schon mal über 28° warm werden. Wie stelle ich fest, wann die Maische ausreichend vergoren ist, wie lange dauert so was normalerweise ungefähr, oder ist die Maische schon hin und gar nicht mehr zu brennen?
Es macht Spass und ich habe sicher noch viele Fragen. Erst mal danke für eine Antwort,
BH


BH, Rheinland-Pfalz
07.Sep.2004 20:53:13


    Sie sollten unbedingt ein Thermometer nachrüsten. Den Rest, der im Kessel zurückbleibt, können Sie verwerfen, eignet sich auch gut für den Kompost.
    Normalerweise dauert eine Gärung 5-7 Wochen (bei <=20°C), bei 28°C könnten sie bereits nach 1 bis 1,5 Wochen fertig sein. Wird die Maische oben klar wie Wein, ist die Gärung zu Ende bzw. wenn Sie umrühren und es schäumt nicht mehr, auch dies ist ein Zeichen für das Gärende. Wie schon oft beschrieben sind mehr als 20°C beim Gären in Hinblick auf's Aroma nicht optimal. Kaffeefilter und Gummiring ist auch nicht optimal, besser wäre sich einen Gärspund aus leeren Joghurtbechern zu basteln. Wenn Sie mit "herkömmlich" meinen, dass Sie auch Reinzuchthefe zugegeben haben, ist sonst alles OK.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl