Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1754 von 4324:

Hallo Hr. Dr. Schmickl,
mein Biologielehrer will mir nicht glauben, dass eine jahrelange Lagerung Fuselalkohole nicht beseitigt. Er ist der festen Auffassung, dass ein erstklassiger Brand jahrelang lagern muss. Ich meine aus ihrem Buch aber nur entnehemen zu können, dass eine vielleicht drei oder vier Tage lange Lagerung mit Watte verschlossen, Spitzen im Geschmack beseitigt und alles was darüber hinausgeht nur die Qualität beweist. Bei minderwertigen Produkten -> Geschmacksverlust.
Könnten Sie mir fachlich (chemisch) die Vorgänge beim Lagern erklären, damit ich meinen Lehrer überzeugen kann? Es wäre wichtig für mich, weil ich eine Facharbeit übers Schnapsbrennen anfertige.
Vielen Dank,
KILIAN
PS: Lohnt eine Zugabe von Verflüssiger auch noch nach Gärende? In einem früheren Eintrag schreiben Sie, dass eine Zugabe einige Tage nach Gärbeginn noch sinnvoll ist. Nach Gärende auch noch?


Kilian, Bayern
24.Okt.2004 18:45:29


    Beim Lagern wird ein "Fusel"-schnaps niemals zu einem Qualitätsprodukt. Man kann nicht Fuselöle stehen lassen, in der Meinung, daß die sich ohnehin von selbst in Luft auflösen, dafür bedarf es schon chemischer Hilfsmittel.
    Ich möchte hier nur ein konkrektes Beispiel nennen, daß auch schon unzählige Male in den Diskussionen erwähnt wurde. Durch die Lagerung entsteht bei Steinobstbränden zusätzlich Ethylcarbamat. Ob Sie dies zu den Fuselölen zählen, überlasse ich gerne Ihrem Lehrer...
    Verflüssiger sollte zu Beginn zugegeben werden, nach Gärungsende ist es nicht mehr sinnvoll.

<<< Eintrag Nr. 1755 Eintrag Nr. 1753 >>>
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Helge Schmickl