Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2137 von 4253:

Hallo Herr Schmickl.
Im Bezug auf die Geistherstellung hätte ich da einige Fragen:
1) Wie wird in der gewerblichen Weinherstellung die Entstehung von Vorlauf vermieden? Ist es möglich so sauber zu vergären, daß kein Vorlauf entsteht oder wird dieser abgetrennt?
2) Jeder gebrannte Wein aus Weintrauben muß doch einen gewissen Eigengeschmack haben und und das Ergebnis bei der Geistherstellung beeinflussen?
3) Könnte ich zur Geistherstellung nicht auch einfach den Brennvorgang für geschmacklosen Alkohol (8 kg Zucker mit Turbohefe) nach dem Vorlauf abbrechen und den „geschmacklosen Zuckerwein“ verwenden? Die Haltbarkeit wäre durch den Alkoholgehalt gegeben und das Schwefeln würde entfallen.
4) Warum wird beim destilieren von Obstbrand nicht mit einem Aromakorb gearbeitet? Ich könnte den Anbrennschutz so einbauen, daß er wie ein Aromakorb funktioniert.
Vielen Dank für die Antworten
kurt


kurt, D
03.Jun.2005 23:53:28


    ad 1: Ja, das ist möglich. Z.B. wird bei Weißwein nur der ausgepresste Traubensaft vergoren. Dabei entsteht natürlich kein Vorlauf. Vorlauf kann nur bei einer Destillation abgetrennt werden.
    ad 2: Prinzipiell haben Sie recht. Jedoch ist das Destillat aus einem "durchschnittlichen", trockenen Weißwein geschmacklos (sofern der Wein nicht fassgelagert wurde).
    ad 3: Ja, natürlich, Sie können direkt die Zuckermaische verwenden (die enthält keinen Vorlauf, wenn richtig vergoren). Diese hat ca. 20%, verdünnen Sie die gewünschte Menge vor der Geistherstellung mit Leitungswasser auf ca. 12-15% und benutzen Sie diese für den Geist.
    ad 4: Bei Geisten werden z.B. die ätherischen Öle aus Kräutern oder Gewürzen herausgeholt, bei Obstmaischen sind die Aromen bereits in der Flüssigkeit gelöst. Es macht nur Sinn bei Maischen mit Aromakorb zu arbeiten, wenn Sie zusätzlich frische Früchte zugeben.

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