Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1955 von 4273:

Hallo, Herr Dr. Schmickl!
In Eintrag 1946 antworten Sie, um dem Destillat mehr Aroma zu verschaffen, sollten die Kerne mit eingemaischt werden(Kirsche).
1) Warum ist es hier bezüglich Methanol unbedenklich, die Kerne zu vergären?
2) Ist es generell unbedenklich, solange die Kerne/Steine unbeschädigt bleiben? Gerade bei Schlehen ist das Entsteinen sehr mühsam.
3) Gestern ist mir die Maische beim brennen 'übergegangen'. Mein erster Gedanke war, vor dem Steigrohr ein Sieb zu installieren - wenn sich das jedoch zusetzt, knallt es wohl! Wäre für mich der Antischaumzusatz die Lösung? Mein Brennraum faßt 30L.
4)Thermometerposition: Wie ist der 'höchste Punkt der Anlage' definiert? Ich habe oben auf das Steigrohr ein T-Stück glötet und dort mein Thermometer platziert, habe aber kein korrektes Ergebnis. In Ihrem Buch abgebildete Destillen haben das Thermometer am höchsten Punkt der Brennblase. Was ist nun richtig?
Vielen Dank für Ihre Antwort..


Thomas, Hannover
24.Jan.2005 06:12:07


    ad 1: Kirschen enthalten keine Kerne wie z.B. Weintrauben, sondern Steine, die erzeugen kein Methanol.
    ad 2: Ja, solange die Steine ganz sind, ist es in Ordnung.
    ad 3: Nein, bauen Sie dieses Sieb nicht ein, es ist zu gefährlich. Verwenden Sie Antischaum (es genügen 2-3 Tropfen) und destillieren Sie langsamer. Oder haben Sie vielleicht den Kessel zu voll gefüllt? Bei 30 Liter Kessel zumindest ca. 10 cm frei lassen.
    ad 4: Das Thermometer ist dort anzubringen, wo der Dampf - noch ungekühlt - am höchsten Punkt in der Anlage durchströmt. Dies ist die Höhe der Unterkante vom Geistrohr welches zur Kühlung führt. Unsere Anlagen gehen nach der Brennblase nur noch abwärts zur Kühlung, wir liegen ca. 1-2 cm unter dem höchsten Punkt (=Unterkante Geistrohr). Grund: Sie sollten auch die Dampfströmung berücksichtigen. Es nutzt der höchste Punkt nichts, wenn dort der Dampf nicht vorbeiströmt, z.B. wie bei einem toten Winkel. Siehe auch Eintrag Nr. 1947.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl