Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1789 von 4254:

Hallo Hr. Dr. Schmickl,
ich habe jetzt schon mehrere Brände mit gutem bis sehr gutem Ergebnis hergestellt.
Ouzo, Himbeergeist, Weihnachtsgeist, Hollunderbrand, Birnenbrand, etc.
Bei all meinen Brennvorgängen habe ich zwar ein Termometer verwendet, es jedoch noch nie als Indikator eingesetzt.
Vorlauf habe ich bei all meinen Destillationen noch nie gerochen! Kann das sein? Ich arbeite schon sehr sauber, aber überhauptkeinen...
Habe immer die ersten paar Tropfen 1:1 mit Wasser verdünnt und auf den Klebergeruch gewartet. Wie gesagt, noch nie erlebt.
Den Nachlauf trenne ich dann aber schon "so über den Daumen gepeilt" mit dem Thermometer ab.
Was ist die Konsequenz, wenn zuviel Nachlauf mit verwendet wird?
Ich verwende das Thermometer halt als Anhaltspunkt (steigt die Temp. noch schnell an?, etc.).
Empfinden Sie dass als völlig flasch?


Frank, Bayern
03.Nov.2004 22:03:31


    Vorlauf: ja, das ist bei sauberem Arbeiten und richtiger Gärführung (z.B. pH-Einstellung usw.) möglich. Unsere Maischen haben auch nur sehr selten Vorlauf, trotzdem verwenden wir zur Sicherheit immer den Vorlauftest, wenn wir eine neue Maische beginnen. Wenn Vorlauf vorhanden, ist der Klebstoffgeruch unverkennbar, am deutlichsten ist dies bei wild vergorenen Maischen zu bemerken. Richtig, durch die Verdünnung 1:1 mit Wasser ist dieser Geruch besser bemerkbar.
    Bei zuviel Nachlauf wird das Destillat einen wäßrigen, leeren, schalen Geschmakc bekommen, giftig ist er aber nicht.
    Ihre Arbeitsweise ist schon korrekt, bezüglich Nachlauf würde ich aber schon mit dem Thermometer arbeiten. Auch bei neuen Maischen, die Sie das erste Mal brennen, sollte bezüglich Vorlauf mit dem Thermometer gearbeitet werden. Ihre Arbeitsweise eignet sich nur für Maischen, die man kennt bzw. die man bereits gebrannt hat (Neu bezieht sich nicht auf die Frucht, sondern auf jedes einzelne Maischefaß).

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl