Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2110 von 4258:

Hallo Herr Schmickl,
aus Ihrem Buch habe ich leider eine Frage nicht beantwortet bekommen. Wir haben bei einer bäuerlichen Abfindungsbrennerei über 200kg Mirabellen abgegeben. Diese hatten wir nach bestem Wissen und Gewissen sortiert, allerdings nicht gewaschen. Das Einmaischen, Vergären und Brennen wurde aber (leider und zum letzten Mal!)von der Brennerei übernommen. Wir haben jetzt über 20l Mirabellenbrand mit starkem Geruch nach Ethylacetat (Uhu) zurückerhalten, der so nicht genießbar ist. Einfache Handversuche (ich bin Chemiker) vor Anschaffung einer eigenen Destille haben gezeigt, dass bei Abtrennung von 20% Vorlauf hieraus zumindest ein ordentlicher Brand zu erhalten ist. Wäre es jetzt vorteilhaft, diese Menge noch einmal "normal" zu brennen und sehr viel Vorlauf abzutrennen oder würde ein Brand mit "kleiner" Kolonne günstiger sein? Mir ist schon klar, dass daraus kein perfektes Ergebnis herauskommen kann, aber wegschütten wäre auch sehr schade ...
Herzliche Grüße aus dem Saarland,
hans-guckt-in-die-luft


hans-guckt-in-die-luft, Deutschald / Saarland
16.Mai.2005 19:50:44


    Im Lauf der Jahre haben wir aus Mitbringsel diverser Seminarteilnehmer von verschiedenen "traditionellen" Abfindungsbrennereien die Erfahrung gemacht, dass Brände aus Wildgärungen (egal ob Obst gewaschen oder nicht) ca. 20% Vorlauf enthalten, wenn dieser beim Destillieren nicht richtig abgetrennt wurde. D.h. Ihre Beobachtung, dass der "fertige" Brand etwa zu einem Fünftel aus Vorlauf besteht ist durchaus plausibel. Durch die Zugabe von Hefe und der richtigen pH-Einstellung VOR der Gärung wäre diese immense Menge zu verhindern gewesen... Fazit: schade um die Arbeit
    Ja, trennen Sie den Vorlauf großzügig ab. Eine Kolonne würde ich nicht verwenden, denn es sollte, obwohl Sie ein drittes Mal brennen, noch einiges an Aroma übrig bleiben. Um den Vorlauf ordnungsgemäß abzutrennen ist keine Kolonne notwendig.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl