Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2158 von 4273:

Guten Tag,
angeregt durch ihr hervorragendes Buch habe ich nun auch meine ersten Versuche in der Schnapsbrennerei gewagt. Dabei ist mir in meiner Eigenbaudestille mit ca. 10 cm Steigrohr ein recht wohlschmeckender Klarer gelungen, der (vor dem Verdünnen) etwa 70% Alkoholgehalt hat (aus Zuckerwasser und Turbohefe).
Jetzt hab ich zweimal versucht, einen Apfel-Geist zu erzeugen. Auf 12 % verdünnt, 3 Liter in die Destille und in den Aromakorb Apfelspalten aus 3 großen Äpfeln. Das Ergebnis war zweimal ernüchternd :
Der Geist kratzt im Hals, schmeckt kaum nach Apfel und ist für mein Empfinden schlicht ungenießbar.
Aufgefallen ist mir, daß beim Destillieren erst ab ca. 88°C Dampftemperatur Flüssigkeit aus dem Kühler tropft. Mit der Turbomaische beginnts bei ca. 82°C. Die Ausbeute bis 91° ist recht gering.
Mein Verdacht :
1)Die Äpfel sind aus dem Supermarkt, eventuell gegen Fäulnis behandelt, das Mittel kratzt im Hals. Ich hatte die Schale jeweils drangelassen.
2) Die Fruchtsäure löst irgendwas aus der Anlage, das der Alkohol nicht lösen kann.
Kann ich damit richtig liegen ?
Danke für die Hilfe
Pjotr


pjotr, Erzgebirge
22.Jun.2005 13:18:20


    Durch das 10 cm hohe Steigrohr verlieren Sie auf alle Fälle Aroma, jedoch hängt es auch sehr stark von der verwendeten Apfelsorte ab (auf keinen Fall die grünen, sauren Äpfel verwenden, am besten sind mehlige Äpfel). In der Regel geben Äpfel aus dem Supermarkt nicht besonders viel Geschmack ab. Wenn Sie die Maische auf 12%vol verdünnt haben, dann sind 88°C viel zu hoch, es sollte ca. bei 82-83°C beginnen, daher haben Sie auch eine so geringe Ausbeute bis 91°C.
    Das Destillat aus der Turbomaische war gut, der daraus gebrannte Geist aber nicht: machen Sie doch noch einen Versuch mit doppelt so vielen Äpfeln, und diesmal nicht auf 12%vol verdünnen. Dann wissen Sie, ob Punkt 1 oder 2 zutrifft.

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